Fototechnik (2.9)   Nikon D700 versus Nikon D750
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Kleine Fotokunde / Kapitel Fototechnik  -  2.9. Test: Nikon D700 versus Nikon D750

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Kap. 2.9  -  Test:  Nikon D700 versus Nikon D750
Ausführlicher Vergleichstest mit dem Schwerpunkt auf Handling, Einstellungen, Bildqualität und Reisefotografie
Ein Vergleich, der schon lange überfällig ist.
Tatsächlich ist die D750 ein echter Bestseller. Ganz weit oben in der Beliebtheitsskala.
Wie schlägt sich die D700 gegen die 7 Jahre jüngere D750 ??
Abschließendes Urteil  >> scroll down
Text
Version 1.2
Stand: 28.4.2016

Der Bereich wird succesive ausgebaut und erweitert

Die D750 ist auf den ersten Blick besser ausgestattet als die D700. Vor allem die effektive Pixelzahl ist deutlich größer. Beide Systeme sind Vollformatkameras. Dabei ist die D750 etwas kleiner und vor allem leichter. Auf den zweiten Blick hat die D700 Features die der D750 fehlen, wie z.B. die die 1/8000 Sekunde. Entscheidend ist der Nutzen in Alltag und Beruf, die Bildqualität und das Handling. Die Bedienung ist eine Umstellung, weil die D750 eine andere Anordnung wichtiger Funktionen hat.

Ich habe mehrere Jahre lang mit der D700 gearbeitet. Eine hervorragende Kamera, mit vielen Vorteilen.
1. Sehr schnell (Autofocus & Serienbild)
2. Sehr gut im Umgang mit AI / AIS Objektiven / Programmmodus möglich mit automatischer Berechnung von Zeit und ISO
3. Die Auswahl der Brennweiten AI/AIS kann in Schnekllauswahl über die FN Taste erfolgen
4. Sehr guter Monitorschutz
5. Sehr gute Schnellauswahl aller Funktionen über Buttons
6. Schnellste Verschlusszeit 1/8000 Sek
7. Die Dateigröße ist mit 5-7 Megabit pro Bild (JPG Large) optimal am Rechner zu verarbeiten
8. Sehr schon sind die + und - Taste für die Bildkontrolle, zusammen mit Wippe (Kursor-Funktion)
9. Der Second-Hand-Preis ist seit 2016 sehr günstig
10. Die Lebensdauer ist auf 150.000 Aufnahmen berechnet. Beim Gebrauchtkauf sind Kameras bis 80.000 Auslösungen
   noch unbedenklich zu kaufen
Die D 700 hat aus meiner Sicht fünf Mängel:
1. Auf der Reise zu Fuß oder mit dem Fahrrad stört das relativ hohe Gewicht der D700 (inclusive Reiseobjektiv). Die DX
   Kameras haben hier einen eindeutigen Grwichts- und Größenvorteil (z.B D300/D500)
2. Bei Schlechtwetter (Nebel, Starkregen, Unwetter) neigt die D700 dazu, Farben matschig-diffus darzustellen (*)
3. Die Randschärfe der D700 kann noch verbessert werden
4  Kein Video, kein Klappspiegel, kein Liveview.
5. Wie bei anderen Kameras auch ist das Display bei heller Sonneneinstrahlung fast nicht abzulesen. Das mindert die
    Bildkontrolle

Gründe um sich eine D750 anzuschaffen:
1. volle Videotauglichkeit,
2. Klappspiegel
3. Liveview, per Tastendruck einzustellen.
4. das niedrigere Gewicht der D750, hat auf Reisen seine Vorteile (**)
5. Der Akku der D750 hält länger durch als bei der D700.
6. der Neu-Preis liegt deutlich unter der D810 oder der D4s/D5
7. Sehr schön sind die + und - Taste für die Bildkontrolle, zusammen mit der Wippe (Kursor-Funktion)
8. Die D750 besitzt HDR (High Dynamic Range). Sie macht in der Folge 2 Bilder und verbindet sie zu einem Bild, um
    extreme Helligkeitsunterschiede auszugleichen, z.B. Berge im Schatten und ein strahlender Himmel, so dass die Struktur
    der Berge und des Himmels im Endergebnis erhalten werden.

Anmerkung: Die Funktions-Schnellauswahl bei der D750 ist an die Rückseite verlegt (linke Knopfleiste) (ISO, WB, Qual)
Die D750 hat aus meiner Sicht zunächst acht Mängel:
1. an Monitorschutz ist nur eine Panzerfolie möglich
2. Bei Schlechtwetter (Nebel, Starkregen, Unwetter) neigt die D750 dazu, Farben matschig-diffus darzustellen (*)
3. Schnellste Verschlusszeit leider nur 1/4000 Sekunde (schlecht für schnelle Sport- und Tieraufnahmen)
4. Die Dateigrößen sind der höheren Pixelzahl geschuldet. Sie liegen pro Bild zwischen 20 und 22 Megabit (JPG large).
   Das braucht auf der Speicherkarte und auf dem
Rechner 4x so viel Speicherplatz wie bei der D700. Es ist zu über-
   prüfen, ob das eine höhere Bildqualität ergibt oder nicht.
5. Wie bei anderen Kameras auch ist das Display bei heller Sonneneinstrahlung fast nicht abzulesen. Das Klappdisplay ist
    zwar ein Zugeständnis an die Kundenerwartungen, aber es ist nicht blendfrei. Genau genommen hätte man sich das
    schenken können.
6. Die Lebensdauer ist auf 100.000 Aufnahmen berechnet. Beim Gebrauchtkauf also etwas aufpassen.
7. Leider bei manueller Aufnahme (M) keine Einblendung der Belichtungsanzeige (+/-) auf dem großen Display. Aber auf dem
    kleinen Display on Top sieht man den Belichtungsbalken, den man mit dem Drehrad verändern kann, so dass unter
    Verwendung des Klappdisplays eine manuelle Belichtungskorrektur vorgenommen werden kann, wenn man von oben
    auf die Kamera sieht.
8. Leider kann die FN Taste nicht mit der Auswahl von Festbrennweiten belegt werden. Das ist äußerst nervig, weil man für
   die Objektivauswahl jedes Mal ins Menü gehen muss, anders als bei D700/D300

(*)  Zum Vergleich: den Umgang mit absolutem Sauwetter kann die ältere D300 besser. Wo keine Farben sind, liest sie die Informationen in schwarz-weis aus, mit Zusatzfarben, wenn sich diese deutlich hervorheben. Dabei bleibt ein breites Grautonspektrum erhalten (also die Differenzierung von Grauschattierungen), wobei das Spektrum abhängig ist von der voreingestellten Stufe des Active-D-Lightning,
(**)  Zusammen mit dem Universalzoom 28-300 ist die D750 hervorragend, allerdings ist das Set mit dem relativ schweren Objektiv vorderlastig. An der Nikon D700 ist die Gewichtsbalance mit dem 28-300 Zoom sehr viel ausgeglichener.
(*) Der Second Hand Preis der D700 variiert je nach Alter, Zahl der Auslösungen, dem Zustand und der Ausstattung. Die Kamera wird nicht mehr gebaut und nicht mehr in den Läden verkauft.
(**) Der Second Hand Preis der D750 variert ebenfalls nach Alter, Zahl der Auslösungen und der Ausstattung, sowie der Rest- garantie. Der Preisverfall ist relativ moderat
Grauimporte gibts im April 2016 bereits ab 1400,-- zum Neupreis . Garantie bei Grauimporten gibts - wenn überhaupt - nur für ein Jahr. Einzige Sicherheit für die Zwei- Jahres-Werksgarantie bieten nur die Modelle, die direkt über den europäischen Handel angeboten werden. Neupreis (ohne Objektiv) im April 2016 zwischen ca. 1800 und 1900 €. Nach dem Kauf ist eine Registrierung bei Nikon zu empfehlen.
Bei der Verwendung von AI / AIS Objektiven geht der Punkt eindeutig an die Nikon D700 (Verwendung von Programm-modus)
Bei der Ausstattung mit Schnell-Funktions-Buttons und in der Lebensdauer geht je 1 Punkte an die Nikon D700
In der Farbtiefe,in der kürzesten Belichtungszeit und in der Dateigröße gibts für die Nikon D700  zusammen 3 Punkte
Summe bisher    6 Punkte
Zu verschiedenen Nikon Modellen vergleiche die phantastische Beschreibung von Susan Stripling, die im Bereich Hochzeitsfotografie arbeitet. (Vergleich zwischen D3, D3s, D4, D4s, D810 und D750). Auf ihrer Seite zeigt sie beein-druckende Bildergebnisse. Susan Stripling fotografiert heute paralell mit D810/D750 und D4s
Bei der Ausstattung mit Klapp- spiegel, Video, Akku und Live- view gehen zusammen
4 Punkte an die Nikon D750
Beim Gewicht und in den ISO-Werten gibts weitere zwei Punkte für die Nikon D750
Summe bisher  6 Punkte
(***) externe GPS-Module gibts direkt bei Nikon, und auch von Fremdanbietern. Kosten ab ca. 120 €. Die externen GPS-Module werden direkt mit der Kamera verbunden und beziehen auch ihren Strom aus der Kamera. Leider ist der Stromverbrauch dieser Geräte sehr hoch. Das schränkt dann die Akkulaufzeit erheblich ein. Besser ist eine Verknüpfung mit dem GPS-Modul des Smartphones, das es bei der neuen D500 gibt (App).
Video ist ein nützliches Tool, das in der Praxis aber nur relativ wenige Fotografen wirklich nutzen. Gut, wenn es on Board ist. Für die meisten Zwecke reicht das Smartphone dafür völlig aus. Mit der D750 gelingen allerdings auch sehr hochwertige HD Aufnahmen. Ein Tool, das vor einigen Jahren die Canon 5D wirklich groß gemacht hat. Es sollte heute bei keiner Kamera mehr fehlen. Auch die Zusatzkosten sind für die Hersteller vergleichsweise gering.
Bei der D750 ist das obere Display etwas kleiner geraten als bei der D700. Das ist aber völlig unbedeutend. Insgesamt sind einige Tasten anders gelöst, da findet man sich aber schnell rein.
Klappdisplay, Video und eine gute ISO EInstellung und Gewicht sind neben einer guten Bildqualität die wichtigsten Entscheidungsmerk- male für die Wahl der D750. (Auch die neue D500 wartet mit den- selben Features auf. Kunden verlangen das heute.
Für gute Fotoaufnahmen reicht die Ausstattung der D700 aber völlig aus, oder anders gesagt: sie ist kaum zu übertreffen..
Abgrenzung:
Größenvergleich DX/FX
Der direkte Vergleich zeigt, dass das Kit DX mit 18-200 (entspricht 27-300 mm) kleiner ist, als das vergleichbare FX Kit bei der D750. Das hat auf der Reise Vorteile. Beides sind Universal-objektive mit denselben Eigenschaften von Schnelligkeit und Qualität. Auch das Gewicht der Kits ist in etwa gleich.
Anders ist das im WW-Bereich. Bei der D750 genügt auf der Reise ein kleines und leichtes AIS 20mm, bei der D300 (wahlweise auch D7200 oder bei der neuen D500) muss man als Super-WW adäquat ein großes und schweres 12-24 mitschleppen (entspricht 18-36mm).  Das gleicht sich also aus.
Siehe dazu auch den Vergleich zwischen D700 und D300 aus der Sicht der Reisefotografie.
Die Qual der Wahl
D750 (FX) und D500 (DX) sind in etwa gleich ausgestattet. Beide haben Video. Beide haben einen Klappspiegel. Die neue D500 scheint im ISO-Bereich aber besser zu sein. Dazu kommt die Schnelligkeit der D500 in den Serienaufnahmen (10 Bilder/Sek) und die 1:8000 Sek., die im Bereich Tierfotografie besser ist als bei der D750
Die Bildergebnisse beider Systeme sind wohl auf Augenhöhe
Es ist also eine persönliche Ent- scheidung, ob man sich in dieser Klasse bei Nikon für DX oder FX entscheidet. Die D750 ist gegen- über der D500 preislich um etwa 500 € billiger. Dafür sind die DX- Objektive billiger. Die  ältere D300 ist auch gut.
Die Größe und das Gewicht des 28-300 ist nun einmal dem größeren Vollformat-Sensor geschuldet. Das braucht größere Linsendurchmesser.
Was sagt uns das Vergleichsbild noch, bezogen auf den Vergleich D700 versus D750 ?  Beschränkt man sich bei der Reise auf Kamera und ein all-in-one-Reisezoom in den idealen Zoom- Abmessungen 28-300mm, so ist die D750 zwar ein Stück leichter, aber sie ist genauso groß und unhandlich, wie die D700. Man muss damit leben, oder man entscheidet sich lieber für das handlichere DX Format. Im WW-Bereich empfehle ich bei der FX als Ergänzung ein kleines und leichtes AIS 20mm (Super-WW).
Technischer Datenabgleich D700 versus D750
  Nikon D700 Nikon D 750
Markteinführung Juli 2008 Ende 2014
Preis bei Einführung ca. 2600 (Body) / 2016 ab 750 € gebraucht ca. 2100 (Body) / 2016 ab 1800 € neu
Format FX FX
aktueller Gebrauchtpreis von ... bis
(deutsche Version) im Januar 2016
ca. 750-1000 (*) ca. 1500-1800 (**)
Aussenabmessungen 147 x 123 x 77 mm 141 x 113 x 78 mm
Gehäusematerial Schlagfester Kunststoff und Titan Schlagfester Kunststoff und Titan
Dichtungen gegen Feuchtigkeit ja ja
Staubschutz am Sensor ja ja
Gewicht ohne Objektiv, aber inclusive Akku/Speicherkarte 1055 Gramm, betriebsbereit
+ Gurt/Handgriff
840 Gramm, betriebsbereit
+ Gurt/Handgriff
Gewicht inclusive Nikon 28-300 Reisezoom ca. 1915 Gramm, betriebsbereit laut Nikon
+ Gurt/Handgriff 
ca. 1700 Gramm, betriebsbereit laut Nikon
+ Gurt/Handgriff
Auflösung in Pixel 12.100 (effektiv) 24.900
ISO von... bis ... 200-6400 (automatic) / 100-12.800 manuell automatic bis 12.800 / manuell 100-25.600
Rauschfrei bis  ... Pixel rauschfrei bis 3.200 /
bis 6.400
mit leichten Einschänkungen.
Mehr sollte nicht sein.
rauschfrei bis 3.200 /
bis 6.400
mit leichten Einschänkungen und bis 12.800 gut machbar
Belichtungszeit 30 Sek - 1/8000 30 Sek. - 1/4000
Monitorgröße 3 Zoll TFT mit 920.000 Bildpunkten 3,2 Zoll mit 1.229.000 Bildpunkten
Live View nein ja, bequem über Taste
Bildschirmschutz Nikon Kunststoffabdeckung Panzerfolie (optional)
Dioptrieeinstellung ja ja
Eingebauter Hilfsblitz ja ja
Blitzschuh für ext. Blitz ja ja
Bildfeldabdeckung 95% 100%
Raw, JPG (mit Bildgröße) 4.256 x 2.832 Pixel (3:2)
3.148 x 2.120 Pixel (3:2)
2.128 x 1.416 Pixel (3:2)
von 6.016 x 4.016 Pixel (3:2)
      6.016 x 3.376 Pixel (16:9)
bis 1.968 x 1.312 Pixel (3:2)
     1.968 x 1.112 Pixel (16:9)
Ausgangsformat in cm 24 x 36 cm (kleiner als DIN A 3 / 29,7x42) 34 x 51 cm (größer als DIN A 3 / 29,7x42)
Dateigröße in Mbit 5-7 Mio 20-22 Mio
Natürliche Farben ja, bei Raw und JPG Ja bei RAW, und auch bei JPG
Weißabgleich ja ja
Selbstauslöser ja ja
300 dpi Bildspeicherung   ja ja
Copyright-Kennzeichnung ja ja
Active-D-Lightning ja, mehrere Stufen ja, mehrere Stufen
AI/AIS Objektive /Auswahl im Menü ja, Schnellauswahl über Ínfotaste möglich ja, Schnellauswahl über Ínfotaste möglich
AI/AIS-Aufnahmen im Programmmodus (P) ja, außerdem manuell, A und S nein, nur manuell A und S
AI/AIS-Aufnahmen mit Blitz ja, im Programm-Modus möglich ja, aber nur manuell
Messfelder Autofocus 51, davon 11 Kreuzsensoren 51, davon 15 Kreuzsensoren
Motivprogramme nein ja, aber wer braucht das?
Akku EN-EL 3e (Lithium-Ionen) bis etwa 600 Aufnahmen EN-EL15 (Lithium-Ionen) bis etwa 1200 Aufnahmen
Aufnahme-Bereitschaft nach... Sek nicht erfasst, aber sehr schnell nicht erfasst, aber sehr schnell
Bilder pro Sek  5-8 6,5 (Nikon), Praxis bis 7 Bilder/Sek
Puffer RAW nicht erfasst 12 Bilder in Serie
Puffer JPG (größtes Format) in der Praxis 18 Bilder in Serie 44 Bilder in Serie
Farbtiefe 48Bit 36Bit
Speicherkarten  Compact Flash SD (SDHC, SDXC, UHS I)
Speicherkartenschächte (Anzahl)    1   2
Monitor ausklappbar  nein ja - 90 Grad nach oben/unten
Video nein ja mit 24 25 30 50 60 Bildern/Sek
Videoformat nein  MOV / Full HD
Anschluss Micro nein ja
Anschluss Kopfhörer nein ja
GPS extern (optional) (***) extern (optional) (***)
Kamera konzipiert für ... Clicks 150.000 100.000
Dioptrieneinstellung ja ja
Motivprogramme nein ja , bringt aber m.A. nach nichts
Infotaste ja ja
Taste für Belichtungsmessung ja ja
Taste für Autofocusmessung ja nein
Taste für Weißabgleich ja ja
Taste für Mode ja nein
Taste für ISO-Auswahl ja ja
Taste für Qualititätsauswahl ja ja
AE-L/AF-L Taste ja ja
Bluetooth nein, stört mich aber nicht ja, gut zum Datenaufbau mit Smartphone
Sucher verschließbar ja. Gut gegen Staub und Feuchtigkeit nein, schlecht bei Verwendung von Liveview
Stativgewinde ja ja
Videoaufnahmen mit der
Nikon D750
Video geht heute mit jeder mo- dernen digitalen Pocketkamera, aber die bietet nicht die Möglich- keiten einer D750, was die Bild- qualität, und die Nutzung von Brennweiten anbelangt. Videos werden erst dann interessant wenn man Objektive vom extremen Weitwinkel bis zum Teleobjektiv verwenden kann. Ideal auch mit Festbrennweiten und der Nutzung der Tiefenschärfe bei großen Blendenöffnungen, um qualitaiv hochwertige Werbe-, Dokumen-tations-, oder Studiofilme zu drehen. Das geht. Die Canon 5D hat das zuerst vorgemacht. Die D750 ist in dieser Disziplin her-vorragend, auch wenn noch kein 4K möglich ist..
Bei Videoaufnahmen ist ein Stativ zu empfehlen. Freihandaufnah-men sind meist ziemlich ver- wackelt. Ein Fotoapperat liegt nun mal anders in der Hand als ein hochwertiger Camcorder. Aber klar, geht auch das, etwa zu Reportagezwecken in den Bereichen Sport, Krieg, Action, Unterwasseraufnahmen, usw. Für Fotoapperate gibt es schließlich auch geeignete Schulterstützen, um sie auszupendeln, und um die Kamera ruhig zu halten.
Hochwertige HD-Videos: Ich empfehle mal im Netz nach entsprechenden Videos zu suchen. Das ist beindruckend
und man kann viel daraus lernen, wie ein gutes Video zu drehen ist. (Schnitt, Blickwinkel, Totale, Ton, Musik). Weil das  ein so ganz anderes Metier ist, als die Fotografie, muss man sich mit
der Technik des Video ernsthaft auseinandersetzen, sonst bringt das nicht viel. Ganz klar gehen auch Videoblogs.
Mikrofone: Schön klein auf der Reise ist das Nikon Micro (ca. 110 €). Sehr gut sind Rode (SVM Pro und Pro Rycote, je 200 €) und der Zoom Handy Recorder H1 (100 €). Für höchste Ansprüche gibt es das Zoom H5 oder H6 (ab 350 €).
Es gehen natürlich auch andere Microfone dran. Sie sollten einen Klinkenstecker haben. Falls die Größe nicht passt, kriegen Sie
im Technik-Fachhandel einen Adapter (ca. 2 €). So mache ich das auch. Ich habe mit dem kleinen Fuji Micro ST 01 sehr
gute Erfahrungen gemacht. In Kombination mit dem Zoom Handyrecorder H5/H6 kann man den Ton des Recorders auf dem Rechner auch schön synchron und in Stereo einspielen.
Um den Zoom H5/H6 an der Kamera zu befestigen braucht man eine Zusatzschiene mit zwei Kameraschrauben. (Das be- kommt man im Fotofachhandel (ca. 10 €). Dann kann man mit zwei Microphonen aus der Hand filmen oder wahlweise vom Stativ. Der Stereoton des H5/H6 erlaubt auch sehr hochwertige Tonauf-nahmen in Studioqualität.
Handling und andere Unterschiede
Das niedrigere Gewicht der D750 wirkt sich auf der Reise sehr positiv aus. Die Stabilität leidet darunter nicht. Der vorgewölbte Handgriff der D750 liegt noch etwas besser in der Hand als bei der D700. Nur bei extrem großen Händen ist die Kamera etwas klein
Deutlich verbessert hat Nikon den Akku der D750, der nun bis 1200 Aufnahmen reicht. Active D-Lightning, um Kontraste und Auflösung zu steuern haben beide. Anders als bei der D700 setzt die D750 im JPG Modus angeblich die Sättigung der Farben hoch. Bei der Umwandlung der Bilder in den CMYK Modus macht das durchaus Sinn. In der Praxis habe ich davon nichts bemerkt. Bei gleichen Einstellungen wirken die Bilder sogar etwas matter als bei Nikon D700 (siehe Vergleichstest).
Ein deutliches Plus in der Praxis sind der Klappspiegel, der Liveview und die Videofunktion der D750 (Bildraten 24/25/30/50/60). Es gibt ausserdem einen Microeingang und einen Kopfhörerausgang.
Ich muss es noch einmal betonen. Mir fehlt an der D750 die Möglichkeit AI / AIS Objektive im Programm-Modus zu verwenden. Das ist aus meiner Sicht ein großes Manquo, ebenso wie die fehlende 1/8000 Sek. Wenn das an Bord wäre, wäre die D750 fast perfekt.
Das Klappdisplay der D750 ist eine hervorragende Funktion, weil es Aufnahmen aus der Frosch-perspektive oder über Kopf erleichtert. Auch in der Street-fotografie super, weil unauffällig. Bei intensiver Sonneneinstrahlung ist die Funktion deutlich einge- schränkt. Leider wird bei AI/AIS Objektiven die Belichtungs- anzeige nicht auf dem großen Display eingeblendet.
Die Bildqualität in Vergleichsbildern
unter den Aspekten von Farbe, Schärfe, Auflösung, Detailtreue
1. Sonne/hoher Kontrast (Bildserie 1 inclusive Ausschnittsvergrößerung (Bild-Auflösung)  (Tageslicht)
  2.
Kunstlicht und Auflösung/Schärfe  /  3. monochrome Farben  /  4. Dämmerung/Nacht
5.
Bilder bei Wolkenhimmel  /  6. Blitz  /  7. High ISO  /  8. Extremtele  / 9. Schlechtwetter  / 10. Gegenlicht
Zum Vergleich sind die Aufnahmen jeweils mit demselben Objektiv und in derselben ISO-Empfindlichkeit aufgenommen
Bilder: links D700, rechts D750  (alle Bilder unbearbeitet, aber auf 72 dpi runtergerechnet, verkleinert und fürs Internet optimiert, um die Ladezeiten gering zu halten. Leider sind dadurch auch gravierende Unterschiede in der Bildqualität minimiert worden,
so dass die Bilder in Ergänzung zu Text zu lesen sind)
Vergleichsbilder:

Mit Nikon D700 gebraucht (aber generalüberholt) und mit Nikon D750 (neu) jeweils bei gleichen Einstellungen (Ausnahme maximale ISO-Empfindlichkeit)
D700  / ISO 200 / Blende 16 / 1:250 Sek / AI 35mm
Die Schatten sind etwas tiefer
D750  / ISO 200 / Blende 16 / 1:250 Sek / AI 35mm
Der Kontrast ist etwas mauer
Dito  (Ausschnittsvergrößerung A)
Der höhere Kontrast wirkt, als wenn das Bild schärfer ist
Dito (Ausschnittsvergrößerung A)
Die Farben sind insgesamt weniger intensiv
Dito  (Ausschnittsvergrößerung B)
Die Sättigung ist besser
Dito (Ausschnittsvergrößerung B)
Dito  (Ausschnittsvergrößerung C)
Sehr scharf, schön kontrastreich
Selbst die Messerätzung ist gut zu lesen
Dito  (Ausschnittsvergrößerung C)
Kann natürlich sein, dass die Schärfe nicht ganz exakt
eingestellt ist
Bildserie 1 - Aufnahmen unter idealen Lichtbedingungen
Obstteller mit starken Farb-kontrasten bei heller Sonne (im linken Bild etwas leuchtender
als im Rechten (weil die Sonne etwas mehr rausgekommen ist). Der Bildwinkel wurde leicht verändert (Freihand), so dass wegen der Spiegelung nur im linken Bild der Schriftzug des Messers erkennbar ist.
Alle beiden Bilder wurden im JPG Modus (Large) und unter den gleichen Bedingungen aufgenommen
Alle Bilder wurden für das Internet von 300 DPI auf 72 DPI und die effektive Bildgröße auf 367 Pixel Breite heruntergerechnet.
Erste Reihe: Originalbild
A) Ausschnittsvergößerung
B) Ausschnittsvergrößerung
Bildergebnis:
Die Farben bei der D700 wirken etwas leuchtender und brillianter. Die Schatten sind etwas tiefer,
die Poren der Orange etwas deutlicher.
Auch in der Ausschnitts-vergrößerung A) und B) sind die Unterschiede nicht prägnant
Bei der Ausschnittsvergrößerung C) ist der Unterschied allerdings deutlich.
Die D700 (im Bild links C) schneidet deutlich besser ab. Das Bild links ist immer noch scharf (mit minimalen Verlusten)
Das Bild der D750 (rechte Seite) hat deutliche Verluste in der Schärfe und Auflösung trotz der höheren effektiven Pixelzahl. Vielleicht ist die Schärfe nicht exakt eingestellt (vergl. Bild-
reihe 5)
Auch die bessere Farbtiefe der D700 spielt eine Rolle. Den Schriftzug im Messer kann man wegen der Spiegelung hier nicht bewerten.


Für Farbintensität, Schärfe, und Auflösung gehen unter Standardeinstellungen zunächst 3 Punkte an die
Nikon D700
D700 / 1600 ISO / 1:25 Sek / Blende 8
D750 / 1600 ISO / 1:640 Sek / Blende 2,8
In der extremen Ausschnittsvergrößerung zeigt sich, dass die D700 in der Auflösung leicht unscharf und unklar wird
Man sieht das allerdings nur in der Pixeldarstellung
(Schärfe exakt eingestellt)
In der extremen Ausschnittsvergrößerung zeigt sich, dass die D750 in der Auflösung ein gutes Korn zeigt (hier bei 1600 ISO)
Die Pixel sind deutlich zu sehen (Auflösung besser)
(Schärfe exakt eingestellt)
Bildserie 2 - Kunstlicht und Auflösung (Details, Schärfe)
Beides mit ISO 1600, aber Bild links in P, Bild rechts in Manuel. Beides Mal mit 20mm AIS Objektiv, aus der Hand. Warum der Blickwinkel links weiter ist, kann ich jetzt nicht sagen. Muss ich wohl beim rechten Bild einen Schritt vor gegangen sein. Beide Kameras schlagen sich bei Kunstlicht hervorragend
Deutlich wird aber auch, dass links mehr Gelbtöne enthalten sind. Im rechten Bild (D750) sind die Farben eher wie Tageslicht dargestellt, was für eine klarere Farbgebung spricht und etwas geschickter ist.
Wegen der neutraleren Farbgebung und Anpassung an Tageslichttöne würde ich den Punkt an die Nikon D750 geben
 
Wegen der besseren Auflösung und Schärfe gehen 2 Punkte zusätzlich an die Nikon D750
Bild Nikon D700 / 35mm / 1600 ISO / Blende 22 / 1:500 Sek
Farbe gelb relativ leuchtend
Bild Nikon D750 / 35mm / 1600 ISO / Blende 22 / 1:640 Sek
Farben gelb und grün relativ matt
Bildserie 3 - Monochrom
Bei monochrome Bildern ver-sagen die meisten Kameras. Nikon schlägt sich recht gut.
Hohe Auflösung von Fardetails.
Es gibt aber eine deutliche Verbesserung, wenn mindestens eine Komplementärfarbe im Bild verwendet wird. Beide Bilder Anfang April. Heller Sonnen-schein, 14,45 Uhr. Die Bilder brauchen etwas Bearbeitung, damit sie besser leuchten. Ver- gleiche dazu auch Punkt "Erhö- hung der Dynamik bei D750")
Einstand. Je 1 Punkt für D700 und D750
D700 / 3200 ISO / Blende 2,8 / 1/60 Sek / AI 35mm
D750 / 3200 ISO / Blende 2,8 / 1/50 Sek / AI 35mm
Bildserie 4 - Dämmerung
Anfang April 20,45 Uhr, starke Dämmerung /Restlicht, Bilder mit Festbrennweite 35 mm.
So schön das überhöhte blau im linken Bild auf den 1. Blick erscheint, ist das Licht unnatür-lich.Schön ist allerdings der Kontrast. Im Bild rechts ist die Farbe natürlicher, denn tatsäch- lich ist um diese Zeit kaum mehr Farbe vorhanden.
Dieser Punkt geht deshalb unter Standardeinstellungen an die Nikon D750
Bild Nikon D700 / 35mm / 200 ISO / 1/160 Sek / Blende 5,6
Bild Nikon D750 / 35mm / 200 ISO / 1/160 Sek / Blende 6,3
Das fordert eine Erhöhung der Kontraste in den EInstellungen
Bild Nikon D700 / AI 35mm / 200 ISO / 1/50 Sek / Blende 5,6
Bild Nikon D750 / AI 35mm 200 ISO / 1/80 Sek / Blende 5,6
Bildserie 5 - bedeckter Himmel bei sehr geringen Farbkon- trasten (hier nur braun- und Grüntöne
Bilder im Sonnenschein kann jede Kamera, aber bei Bildern mit bedecktem Himmel (zumal
wenn sie fast monochrom sind, wie in den Bildern links), da scheidet sich die Spreu vom Weizen. Alle Bilder sind mit AI 35mm und 200 ISO bei manu- eller Einstellung aufgenommen. Diesmal ist die Lichtmenge bei allen Bildern identisch. Tageszeit ca. 15,45 Uhr, Anfang April
Bei beiden Bildern ist das Bild links (mit D700) deutlich kontrastreicher.
Man kriegt die Bilder mit der D750 zwar auch so hin, muss sie dann aber mit Fotoshop bearbeiten (Erhöhung von Kontrast + Sättigung)

Für den Printbereich würde man Kontrast, Helligkeit und Sättigung bearbeiten, weil solche Bilder ohne Sonne trist wirken.

Dieser Punkt geht bei Farb-intensität und Kontrast unter Standardeinstellungen an die Nikon D700
Nikon D700 / ISO 200 /1/50 / Blende 4,5
Nikon D750 /, ISO 200 / 1/60 / Blende 5
Das fordert eine Veränderung der Brillanz in den Einstellungen
Bildserie 6 - Blitz, Sättigung
Mit Nikon AF 28-105 bei ISO 200, auf Automatik, AF und mit SB 800
Die Farben und die Belichtung mit der Nikon D700 stimmen. Beim Bild rechts ist das Bild etwas zu hell und muss im Fotoshop/ Lightroom/Capture NXD geringfügig nachgearbeitet werden (Helligkeit/Kontrast jeweils 1-2%)
Auch dieser Punkt geht unter Standardeinstellungen an die Nikon D700
Nikon D700 / AI 35mm / ISO 6400 / Blende 22 / 1/1250 Sek.
Die Auflösung ist in den Standardeinstellungen bei der D700 allerdings besser als bei der D750 im Bild rechts
Nikon D750 / AI 35mm / ISO 6400 / Blende 22 / 1/2500 Sek
Die Nikon D750 hat allerdings ISO 12800 (während die Nikon D700 bei ISO 6400 aufhört) .... Deshalb geht auch ein Punkt an die Nikon D750
Bildserie 7 - High ISO,
Wolkenhimmel und Landschaftssilhouette.
Aprilwetter. Spätnachmittags, ca. 17,30 Uhr. Wolkenformationen gehören fotografisch zu den schönsten Motiven, sind aber nicht immer einfach zu foto- grafieren.
Die Ergebnisse sind bei beiden kameras ziemlich gleich.
Auch dieser Punkt geht unter Standardeinstellungen an die Nikon D700
D700 / ISO 3200 / Blende 8 / 1/320 Sek / Tele 560mm
Schwarz, weiß und rot mit Schattierungen sehr gut
das Grün der Wiese etwas zu grün
D750 / ISO 3200 / Blende 8 / 1/320 Sek / Tele 560mm
Schwarz, weiiß und Schattierungen mäßig
das Grün der Wiese eindeutig zu braun und matt
= das erfordert eine Veränderung der Einstellungen
D700 / Dito, Detail, sehr stark vergrößert
D750 / Dito, Detail, sehr stark vergrößert
Bildserie 8  - Extremtele (Störche bei schwierigen Lichtverhältnissen)
Starker Ausschnitt mit zusätzlichem extremem Bildaussschnitt (unten)
(Originalbild)
Daten: Teleobjektiv 560mm bei ISO 3200 / Himmel wolken-bedeckt (Aprilwetter), kurz vor einem heftigen Schauer. Starke Ausschnittsvergrößerungen in den Bildern unten zeigen Schwächen in der Schärfe und Verpixelung.
In der Bildserie A liegt das Bild mit der Nikon D700 (links) sowohl in der Zeichnung, wie auch in der Farbe und den Kontrasten deutlich vorn
Schaut man sich die untere Bildserie in dieser sehr extremen Ausschnittsvergrößerung an, so wiederholt sich der Eindruck.
Deshalb geht hier erneut
1 Punkt an die Nikon D700
wird nachgereicht
wird nachgereicht
Bild Nikon D700
Bild Nikon D750
Bildserie 9 - Schlechtwetter / Unwetter / Sauwetter / Minimallicht und grau in grau
xxx
wird nachgereicht
wird nachgereicht
Bild Nikon D700
Bild Nikon D750
Bildserie 10 - Gegenlicht
xxx
Welche Objektive verwende ich? (Focus Reisefotografie)
-    Standardzoom: Da ist zunächst einmal das schon recht betagte AF-D Objektiv 1:3,5-4,5 / 28-105 (Vollformat). Ich
     habe das bereits an der D700 geliebt. Sehr scharf, und ein recht schneller Autofocus. Es ist sehr kompakt und hat
     eine fabelhafte Auflösung. Gebraucht bekommt man das unter 200 €. Da kan man nicht motzen. Der Brennweiten-
     umfang deckt das meiste ab, was man im Alltag braucht, wie Produktfotos, Porträts, Landschaftsaufnahmen,  
     Familie oder Streetfotografie. Es gibt neuere AF-S-Zooms, aber das 28-105 (das bereits in den 90er Jahren auf den
     kam) kommt fast an die Qualität der Festbrennweiten heran..
-    Als Lieblings-Reiseobjektiv verwende ich das Nikkor AF-S ED 1:3,5-5,6 / 28-300mm VR (Vollformat). Ein Universal-
     zoom, das wirklich gut einsetzbar ist, auch wenn es ein wenig schwer ist. Es ist vergleichsweise kompakt, der Auto-
     focus ist schnell und genau, und erstaunlicherweise ist das Objektiv mit ca. 900,-- € NP auch bezahlbar.
-    Dann ist da noch das Sigma APO DG 1:4,5-5,6 80-400mm mit Sigma Konverter 1,4fach EX. Sehr gut, aber auf der
     Reise zu groß und zu schwer. Dann lieber alternativ die D300 (s) / D500 als Zweitkamera in Verbindung mit dem
     28-300 = 42-450mm im Gepäck. Das reicht, wenn ich etwas näher ranzoomen will.

-    An Festbrennweiten nutze ich am liebsten AI/AIS Objektive mit Metallfassung (alle AF-S-Vollformat-Festbrennweiten
     hab ich wieder verkauft). Sowohl D700, wie D750 erlauben eine Einstellung im Menü, mit Schnellauswahl über die Fn-
     Taste. Über die manuelle Auswahl der Blende habe ich direkten EInfluss auf die Tiefenschärfe, bzw. das, was man
     heute Bouquet nennt. Nur in der Streetfotografie ist die manuelle Schärfeneinstellung etwas hinderlich, weil die Schnellig-
     keit der Focusssierung fehlt. Das macht aber bei 28 oder 35mm nicht so viel aus, weil man die Entfernung bequem
     voreinstellen kann (bei Blende 11/16/22 gibts ausreichend Tiefenschärfe, so dass man sich nicht um ein scharfes Bild  
     kümmern muss). Bequemer ist da allerdings das  AF-S 35mm, das die Schärfe per Antippen des Auslösers einstellt.

     Bei manuellen Objektiven sind sehr schön
-   das Nikkor AIS  1:2,8/20mm (minimalste Stürze, sehr scharf, sehr gute Auflösung)
-   das Exacta (manuell) AIS  1:2,8/24mm Macro (minimalste Stürze, extrem scharf, sehr gute  Auflösung)
-   das Nikkor AI    1:2,8/28mm (extrem scharf, sehr hohe Auflösung, sehr gut in der Reisefotografie)
-   das Nikkor AIS 1:2,8/35mm (sehr scharf, sehr hohe Auflösung, sehr gut in der Reisefotografie)
-   das Nikkor AI    1:1,4/50mm (Lichtstarkes Normalobjektiv, sehr scharf, sehr gute Auflösung)
-   das Nikkor AIS 1:2/85mm (sehr gut für Portraits, extrem scharf, sehr gute Auflösung)
-   das Nikkor AI   1:2,8/135mm (ein leichtes und kompaktes Tele, extrem scharf, sehr gute Auflösung)
-   das Nikkor AI   1:4/200mm (relativ leicht, sehr kompakt, gut aber nicht brilliant), mit Konverter 280/320/400mm
-   das Nikkor AI   1:4/80-200mm (extrem scharf, sehr gute Auflösung, vergleichbar dem AF-S 1:2,8/80-200). Leider nicht
                           mit Konverter zu verwenden
    Meine bevorzugte Festbrennweite für die Reise (in der Ergänzung von Zooms) ist das AIS 20mm.
Der  Verdacht, dass die Objektive (die an der D700 funktionieren) nicht alle an der D750 verwendbar sind (wegen der höheren Pixelzahl von knapp 25 Mio), hat sich übrigens nicht bestätigt. Sowohl die AI / AIS Objektive, wie auch die o.g. Zoomobjektive Nikkor AF 28-105, AF-S 28-300 und Sigma 80-400 DG lassen sich perfekt an der D750 verwenden. Nur das Sigma 12-24 DG hat hinsichtlich der Auflösung, Farbgebung und Schärfe ähnliche Schwächen wie an der Nikon D700 (zum Vergleich: an APSC ist das Sigma 12-24 DG sehr gut). Sei 2012 hat Sigma die Produktlinien verändert (Contemporary, Art und sports.) Die anspruchsvolle Art Linie dürfte für die D750 passen, bietet aber noch keine 12-24 Brennweite. Da empfehle ich für anspruchs- volle Aufnahmen eher die Nikon Originallinse AF-S Nikkor 14-24 1:2,8 G ED (kostet ab 1200 €, ist aber leider für die Reise groß und schwer).
Bisherige Summe der Punkte
In der Ausstattung gibts für die Nikon D700  5 Punkte und für die
Nikon D750  6 Punkte
In der Bildqualität gehen bisher an die
Nikon D700  9 Punkte und an die Nikon D750  4 Punkte
Verwendung von Objektiven
Da bei der Nikon D750 bei der Verwendung von AI / AIS Objektiven kein Programm- Modus möglich ist, empfehle ich an der Nikon D750 die Verwendung von AF- S Objektiven. Das gilt auch
für den Videomodus und ins- besondere für den Blitzmodus.
Natürlich können Sie AI / AIS Objektive an der D750 ver- wenden, aber nur im Modus
M, A und S.
Bei der Reisefotografie ist das ziemlich egal (außer, wenn es besonders schnell gehen muss.
An der Nikon D700 können sie die AI / AIS Objektive fast genauso einsetzen wie AF-S Objektive. Das gilt auch für
die Verwendung mit Blitz im Programm-Modus (P)
.
Vorläufiges Urteil:  Bisheriger Testsieger: Nikon D700
Die Überraschung ist perfekt. In den bisherigen Bildergebnissen schlägt die alte D700 die hochgelobte D750 in fast allen Kategorien. Insgesamt fehlt bei den Bildern der D750 die letzte Brillianz und Schärfe, die das Bild zu etwas Besonderem macht (auch wenn das Objekt in einigen der vorgestellten Bilder nicht der Kracher sind) .Lediglich in der ISO Rate und bei Nacht- aufnahmen kann die D750 punkten. So bleibt im Endergebnis zunächst nur, dass die D750 im Bereich Video, Klappspiegel und ISO einen deutlichen Vorsprung hat.
So stellt sich die Frage, ob man die Bildergebnisse bei der D750 durch andere Einstellungen deutlich verbessern kann. Ich muss ja eins zugestehen. Durch den jahrelangen Gebrauch der D700 habe ich für meine D700 die besten Einstellungen herausgefunden und voreingestellt. Jede Kamera ist anders. Bei der D700 muss die optimale Einstellung vielleicht erst noch herausgefunden werden. Bislang sind die o.g. Bilder bei den beiden Kameras mit denselben Einstellungen gemacht worden. In den folgenden Bildserien werde ich deshalb bei der D750 zum einen das Active D Lightning verändern, zum andern die Konfiguration von Neutral auf Standard und Brilliant stellen. Außerdem kann ich die Farbtemperatur generell etwas in den gelb-rot-Bereich verschieben (Weißabgleich) und die Helligkeit verändern + / - 0,3  bzw    + / - 0,7 dürfte ausreichen).
Selbstverständlich kann man die Bilder auch im Fotoshop (Lightroom / Capture NX-D) einzeln bearbeiten, aber zunächst sollte das aufgenommene Bild (mit den vorgegebenen Einstellungen) möglichst optimal sein, bevor dann eine zusätzliche Bearbeitung mit der Software notwendig wird. Eins muss man Nikon aber generell zugestehen, Der Dynamikumfang der Bilder ist so, dass eine spätere Bearbeitung mit Photoshop fast jedes Bild ansehnlich werden läßt. Voraussetzung ist allerdings ein geeignet es Kali- brierungsprogramm für Ihren Monitor (z.B. X-rite).
Vergleichsdaten
Zwar waren die Grundein-stellungen bei den Aufnahmen gleich, aber der bisherige Vergleich war trotzdem nicht ganz fair, weil jede Kamera anders ist, und die optimalen Einstellungen der D700 einfach auf die D750 übertragen wurden.
Deshalb empfehle ich bei jeder neuen Kamera grundsätzlich diverse Einstellungen auszu- testen, bis man das Ergebnis hat, mit dem man zu hundert Prozent zufrieden ist

Das gilt für jede Kamera !!!

Erhöhung der Dynamik bei der D750
Nikon D750 / Bild 1  /  Konfiguration "Neutral" / Active D-Lightning auf Stufe "verstärkt" / Farbtemperatur (Automatik)
auf Stufe 0.
Nikon D750 / Bild 2: Veränderte Einstellung: Konfiguration: "Standard" / sonst identisch = höherer Kontrast
Nikon D750 / Bild 3: Veränderte Einstellung: Konfiguration "Brillant" / sonst identisch = noch höherer Kontrast
& leuchtendere Farben
Nikon D750 / Bild 4: Veränderte Einstellung: Konfiguration "Brillant" / Active D-Lightning auf Stufe "extra stark"  / Farbtemperatur auf Stufe 0 = Farbe relativ leuchtend,
Kontrast etwas minimiert zu Bild 3
Nikon D750 / Bild 5: Veränderte Einstellung: Konfiguration "standard" / Active D-Lightning auf Stufe "extra stark" 
= Kontrast minimiert aber Farbe besser als Bild 1
Wie Bild 5 aber die Sättigung wurde im Fotoshop auf 12 % hochgesetzt / Helligkeit -5, Kontrast + 20
= erst jetzt beginnen die Gelb-Farben an zu leuchten
Bild 3 ("Brillant" + "verstärkt") in 200-facher Vergrößerung
zeigt in den Details eine sehr gute Schärfe und Halbtondurchzeichnung bei den Grün-Tönen
Die Kontraste wirken richtig echt
Bild 4 ("Brillant" + extra stark") in 200-facher Vergrößerung
zeigt in den Details eine sehr gute Schärfe und Halbtondurchzeichnung bei den Grün-Tönen
Die Kontraste wirken etwas zu stark
Auswertung der Bildreihe "Erhöhung der Dynamik bei der D750": 
Bild 1 wirkt ziemlich
eintönig und farblos
Bild 2 Die Konfiguration "standard" hat schon mehr Kontrast und  Durchzeichnung und empfiehlt sich für den Alltagsgebrauch
Bild 3 Die Konfiguratiohn "brillant" hat deutlich mehr Farbe und Kontrast. Das ist schon ziemlich gut. Aber die Farben
          leuchten bei der gewählten Farbkontrastauswahl noch nicht überzeugend (vergl. dazu die Bilder in groß)
Bild 4 In der Active-D-Lightning Funktion "extra stark" wird der Kontrast aus Bild 3 wieder etwas reduziert
Bild 5 Dasselbe in der Konfiguration "standard" bei Active-D-Lightning "extra stark". Auch das verringert die Kontraste insgesamt
        etwas und wirkt in der Farbkombination gelb-grün nicht überzeugend
Fazit: Schon die veränderte Konfiguration auf "Standard" und "Brillant" bringt deutlich bessere Ergebnisse als in der Konfiguration "neutral". Wird das Active D-Lightning dann noch auf "extra stark" gestellt, bringt das
eine bessere Durchzeichnung bei den
Halbtönen. Erst die Bearbeitung in Photoshop bringen die Farben bei diesem Motiv zum Leuchten.
Trotzdem haben beide Kameras (wie in der Bildserie 2 zu sehen ist) deutliche Defizite bei der Darstellung. Die Gelb-Farben leuchten nicht so recht, trotz heller Sonne. Dafür braucht es eine zusätzliche Bearbeitung in Photoshop und eine Komple-mentärfarbe, sonst ist die Kamera in diesem Fall überfordert (und das gilt genauso für die D700). Wie der Bildvergleich in der Serie 2 zeigt, sind aber beide Kameras auf Augenhöhe, wenn die Konfigurationen der D750 etwas angepasst werden. Die 200-fache Vergrößerung der in der Bildserie Nr. 3 und 4 zeigt in den Grün-Tönen aber eine sehr gute Durchzeichnung (siehe Kommentar im Kasten rechts, farblich unterlegt)
Wer will kann bei der D750 auch zusätzlich die verschiedenen Motiv-Programme nutzen, wie Landschaft, Portrait, Herbstfarben, Schnee, usw. Man sollte zu Beginn zumindest einige Testaufnahmen machen, und die Ergebnisse vergleichen. Allerdings sind das immer wieder Zusatzeinstellungen, die angepasst werden müssen. Probieren Sie das einmal aus. Kann ja nicht schaden.
Erhöhung von Dynamik, Farbumfang, Kontrast, Halbtonwerten und Farbintensität bei der D750
Ich bin ein Freund von stimmigen Grundeinstellungen, bei denen man nicht ständig ins Menü gehen muss, um die Konfigurationen anzupassen.

Machen Sie mit der D750 auf jeden Fall diverse Testreihen bei unterschiedlichem Wetter und mit unterschiedlichen Bedingungen, bis Sie die optimale Bildqualität eingestellt haben.

Die Bilder links zeigen einen starken gelb-grün-Kontrast, ohne eine Komplementärfarbe rot. Recht schwierig.
Es geht hier lediglich um einen Vergleich der Bildergebnisse bei unterschiedlichen Einstellungen.

Um die Unterschiede zu sehen, muss man allerdings ziemlich genau auf Details achten, wie Farbintensität, Kontrast und Schärfe.

Die Bilder links wurden bei bei  guten Bedingungen aufgenom-men. Zeit 14,45 Uhr, Himmel sonnig, Bildobjekt monochrom (zweifarbig) / ISO 1600 / Objektiv Nikon AF 28-300 (Brennweite ca. 80 mm) / Belichtung manuell

Selbstverständlich kann man
auch die Helligkeit etwas anders einstellen, wenn man auf manu-elle Belichtungseinstellung geht oder mittels der +/- Taste z.B. um o,3 / o,7 Punkte verändern. Das wirkt sich dann auf alle Bilder als generelle EInstellung aus.

Ergebnis der Testreihe:

Stimmen die Grundeinstellungen, so können die Bildergebnisse mit der D750 deutlich verbessert werden. Damit zieht die D750  in der Bildqualität wieder mit der D700 gleich, was Farbe, Ton- umfang, Schärfe und Brillanz betrifft. Ein echte Brillanz wird man ohne Nutzung einer Komplementärfarbe allerdings kaum hinbekommen. Das geht annähernd nur bei zusätzlicher Bearbeitung in Photoshop.
Rechnet man die Bilder fürs Web auf 40% herunter, so ist ein stärkerer Kontrast und eine stärkere Dynamik von Vorteil
(Bild 5 rechts)

Die 200-fache Vergrößerung (Bildserie links) zeigt jedoch,
dass sich die Nikon D7550 unter den veränderten Einstellungen sehr gut schlägt, was Schärfe
und Halbtondarstellung in den Grüntönen angeht. Das ist sehr vielversprechend und beweist, dass bei der D750 nach oben noch genug Luft in Richtung von Qualitätsverbesserungen ist, wenn die Einstellungen erst einmal richtig ermittelt sind. Auch die Randschärfe ist bei diesen beiden Beispielfotos schon ziemlich gut.
Die verbesserte Brillanz bei der D750 soll  in den Einstellungen "Standard" oder "Brillant" und Active D-Lightning  "verstärkt"
und "extra stark"mit einem weiteren Bildvergleich verdeut-
licht werden.
Zunächst ein Bild mit Nikor
28-300 (in Fotoshop leicht bearbeitet) aus derselben Reihe (Bild links). (Manuelle Aufnahme, Schärfeneinstellung per Hand, Ausschnittsvergrößerung 66,7 fach (Brillant + Extrastark). Wirkt gut, aber die Spitzlichter könnten noch etwas mehr Durchzeichnung vertragen. Auch hier wieder: Ohne zusätzliche Komplementärfarbe ist das ein schwieriges Objekt, weil die Gelbtöne sehr einheitlich sind und sich nur durch die Helligkeit der Sonneneinstrahlung unter- scheiden. Dann blassen sie aus (Spitzlichter). Da ist es zur Verbesserung des Bildes gut, wenn eine Biene oder ein Falter durchs Bild fliegt, die sich farblich deutlich von den Blüten abheben, oder eine Blüte roter Klatschmohn und eine blaue Kornblume einen deutlichen Fabkontrast setzt.
Das Bild links (mit D700 während einer Tour geschossen) zeigt, dass auch die Niklon D700 mit monochromen Bildern (hier Farbe Grün) ihre Schwierigkeiten hat, aber dass die wenigen Komple- mentär-Farbpunkte das Bild deutlich aufwerten (auch wenn es durch Veränderung des Kon- trastes und der Helligkeit im Fotoshop noch deutlich aufge-wertet werden kann). Zum Vergleich: Ich habe ähnliche Bilder mit der Fuji x30 gemacht (die als Premium-Pocket-Kamera gilt), und die reichen bei weitem nicht an die hier gezeigte Qualität der Nikon heran, weil die Fuji dazu neigt, Farbtöne bei monochromen Tönen zu überzeichnen (Giftgrün). Ich spare mir hier ein Vergleichsbild. Die Nikon brilliert hingegen mit sehr natürlichen Farben (wenn die richtige Einstellung erst einmal gefunden ist)

Die Werkseinstellungen der Nikon Kameras sind nicht immer genau dort, wo man sein optzisches Farbempfinden hat. Die Helligkeit kann mit der + / - Taste um 0,3, o,7 usw Schritten (bzw. +0,3 - 0,7 usw angepasst werden und wirkt sich dann auf alle Bilder auf, die man aufnimmt. Manche andere Kameras (wie z.B. die Fuji verwenden hierzu ein Drehrad für die Veränderung der Helligkeits-werte. Nikon löst das eben mit der + / - Taste.
Auch das sollten Sie zu Beginn Ihrer fotografischen Einstellungen austesten und generell einstellen.

1a. Bild Nikon D700
AIS 20mm / ISO 1250 / 1/800 Sek / Blende 16
1b. Bild Nikon D750
AIS 20mm / ISO 1250 / 1/1000 Sek / Blende 16
2a. Bild Nikon D700
AIS 20mm / ISO 2000 / 1/30 Sek / Blende 11
2b. Bild Nikon D750/ AIS 20mm
ISO 2000 / 1/200 Sek / Blende 5,6
3a. Bild Nikon D700 / 28-300mm
ISO 2000 / 1/1250 Sek / Blende 18
3b. Bild Nikon D750 / 28-300mm
ISO 2000 / 1/250 Sek / Blende 22
4a. Bild Nikon D700 / 28-300mm
ISO 2000 / 1/1600 Sek / Blende 20
4b. Bild Nikon D750 / 28-300mm
ISO 2000 / 1/2000 Sek / Blende 18
Bildserie 11 - erneuter Bildvergleich, diesmal unter angepassten Einstellungen (Erhöhung der Dynamik bei Nikon D750)
Bei Nikon D700 Einstellungen wie bisher "Standard" / SD
Bei Nikon D750 im Menü Picture Control Einstellung SD / Standard
Aufnahmebedingungen:
3x Sonnenschein, 1x Innen-aufnahme unter Kunstlicht (NEON)
1. Bildserie: Die D700 liefert wieder etwas sattere Farben
Rechnet man die Bilder fürs Web auf 40% herunter, so ist ein stärkerer Kontrast und eine stärkere Dynamik von Vorteil,
wie in Bild 1b
2. Bildserie: Die D700 liefert etwas gelbliche Farben. Der Kontrast ist insgesamt etwas höher. Die D750 liefert etwas braunere Farbtöne
3. Bildserie: Die Nikon D700 liefert eindeutig die natürlicheren Farben und den besseren Kontrast. Das Bild der D750 wirkt zu dunkel
4. Bildserie. Wieder liefert die D700 die klareren Farben, den besseren Kontrast und die bessere Helligkeit. Dennoch ist bei diesem Vergleich der Unterschied fast unwesentlich.
Rechnet man die Bilder fürs Web auf 40% herunter, so ist ein stärkerer Kontrast und eine stärkere Dynamik von Vorteil, wie in Bild 4b

Es wird deutlich, dass die Farbtiefe der D700 schlicht ein Stück besser ist als bei der D750.

Auch dieser Bildvergleich geht eindeutig an die D700

1b. Bild Nikon D750
AIS 20mm / ISO
1a. Bild Nikon D750
AIS 20mm / ISO
1c. Bild Nikon D750
AIS 20mm / ISO
1d. Bild Nikon D750
in Photoshop bearbeitet
2a. Bild Nikon D750/ AIS 20mm
ISO 1000 / 1/1250 Sek / Blende 11
2b. Bild Nikon D700 / 28-300mm
ISO 1000 / 1/1250. Sek / Blende 13
2c. Bild Nikon D750 / 28-300mm
ISO 1000 / 1/2000 Sek / Blende 14
4b. Bild Nikon D750 / 28-300mm
ISO 2000 / 1/2000 Sek / Blende 18
Bildserie 12 - erneuter Bildvergleich, diesmal unter angepassten Einstellungen (Erhöhung der Dynamik bei Nikon D750)
Alle Bilder D750
Aufnahmebedingungen bei den Bildern 1a-1d: bedeckter Himmel (Sonne hinter Wolken) /
Automatische Belichtung (P)
1a. Einstellung "Standard" / SD + Active D "automatisch"
1b. Einstellung "Brillant" / VI /
+ Active D "automatisch"
1c. Einstellung "Brillant" (VI) +
+ Active D "extrastark"
Wird Bild 1c in Photoshop bearbeitet (Bild 1d), muss man schon sehr sensibel vorgehen. Man kann das Ergebnis verbessern. Alles in allem ist
das Ergebnis von Bild 1a unübertroffen.
Rechnet man die Bilder fürs Web auf 40% herunter, so ist ein stärkerer Kontrast und eine stärkere Dynamik von Vorteil, wie in Bild 1d.
Ergebnis: In der Einstellung "Standard" wird das beste Bildergebnis erzielt. Die beiden anderen Bilder müssten in Photoshop nachgarbeitet werden
Aufnahmebedingungen bei den Bildern 2a-2d: tw. bedeckter Himmel (Sonne kommt raus, einzelne Bildteile tw. im Schatten von Bäumen) /
Automatische Belichtung (P)
2a. Einstellung "Standard" / SD + Active D "automatisch"
2b. Einstellung "Brillant" / VI /
+ Active D "automatisch"
2c. Einstellung "Brillant" (VI) +
+ Active D "extrastark"
Auch hier ist das Bild 2a in der "Standard" EiInstellung das Beste, allerdings dicht gefolgt von Bild 2d (=bearbeitetes Bild 2a)
Rechnet man die Bilder fürs Web auf 40% herunter, so ist ein stärkerer Kontrast und eine stärkere Dynamik von Vorteil, wie in Bild 1d.
Ergebnis: In der Einstellung "Standard" wird bei der D750 wieder das beste Bildergebnis erzielt. Die beiden anderen Bilder müssten in Photoshop nachgarbeitet werden
Die Nikon D750 zeigt sich insgesamt als abgespeckte Nikon D700, aufgewertet nur durch Klappspiegel und Videofunktion.
5a. Bild Nikon D750
AF-S 28-300mm (300mm) / ISO 1000 / 1:2000 Sek / Blende 5,6
5b. Bild Nikon D750
AF-S 28-300mm (300mm) / ISO 1000 / 1:2500 Sek / Blende 6,3
Ausschnittsvergößerung von Bild 5b (Faktor 100). Bild Nikon D750
AF-S 28-300mm (300mm) / ISO 1000 / 1:2500 Sek / Blende 6,3
Bildserie 13 - Bilder mit D750 (Erhöhung der Dynamik bei Nikon D750 in der Einstellung "Standard")
Alle Bilder D750 und mit Objektiv 28-300 in der stärksten Zoom-Einstellung (300mm)
Aufnahmebedingungen:
2x Sonnenschein, aber nicht übermäßig hell und knallend.
Automatische Belichtung
5a. Einstellung "Standard" / SD + Active D "automatisch"
5b. Einstellung "Standard" / SD + Active D "automatisch"
Die D750 kann durchaus optimale Bildergebnisse erzielen, wie man an den beiden Bildern 5a und 5b sieht, aber man braucht erhebliches Feingefühl, um die richtigen Einstellungen zu finden, und die Motive sollten auch die richtigen Farbwerte haben.
Ergebnis: In der Einstellung "Standard" wird immer noch das beste Bildergebnis erzielt.
Schaut man sich das Bild 5b in der Vergrößerung an (Faktor 100). so ist deutlich zu sehen, dass man für scharfe Details mindestens auf Blende 11 gehen sollte, wenn nicht sogar auf Blende 16 oder 22. Ideal wäre auch ISO 200, um besonders scharfe Ausschnitte zu erzeugen, sowie eine noch kürzere Belich- tungszeit. Die Qualität des hier gezeigten Ausschnitts ist gut, aber noch nicht wirklich über- zeugend. Gestochen scharf ist was anderes.
Das Bouquet wiederum ist bei beiden Bildern 5a / 5b über- zeugend. Die Blende 5,6 erzeugt in diesem Fall schöne Unschärfen, speziell im  oberen Bild. Das Nikon Objektiv 28-300mm kann die Schärfe- Unschärfebereiche hervorragend transportieren (ähnlich gut, wie eine Fest- brennweite)
Vorläufig abschließendes Urteil:
Bildqualität: Bei denselben Einstellungen liegt die Nikon D700 vorn. Ändert man die Einstellungen der D750, dann schließt die D750 leicht zur D700 auf. Der Unterschied ist jedoch nicht sehr gravierend. Dennoch hat die D700 aus meinem Empfinden die bessere Farbkontrolle, die bessere Farbtiefe und den besseren Kontrast. Allerdings liefert die D750 mit 34x51cm die größeren Ausgabe-Formate. Man kann das noch gut in Größe DIN A 1(59,4 x 84,1 cm) ausgeben. Leider ist der Test noch nicht abschließend. Da muss noch einiges "gespielt" werden, um die optimalen Einstellungen bei der D750 zu finden. Wer besonders großformatige Bilder will, kommt ohnehin an der D810 oder der D4 / D5 nicht vorbei. Dies gilt für den Printbereich ! Werden Bilder allerdings fürs Web verkleinert und heruntergerechnet (72 dpi / 40%), so zieht die D750 in vielen Fällen gleich. Unterschiede verschmelzen.
Ausstattung D700: Die D700 glänzt einmal mit der kurzen Belichtungszeit von 1/8000 Sekunde, zum andern mit der Möglichkeit, AI/AIS Objektive im Programm-Modus zu verwenden und zum Dritten, die Auswahl der Objektive, den Modus und die Qualität direkt über Buttons am Gehäuse schnelleinzustellen. Das ist sehr praktisch.
Ausstattung D750: Die D750 wiederum bietet den Klappspiegel und Video. Ausserdem hält der Akku deutlich länger durch als bei der D700. Den D700er EN-EL 3a kriegt man aber sehr günstig. Auf längeren Reisen steckt man sich einfach 3-4 Stück ein. Kostet nicht so viel (muss ja nicht Original Nikon sein, Patona tuts auch). Wer natürlich Wert auf Video und Klappspiegel legt, kommt in dieser Preisklasse im Vollformat an der D750 nicht vorbei.
Pixelzahl, Lebensdauer und ISO:  Die D700 hat zwar nur 12 Mio Pixel, aber sie reicht an die D750 mit ihren fast 25 Mio Pixeln in der Auflösung fast heran. Der Vorteil bei der D700 liegen in den viel kleineren Dateien. Das spart Speicherplatz. Dafür ist die Auflösung bei der D750 etwas besser, was man bei großen Ausschnittsvergrößerungen und großen Ausgabe-Größen doch spürt. Gravierend ist der Unterchied aber nicht. Dafür ist die Lebensdauer der D700 mit 150.000 Auslösungen deutlich länger als bei der D750. In der maximalen ISO Zahl liegt die D750 hingegen klar vorn.
Der Anschaffungs-Preis: Die D700 kriegt man gebraucht (April 2016) zwischen 750 und 1000 Euro, für die D750 muss man gebraucht mindestens 1450 Euro berappen. Wegen der geminderten Lebensdauer empfehle ich bei der D750 allerdings den Neukauf.
Wer sich das leisten kann, muss seine D700 also nicht verschärbeln, sondern kann sie als ideale Ergänzung zur D750 nutzen.
Jeder muss selbst entscheiden, ob er Klappspiegel und Video braucht, oder nicht.
Hätte die D750 die 1/8000 Sek. und den Programm-Modus (P) bei manuellen Objektiven, würde ich (trotz des höheren Preises und trotz der besseren Bildqualität der D700) die D750 bevorzugen. So ist die D700 tatsächlich die bessere Kamera.
Im Endeffekt liegen beide Kameras in der Summe aller Argumente ziemlich gleichauf.
Mit anderen Worten: die neuere D750 ist nicht automatisch die bessere Kamera, nur weil sie neuer ist. Sie folgt in den Features der Ausstattung einer Zeit- strömung des Mainstreams, aber die Videofähigkeit ist tatsächlich ein verlockendes Feature.
Die Kosten-Nutzen-Analyse ist im Endeffekt abhängig von den Ansprüchen des jeweiligen Users an das Kamerasystem.
Die Themen auf den einzelnen Fotoseiten:
  Seite 1 - Das Auflagemaß
  Seite 2 - Test: Der Kipon Adapter M42 auf Nikon in Verwendung mit M42 Objektiven (Zeiss / Meyer-Görlitz / Pentacon)
  Seite 3 - Die Wahl des Objektivs. Zoom oder Festbrennweite
  Seite 4 - Test: Die Fujifilm X30
  Seite 5 - Neueste Nachrichten aus der Welt der digitalen Fotografie (wird ständig aktualisiert)
  Seite 6 - Reisefotografie
  Seite 7 - Nikon D300 versus Nikon D700
  Seite 8 - Nikon D500 und Nikon D5 (Januar 2016)
  Seite 9 - Test: Nikon D700 versus Nikon D750
  Seite 10 - Nikon D500

  Seite 11 - Test: Nikon D750 Teil 2
  Seite 12 - Ausflug zur Fuji XE - 2 ( lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji? )
  Seite 13 - Nikon Objektive mit Novoflex.Adapter an Fuji XE - 2
  Seite 14 - Fuji X mit M 42 Adapter und Objektiven von Zeiss-Jena / Mayer-Görlitz und Pentacon
  Seite 15 A- Fuji XT 1 und XT 2 ( Teil 1 )
  Seite 15 B- Fuji XT 1 ( Teil 2 )
  Seite 16 - Fuji X mit Canon-FD - Fuji Adapter und Canon FD Festbrennweiten und Zooms.
Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
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