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Version 1.10
Stand: 1.2. 2016
Der Bereich wird succesive ausgebaut und erweitert
Kurzurteil
Die neue D500 ist eine völlig neu entwickelte DX Kamera mit 20.000 Pixeln Auflösung, die von den Werten um vieles besser ist, als die schon sehr gute D300 / D300s
Es ist zu erwarten, dass die neue D500 ebenso ein Verkaufsschlager wird, wie schon die D750. Über die Bildqualität läßt sich jetzt allerdings noch nichts sagen. Das bleibt ersten Praxistests vorbehalten.
Auch die D5 ist auf 20.000 Pixel angewachsen. Das tut ihr gut, und das bleibt im Rahmen von beherrschbaren Dateigrößen. Wer eine größere Auflösung braucht, der kann zur D 810 greifen. In der Reportage-fotografie ist das aber nicht notwendig. Dafür ist die D5 mit 12 Bildern/Sek schneller geworden und sie ist absolut nachttauglich mit sauberen Aufnahmen bis ISO 102.400.

(*) Rauschfreie Bilder bei ISO 12800 bei der Nikon D500 erlauben eine neue Qualität in dunklen Schattenbereichen. Es ist möglich geworden, bei relativ offener Blende mit schnellen Verschlusszeiten zu arbeiten. Ein Vorteil, um schnelle Bewegungen beim Sport und bei Events selbst mit langen Brennweiten noch sauber einzufangen.

(**) Die Nikon D5 kann das noch besser. Rauschfreie Bilder bei ISO 102.400 ermöglichen sogar noch in der Dämmerung schnelle Verschlusszeiten

Zoomobjektive:
(***) Nikor 1:2,8 - 4 / 16-80mm (vergleichbar 24-120mm beim Vollformat). Das neue Hoch-leistungs-Objektiv wurde speziell für die DX-Reihe entwickelt, ist aber mit 1000 Euro im Kitpreis ganz schön teuer geraten. Es trägt einerseits dem höheren Qualitäts-Anspruch der 20.000 Pixel-Auflösung Rechnung, andererseits den Erwartungen an ein lichtstarkes Zoom. Es passt ideal zur D500, so dass die Dämmerungs- und Nachttauglichkeit noch einmal verbessert wird.
Wer es preisgünstiger haben will, kann z.B. zu dem etwas älteren 16-85 mm Zoom greifen, dass die Hälfte kostet (gebraucht sogar schon unter 200 €), oder zum altbewährten 18-70mm Objektiv, das als äußerst zuverlässig und scharf gilt. Gebraucht ist das in 2016 sogar unter 100 € zu haben. Es bietet eine hohe Schärfe, sowohl im Zentrum, wie in den Rand-bereichen. Allerdings ist hier die Lichtstärke mit 3,5-4,5 nur Mittelmaß (*******). Alternativ können Sie das 18-50mm Hochleistungs-objektiv mit durchgehender Blende 2,8 verwenden, entweder direkt von Nikon, oder wahlweise von Sigma bzw. Tamron. Auch das sind hervorragende Linsen. Mir persönlich ist der Brenn-weitenumfang beim 18-50 etwas zu klein.
Als Immerdraufobjektiv ist aus meiner SIcht das 18-200mm Zoom ideal, wahlweise von Nikon oder Sigma. Ich persönlich ziehe das dem 18-300mm Objektiv wegen der größeren Schärfe vor. Die Bauweise ist relativ klein, selbst mit dem flüsterleisen AF Motor.

Solche DX-Linsen bringen beim Vollformat nichts. Für die D5 empfehle ich das Nikor 16-35mm Zoom (Blende 4), das hervor-ragende Nikor 24-70mm (Blende 2,8), das Nikor 1:2,8 / 70-200, das Nikor 28-300mm-Zoom oder die Verwendung von Festbrenn-weiten, direkt von Nikon, oder noch besser von Zeiss.

Aufnahmen mit Blitz (*****)
Egal, ob Sie zur Nikon D500, zur D750 / D810 oder zur D5 greifen: ein leistungsfähiges Blitzgerät gehört zur Ausstattung unbe-dingt dazu. Ich empfehle die Original-Blitzgeräte von Nikon ab SB 600 (aufwärts). Die größeren Blitzgeräte haben eine Master- und Slave-Funktion, so dass Sie mit mehreren Blitzen gleichzeitig ausleuchten können
Halbtonauflösung, Randschärfe und Farbwiedergabe (******)
Die Halbtonauflösung ist bei Nikon hervorragend gelöst. Dieser Auflösung gilt bei Nikon die Priorität gegenüber der Randschärfe. Aus diesem Grund wirken Bilder mit der Nikon gegenüber den Mitbewerbern Sony, Canon und Fuji auf den ersten Blick etwas weniger scharf. Nikons Active-D-Light-ning hat hieran einen bedeu-tenden Anteil. Es löst Spitzlicher und tiefe Schatten hervorragend auf. Kann man auch wegklicken, was dann bei Schwarzweiss-aufnahmen zu schönen harten Kontrasten führen kann. Bei der Farbwiedergabe ist Nikon bekannt für seine neutralen Farben, während z.B. Canon, Pentax oder Fuji dazu tendieren, die Farb-Brillianz zu überhöhen. Das wirkt dann deutlich bunter. Die Funktion kann man bei Nikon im Menü auch einstellen, bringt aber m.E. nichts. Bei der Nikon D750 ist das im Bereich JPG sogar schon voreingestellt. Dort ist die Erhöhung der Brillianz gut gelungen.

5. Ergänzung: Die Qual der Wahl. Vollformat oder APSC. Mit der neuen Nikon D500 stellt sich diese Frage neu. Die tech-nischen Werte versprechen eine Bildqualität, die sich hinter dem Vollformat der D750 nicht ver-stecken muss. Die Schnellig-keit und die ISO-Tauglichkeit sind beeindruckend. Die Ro-bustheit war bereits beim Vor-gänger D300 legendär, und ein direkter Vergleich zwischen der D750 und der D500 ist angesagt. Bleibt die jeweilige Funktion in den Bereichen Weitwinkel und Tele. Selbst für Journalisten dürfte die neue D500 als vergleichbar kleine und leichte Alternative zur D4s oder zur D5 interessant werden. Auch die Videoqualitäten ist jetzt auf aktuellem Niveau, wobei die D500 erstmals auch 4K -Video-Aufnahmen erlaubt.

Fototechnik (2.8)   Nikon D500 und Nikon D5  (ab 03/2016)
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Kleine Fotokunde / Kapitel Fototechnik  -  2.8. Nikon D500 & Nikon D5 ) ab 03/2016)

>> Infoseiten Foto-Handbuch / Basiswissen 
2.8  -  Januar 2016: Zwei neue Kameras von Nikon sorgen für Furore. Die neue Nikon D500 und die D5. Beide sollen
          im Laufe des Monats März 2016 in den Regalen der Händler stehen, doch bereits jetzt ist die Erwartung groß.

Mit der neuen Nikon D500 knüpft Nikon an die großen Erfolge der Nikon D200 / 300 / 300s an und hat eine völlig neue
Kamera geschaffen, die sich durch Schnelligkeit, Klappspiegel, hohe Isowerte und Videofähigkeit auszeichnet. In wesentlichen Teilen wird die Technik mit der neuen Nikon D5 übereinstimmen, nur die Gehäuse sind völlig unterschiedlich. Niemand hat erwartet, dass die professionelle DX Linie bei Nikon fortgeführt wird, nachdem Nikon die Reihe eingestellt hatte. Das Gewicht der Nikon-Werbung wurde mit der Einführung der D650 auf Vollformat gelegt und mit der D750 ist Nikon ja auch ein großer Schlag gelungen. Nun ist es amtlich. Die Nikon D500 und Nikon D5 wurden auf des CES in Las Vegas vorgestellt. In den Online-Shops kann man die D500 bereits bestellen.

1.   Ein heißer Tipp:   die neue Nikon D500 (im DX Format) - Alternative zu FX



Die neue Nikon D 500 ist die ideale Sportkamera. Alle neuen Features
machen die D500 zum idealen Begleiter
in allen Extremsituationen, sowohl für
ambitionierte Amateure, wie auch für
Profis. Die Bildauflösung reicht für eine
excellente Bildqualität und eine hohe
Abstufung bei den Farbtönen/Grauwerten.

Wir erwarten, dass sich der Erschei-nungstermin noch leicht nach hinten verschiebt. Pünktlich zum Urlaubs-
beginn 2016 sollte die neue D500
da sein.

(Bilder: Nikon Presseabteilung)

Auch wenn die D500 jetzt mit 20.000 Pixeln auflöst, so bleiben die Dateigrößen beherrschbar. Die neue Schnelligkeit bei den Serienbildern erfordert allerdings auch eine sehr schnelle Speicherkarte (für eine QXD mit 16 GB wird rund 50 Euro verlangt)

Die Nikon D500 bietet sich als hoch-wertige, wasser-resistente und allseitig nutzbare High-end-Reisekamera an (***)

Die Nikon D500 (DX), glänzt mit 20 Megapixeln, 10 Bildern in der Sekunde in Folge, einem Klappspiegel und - gegenüber dem 7 Jahre alten Vorgängermodell D300s - einem verkleinerten und leichteren Gehäuse von rund 750 Gramm. Zusätzlich glänzt die D500 mit einer extremen Lichtempfindlichkeit von ISO 1.640.000. Das mag ein Laborwert sein, aber in der Praxis sind Aufnahmen mit 12.800 ISO rauschfrei aufzunehmen. Erst danach stellt sich ein leichtes Rauschen ein. Das macht die D500 fast nachttauglich (*). Dazu kommt der neue AF Sucher (der gleiche, der auch in der D5 werkelt), mit 153 Messfeldern, davon 99 Kreuzsensoren. Dadurch wird die D500 zur idealen Sportkamera. Die D500 kann 200 Bilder in JPG oder 79 RAW-Bilder in Folge aufnehmen. Allerdings nur mit der extrem schnellen (und teuren) XQD-Speicherkarte. Die Videofunktion wurde verbessert. Wie die D5 filmt die D500 in Ultra-HD-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixeln bei 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde (*) und sogar in 4K. Der Monitor ist nun ein Touchscreen. Man kann den Schärfemittelpunkt punktgenau mittels Fingerdruck festlegen. Auch einen Joystick gibt es, um die Schärfe und die Matrixmessung blitzschnell zu zentrieren oder zu ändern. Die Maße des Monitors sind auf 3,2 Zoll gewachsen, und der äußerst scharfe und helle Sucher bietet eine 100 Prozent-Abdeckung.
Man kann an der D500 nicht nur ein Microphon aufsetzen (siehe Bild links mit dem Nikon Mini-Microphon für rund 90 €), sondern auch den Ton direkt über Kopfhörer kontrollieren. Die D5 hat hierfür 2 Anschlussbuchsen. Ich persönlich empfehle für die D500 das Stereo-Handy-Mikrophon Zoom H1. Das ist äußerst leistungsfähig, klein und leicht und kostet rund 100 Euro. Wer höhere Ansprüche hat, kann zu Rode (rund 100-250 €) oder zu Zoom H4 (rund 200 €)- bis Zoom H6 (für rund 400 €) greifen.
Der Preis der D500 für Europa liegt bei 2300 Euro für den Body. Das klingt erstmal viel, aber die Innovationen sind wirklich begeisternd. Auch ein neues Standard-Zoom gehört zum Angebot: das lichtstarke 16-80 mm Objektiv mit einer Anfangsblende von 2,8-4, für das Nikon im Kit rund 1000,-- € mehr verlangt (***)
Die Vernetzung mit Periphergeräten: mithilfe von "Bluetooth Low Energy" kann die Kamera permanent mit dem Smartphone verbunden werden. Bilder werden dann beispielsweise automatisch aufs Telefon übertragen. Außerdem lassen sich Ortsinformationen des Smartphones in den Fotos verwenden (Geotagging). Nicht zuletzt lässt sich die D500 via WLAN mit dem Smartphone fernsteuern.
Auf einen Blitz verzichtet Nikon. Seien wir mal ehrlich, der eingebaute Blitz war schon immer eine Notlösung. Wenn man gescheite Aufnahmen mit einem Blitz machen will, braucht man schon mehr, als einen Hilfsblitz (*****). Dafür ist das Magnesium-Gehäuse jetzt noch besser gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet. Einen leichten Regen sollte die D500 gut überstehen. Allerdings gibt es bei Nikon noch keine wasserfesten Objektive. In Fällen großer Nässe sollte man am besten auf analoge Nikon-Festbrennweiten zurückgreifen. Die haben sich seit Jahrzehnten als ziemlich nässeresistent erwiesen. Eine automatische Staubentfernung vom Sensor ist selbstverständlich. Das übersichtliche Menü bleibt.
Zu folgenden Angaben macht Nikon noch keine spezifischen Angaben: Abspeicherung in dpi (vermutlich bleibt das bei 300 dpi), Copyright, Individual-konfiguration, Active-D-Lightning, Verwendung von manuellen Objektiven. Daran wird sich wohl nichts ändern.
Das DX Format wird wieder das halbe Vollformat sein, mit einem Croppfaktor von 1,5. Das ersetzt das Vollformat im Bereich Weitwinkel nicht, aber die vorhan-denen Zooms von 12x24, 16-35, 16-80, 18-50 und 18-70 machen einen Weit-winkelbereich ab 18mm möglich (verglichen mit dem Vollformat). Das reicht in den meisten Fällen aus. Im Extremfall müsste man ein 8mm Objektiv verwenden (entspricht dann 12mm Brennweite)
Objektive
Die vergleichbar preiswerten DX Objektive sind speziell für das halbe Vollformat entwickelt. Nun, von preiswert kann bei dem neuen 16-80mm Objektiv nicht mehr die Rede sein. Es ist lichtstark und wohl speziell für die relativ hohe Auflösung der D500 / D7200 konzipiert. Ich kann an dieser Stelle noch keinen Vergleichstest mit Objektiven machen, solange die Kamera nicht auf dem Markt ist. Es kann aber davon aus-gegangen werden, dass die neuen DX Objektive der Secun-därausstatter, speziell Sigma und Tamron auch an der D500 eine gute Figur machen. Beide Hersteller führen auch beson-ders hochwertige Objektive (bei Sigma EX, DG oder Contem-porary / bei Tamron SP = Super Performance genannt). Auch die hochwertigen Festbrennweiten von Walimex, Samyang oder gar Zeiss dürften an der D500 hervorragend sein.
Wie bei allen APSC bzw. DX Kameras kann auch die Nikon D500 auch mit FX Objektiven bestückt werden, die speziell für das Vollformat entwickelt wurden und im Zentrum der Abbildung an DX die höchste erdenkliche Leistung erzielen.
Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um AF-S Linsen handelt (also Autofocus-Linsen für das Vollformat), um ältere AF-Objektive der 90er Jahre, um AF-D Linsen, oder um alte analoge Festbrennweiten der AI / AIS Serien aus den 70ern und 80ern, Sie passen alle. Hierbei gilt, dass sich die AF-S Objektive besonders für schnelle Serienbilder eignen. Die AI oder AIS Linsen haben aber auch ihren besonderen Stellenwert in der Landschafts-, Stil-live und Portraitfoto-grafie. Sie sind sehr robust, hochauflösend und scharf.
2.  High-End  - die neue Profimaschine von Nikon

Bilder: Nikon Pressedienst

Völlig unerwartet präsentiert Nikon auf der CES auch eine neue D5. Selbstverständlich kommt die D5 wieder in einem robusten Magnesiumgehäuse. Einen eingebauten Blitz gibt es bei dem Vollformat-Profimodell nicht.

Die neue Nikon D5 (FX) hat das schon beim Vorgängermodell bekannte volumi-nöse Gehäuse. Die Robustheit war schon bei der D4s unübertroffen. Die D5 setzt diese Tradition fort. Sie hat allerdings an Gewicht zugelegt, und macht mit rund 1700 Gramm (Body) einen schweren Arm.
Im Innern arbeitet derselbe Autofocus wie in der kleineren D500 (die das von der großen Schwester übernommen hat). Die Bildfeldabdeckung des Suchers beträgt 100%. Die Schnelligkeit ist auf 12 Bilder/ Sekunde in Serie gewachsen. Der ISO-Bereich ist auf sagenhafte 3.280.000 ISO gestiegen. Restlichtaufnahmen sind noch bei ISO 102.400 möglich (**). Anders als die D500 (DX) hat die D5 bekanntlich Vollformat (24x36mm) und die Auflösung ist gegenüber der D4s jetzt auf 20.000 Pixel angewachsen (die gleiche Auflösung wie bei der kleinen Schwester D500). Man sollte unbedingt eine schnelle Speicherkarte verwenden, um die Kapazitäten dieser Kamera überhaupt nutzen zu können. Das Bedienkonzept ist wie von Nikon gewohnt sehr übersichtlich und ergonomisch.
Möglich sind nun auch 4K-Videoaufnahmen in 24/25/30 Bildern/Sek. (****). Wie bei der D500 kann man ein Microphon und einen Kopfhörer anschließen. Ich empfehle in dieser Kombination Microphone von Rode oder die Handy Recorder von Zoom H5 / H6, die im Bereich von Stereoaufnahmen wahlweise im Konzertsaal oder im Freien eine hervorragende Performance abliefern.
Das Topmodell wird rund 7000 € kosten (Body).
Gegenüber den Mitbewerbern im High-End-Bereich bleiben die Nikon D5 und die Nikon D500 in der Auflösung sehr moderat (verglichen z.B. mit der Canon EOS 5 DSR mit 59.600 Pixeln), aber die vergleichbar geringe Auflösung mit relativ großen Pixeln macht die Nikon äußerst rauscharm. Gleichwohl ist die Auflösung noch einmal deutlich gesteigert worden. Die D5 ist die ideale Kamera für Reportagen. Auch die Bildqualität soll noch einmal gesteigert worden sein (so Nikon). Mehr Pixel braucht man nur in der Werbefotografie, wenn es um die Gestaltung von Plakatwänden geht, aber da wird in der Regel auf das Mittelformat zurückgegriffen). Legendär ist auch das Nikon-Farbmanagement. Der Zugriff auf natürliche Farben ist bei keinem Mitbewerber besser gelöst, außer im Bereich Mittelformat, und das Active-D-Lightning von Nikon löst Spitzlichter und Schattenbereiche hervorragend auf. Dazu kommt, dass die Aufnahmen grundsätzlich in 300 dpi aufgenommen werden. Schon die JPG Aufnahmen sind in der Auflösung hervorragend, die RAW Bilder sind in den Abstufungen und Übergängen nochmals ein Stück besser   (******)
(****) Aus meiner Sicht fehlt bei beiden Kameras eine 50/60 Bild/Sek-Funktion, und auch eine echte Zeitlupenfunktion oder ein Zeitraffer würden der D5 bzw. der D500 gut zu Gesicht stehen.So bleiben beide Kameras auf den Fotobereich spezialisiert, aber mit der Zusatzfunktion Video, wobei die 24/25/30 Bilder/Sek für die meisten Reportagezwecke völlig ausreichen, kann man damit einerseits fürs Fernsehen produzieren, wie auch fürs Internet und für den Bereich DVD. Die 4K / Full HD Auflösung bringt im Bereich Video-Bildqualität soviel, dass nun auch großvolumige TV Monitore mit excellenter Bildqualität bespielt werden können.
3.   Die Qual der Wahl (1) zwischen DX und FX
Bleiben wir bei Nikon und bleiben wir im mittleren Preissegment, so bietet Nikon mit der D500 und der D750 zwei hervorragende Kameras an, die beide schnell sind. Beide können Video, beide haben einen Klappspiegel, aber die eine ist eine DX-(APSC) Kamera mit 18x24mm, die andere ist eine FX-Vollformatkamera mit 24x36mm Sensor. Die D500 hat (bedingt durch die größeren Pixel) die höheren ISO-Werte und mit 10 Bildern/Sekunde auch die größere Schnelligkeit, wenn es um Bilder in Folge geht. 20 oder 24 Millionen Pixel Auflösung macht in der Praxis nicht viel Unterschied. Entscheidend ist, was hinten an Bildqualität rauskommt. Dazu kann man derzeit mangels aussagekräftigen Tests noch nichts sagen. Der Preis der D500 liegt bei 2300 €, der Preis der D750 ist mittlerweile von ca. 2200 auf etwa 1800 € zurückgerutscht. Entscheidend für die Anschaffung ist der Einsatzzweck der Kamera. Wie schon in meinem Vergleich zwischen D300 und D700 ausgeführt, liegt der entscheidende Unterschied zwischen DX und FX in der jeweiligen Betonung von Weitwinkel- und Telebereich. Wer eine schnelle und äußerst lichtstarke Sportkamera sucht, ist in diesem Preissegment mit der D500 DX am besten aufgehoben. Dabei kann die D500 vieles besser als die darunter angesiedelte Nikon D 7200. Wer gerne mit Festbrennweiten fotografiert, sollte zur Vollformatkamera D750 greifen (FX), weil er die Wide-Angle-Brennweiten sonst nicht richtig nutzen kann. So ist der D750 also mit der D500 eine adäquate APSC Kamera zur Seite gestellt worden, was wiederum die parallele Nutzung beider Systeme auf höchstem Niveau ermöglicht .  In der Verarbeitung und im Handling unterscheiden sich die beiden Kameras nicht viel. Allerdings verfügt die D500 nun über einen Touchscreen und über eine drahtlose Peripheranbindung von Geräten, was allen Smartphone-Nutzern sehr entgegenkommt. So können z.B. Ortsnamen oder Koordinaten über das Smartphone in der Aufnahme eingefügt werden. So bietet sich die D500 insbesondere als Aufsteigerkamera für alle Nutzer der D7000-7200 an.
Vergleich: Die D5 ist gegenüber der Mid-Range eine ganz andere Klasse. Es ist eine Kamera für Sportjournalisten und für extreme Wetterbedingungen, etwa am Nordpol oder in Alaska. Für anspruchsvolle Amateure und für die meisten Journalisten reichen die D500 / D750 aus. Die D810 ist von ihrer Auflösung wiederum eine andere Klasse, die speziell für große Bildformate über 1,50m gedacht ist, sowohl in der Werbung, wie in der Kalender- und Naturfotografie. Die D810 gilt insbesondere hinsichtlich der Auflösung im Bereich von Spitzlichtern und Schatten als vorbildlich, aber die Konkurrenz von Sony und Canon kann da mit ihren letzten Modellen in Punkto Schärfe und maximale Auflösung schon manches besser. So ist zu erwarten, dass die im Jahr 2014 aufgelegte Nikon D 810 spätestens in 2018 durch ein neues Modell abgelöst wird, das höhere ISO Werte und (vor allem) eine noch höhere Auflösung erreicht.
4.   Die Qual der Wahl (2) bei den DX - Objektiven
(*******) DX Universalobjektive: Wie oben im Kasten bereits gezeigt, bietet Nikon im Bereich der Standard-Universalobjektive (neben dem 1:4 / 24-120 AF-S VR und dem 1:3,5-5,6  / 18-105 AF-S VR) auch das 1:3,5-5,6 / 16-85 AF-S VR und das neue 1:2,8-4 / 16-80 AF-S VR (DX) an. Alle fünf sind relativ groß und schwer.
Das nagelneue 16-80 VR ist außerdem ziemlich hochpreisig, was wohl den neuen Qualitätsansprüchen an Spitzenobjektive entspricht. Es konnte hier leider noch nicht getestet werden. Ich verweise auf Tests bei anderen Internetseiten (s.u.), u.a. bei Ken Rockwell. Außerdem steht das erstklassige 1:4,5-5,6 / 18-200 VR Reise- Universalzoom zur Verfügung (entspricht 27-300mm beim Kleinbild), und dann gibt es noch das altgediente 1:3,5-4,5 / 18-70 VR G Universalzoom, wobei die große Blende von 3,5 - 4 zeigt, dass es sich hierbei niemals um ein Billig-Objektiv gehandelt hat. Der Neupreis lag einmal bei rund 400 €, heute wird es unter 100,-- angeboten. Das 18-50mm scheidet aus meiner Sicht wegen des geringen Brennweitenumfangs aus. Dazu habe ich bereits Position bezogen. Es gibt aber Leute, die das mögen. Es ist nunmal auch klein und handlich.
Im direkten Vergleich zwischen dem sehr guten Nikon 16-85 VR (das qualitätsmäßig dem Immerdrauf-Reiseobjektiv 18-200 VR II, oder wahlweise dem Sigma 18-200 DC OS HSM entspricht) und dem inzwischen sehr preiswerten (gebrauchten) Nikon 18-70 VR (das seit 2006 auf dem Markt ist) fällt das letztgenannte in der Darstellung der Zwischentöne leider etwas ab und die Bilder wirken leicht matschig und verschleiert. Das kann man deutlich verbessern, indem man das Active-D-Lightning auf höchste Qualitätsstufe H stellt. Dann ist der Tonumfang und der Kontrast wirklich gut. Die Nikon D300 (und auch die Nikon D700) hat diese Funktion, und die D500 sollte sie auch haben. Trotzdem sind das 16-85 und das 18-200 im Tonumfang etwas besser als das 18-70. Sehr scharf sind sie alle.
Der leichte Bild-Qualitätsverlust beim Nikon 18-70 VR wird wettgemacht durch erfreuliche und sehr kleine Baumaße (kaum größer als beim 18-50), ein geringes Gewicht und einen sehr niedrigen Second-Hand-Preis (was insgesamt zu einer guten Preis-Leistungs-Relation führt), so dass sich das 18-70 VR für Sparfüchse ideal als günstige und gute Ergänzung zum größeren und schwereren 18-200 VR anbietet. Bei der D300 oder einer D7200 klappt das problemlos. Kann natürlich sein, dass die höhere Auflösung der Nikon D500 nach neueren Objektiven giert. Das konnte noch nicht getestet werden. Um die gestiegenen Bild-Qualitäts-Anforderungen der D500 zu erfüllen ist wohl das nagelneue 16-80 VR entstanden, und auch Sigma (mit der Contemporary-Objektive) und Tamron (mit der SP-Linie) haben jeweils neue Objektivserien aufgelegt, um den gestiegenen Qualitätsanforderungen im Bereich der Pixel-Explosion gerecht zu werden.
Im übrigen gilt das nagelneue Sigma Contemporary 17-70 F2,8-4 DC Macro OS HSM als sehr gute Alternative zum Nikon 16-85 VR. Das Sigma 17-70 wiederum kriegt man zur Zeit zum Neupreis (neu ab etwa 370,-- oder gebraucht ab etwa 270,--). Da kann man aus meiner Sicht auch gleich zum (gebrauchten) Nikon 16-85 VR greifen, das hat die geringere Verzeichnung. Der Preis des neuen Nikon 16-80 VR tut dagegen weh, aber dafür ist das Objektiv laut Nikon ideal auf die D500 abgestimmt. Gewichts-vergleich: Das Nikon 16-85 wiegt 485 Gramm, das Sigma 17-70 wiegt 465 Gramm, und das Nikon 18-70 wiegt 445 Gramm. Das neue 16-80mm VR wiegt 479 Gramm, das 18-200 wiegt aber bereits 564 Gramm. Es unterscheidet sich im Durchmesser und in der Baulänge aber kaum vom Nikon 16-85 VR oder vom 16-80 VR, während das Nikon 18-70 eben deutlich kleiner (und damit auch handlicher) ist. Leider ist der Autofokus beim 18-70 VR etwas lahm und ungenau, aber das nimmt man unter den genannten Bedingungen gerne in Kauf. Für schnelle und genaue Focussierung  gibt es ja die manuelle Einstellung.
Das Nikon 18-120, das 16-85 oder das 16-80 VR ist ein idealer Kompromiss zwischen Volumen/Baulänge/Zoomfaktor/Gewicht und effektivem Nutzen. Für mich ist die Verwendung eines 18-200 VR allerdings konsequenter, weil es im Alltag durch den größeren Zoom viel mehr Möglichkeiten bietet. Zwischen 16 und 18mm Anfangsbrennweite ist nicht so viel Unterschied, zwischen 80 und 200mm Telebrennweite aber schon. Der Verlust der größeren Anfangsblende (im Vergleich mit dem 16-80) kann leicht durch höhere ISO-Einstellungen ausgegliechen werden. Die  etwas größere Verzerrung im Weitwinkelbereich kann ich vernachlässigen. Bleiben Gewicht und Größe. Wenn man daran einsparen will bietet sich aus meiner Sicht nur das Nikon 18-70 VR als vollwertige Ergänzung zum 18-200 VR an. Im extremen Weitwinkelbereich würde ich dann ergänzend und konsequent zum 12-24 VR greifen, aber das ist - wie gesagt - jedem selbst überlassen. Sie haben die Qual der Wahl.
Abweichend von meiner o.g. Empfehlung gilt für Jourmalisten im Tagesgeschäft vorbehaltlich eines späteren Tests eine Kombination aus Nikon D500 + Nikon 18-105 VR, 24-120, 16-85 oder 16-80 VR - weil das in dieser Kategorie die meisten verwendeten Zoombereiche abdeckt. Vergleiche hierzu folgende Test mit anderen Nikons bei www.chip.de  zum Nikon 18-105 VR, bei Ken Rockwell zum 24-120mm VR (Blende 1:4), bei Ken Rockwell zum 16-85mm VR (Blende 3,5-5,6) und schließlich zum Nikon 16-80 (Blende 2,8-4) bei www.Heise.de und bei Ken Rockwell, der sogar Beispielbilder veröffentlicht und von diesem Objektiv begeistert ist. Für Journalisten ist die beste Abbildungsleistung das Maß der Dinge, da spielt der Preis nicht so eine große Rolle. Abweichend von meiner o.g. Empfehlung die Kombination aus dem 18-80 VR und dem 18-200 VR, bzw. dem 28-300 VR die beste Entscheidung für diese Berufsgruppe zu sein (siehe auch nächster Abschnitt).
Erweitertes Telezoom: Wer die Möglichkeiten im Bereich Telezoom erweitern will, dem empfehle ich das FX Objektiv 28-300, was an der D500 einer Brennweite von 42 - 450mm entspricht. Schon an der D300 war das eine gute Alternative, denn es ist vergleichbar leicht und klein gegenüber solchen Boliden, wie ein 80-200 (2,8), ein 80-400, ein 80-500 oder gar ein 150-600 Objektiv. Außerdem stimmen Preis und Qualität. 450mm sind meistens völlig ausreichend, sogar im Sport. Der Autofocus der 28-300 VR ist sehr schnell und ideal für bewegte Sportaufnahmen. Schärfe und Bokeh sind hervorragend. Keine Alternative: Aus meiner Sicht sollten Sie auf die Einsteigerobjektive 18-300 oder 70-300 lieber verzichten, die fallen in der Bildqualität deutlich ab gegenüber dem 18-200 VR und dem 28-300 VR und passen einfach nicht zu der Bildqualität der D500. Schon an der D300 oder an einer D7200 war das aus meiner Sicht Murcks, nur an einer D3000 ff, D5000ff oder an einer D70/80/90 ist das als Einstieg passabel.
DX-Festbrennweiten: Wenn Sie wegen der höheren Anfangslichtstärke, der Schärfe und dem besseren Bokeh (oder auch Tiefenschärfe genannt) zu Festbrennweiten greifen wollen, dann empfehle ich das Nikon 24mm (entspricht 35mm Weitwinkel beim Kleinbild), das 35mm (entspricht dem Normalobjektiv von 50mm) und das 50mm/55mm Macro (entspricht einem Porträtobjektiv von 75/82,5mm), ganz egal ob AI, AIS oder AF-S. Wenn Sie Ihre neue D500 als schnelle Streetkamera einsetzen wollen, ist das 24mm AF-S ideal. Es ist leicht, klein, unauffällig, lichtstark und hat einen hervorragenden Autofocus, so dass Sie zu schnellen und sehr guten Ergebnissen kommen, gerade dann, wenn es notwendig ist "aus der Hüfte zu schießen". Das gilt auch für Journalisten, etwa in Kriegsgebieten. Wer höchste Auflösung in der Landschafts- oder in der Portraitfotografie verlangt (und im DX Breeich bleiben will), dem empfehle ich die Festbrennweiten von Zeiss. Die sind aus meiner Sicht in der Auflösung, in der Farbgebung und in den Halbtonwerten unübertroffen. Kann sich nicht jeder leisten, und sie sind groß und schwer, verglichen mit den entsprechenden AF-S-Brennweiten von Nikon, aber auch die sind nicht billig. Die etwas älteren AF-Festbrennweiten sind nicht ganz so schnell, aber auf dem Second-Hand-Markt erheblich preiswerter. Tasächlich steigen aber alle Nikon-Festbrennweiten derzeit erheblich im Preis, was der aus der Tendenz zum Vollformat entspringt, und auch aus der Tendenz zu immer höheren Ansprüchen der User an die Bildqualität. Da heißt es schnell zugreifen, wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet.
Die Themen auf den einzelnen Fotoseiten:
  Seite 1 - Das Auflagemaß
  Seite 2 - Test: Der Kipon Adapter M42 auf Nikon in Verwendung mit M42 Objektiven (Zeiss / Meyer-Görlitz / Pentacon)
  Seite 3 - Die Wahl des Objektivs. Zoom oder Festbrennweite
  Seite 4 - Test: Die Fujifilm X30
  Seite 5 - Neueste Nachrichten aus der Welt der digitalen Fotografie (wird ständig aktualisiert)
  Seite 6 - Reisefotografie
  Seite 7 - Nikon D300 versus Nikon D700
  Seite 8 - Nikon D500 und Nikon D5 (Januar 2016)
  Seite 9 - Test: Nikon D700 versus Nikon D750
  Seite 10 - Nikon D500

  Seite 11 - Test: Nikon D750 Teil 2
  Seite 12 - Ausflug zur Fuji XE - 2 ( lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji? )
  Seite 13 - Nikon Objektive mit Novoflex.Adapter an Fuji XE - 2
  Seite 14 - Fuji X mit M 42 Adapter und Objektiven von Zeiss-Jena / Mayer-Görlitz und Pentacon
  Seite 15 A- Fuji XT 1 und XT 2 ( Teil 1 )
  Seite 15 B- Fuji XT 1 ( Teil 2 )
  Seite 16 - Fuji X mit Canon-FD - Fuji Adapter und Canon FD Festbrennweiten und Zooms.
Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
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