Fototechnik (2.15 - A)   Die Fujifilm XT 1 und XT 2
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Kleine Fotokunde / Kapitel Fototechnik  -  2.15 - Die Fuji XT 1 und XT 2

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  Kap. 2.15 (A)  -  Ausflug in die Fuji-Welt der spiegellosen Systemkameras (5)
  Die Fujifilm XT 1 und XT 2  ( Teil 1 )
  Die Vorzeigemodelle der Fuji X - Reihe mit Bajonett Anschluss - Schwerpunkt XT 1

Text
Version 1
Stand: 22.9.2017

Der Bereich wird succesive ausgebaut und erweitert

Bild XT 1 mit Fuji XF 18-55
Draufsicht. Klein und handlich
Draufsicht mit Einstellrädern und Belichtungsauswahl
(Spot bis Ganzfeldmessung)
Draufsicht mit ISO Einstellrad
und Wählrad Bildfolge, BKT, ADV, Panorama

Vorab (1). Die Fuji XT 1 und 2 sind spiegellose Kamerasysteme. Sie gelten als die Flagschiffe der Fuji X Serie. Beide verfügen über einen APSC Sensor. Die XT1 hat 16 Mio Pixel, die XT 2 hat 24 Mio Pixel. Beide Kameras zeichnen sich durch extrem gute manuelle Bedienmöglichkeiten aus. Auf dem Gehäuse sind Schnell-Einstellungsräder für Zeit, ISO und Belichtung. Die Blende läßt sich am Objektiv einstellen  Die manuelle Bedienung läßt sich vorn am Gehäuse von Autofocus auf manuell umstellen.  Beide Kameras sind wassergeschützt. Beide verfügen über einen herausklappbares Display. Beide haben extrem gute Videofunktionen. Beide haben als Ergänzung wassergeschützte Objektive. Zum ausführlichen Test steht mir hier leider nur die XT 1 zur Verfügung. Ich, konnte  die XT 2 aber bereits mehrfach auf Messen und beim Fotohändler prüfen. Fotos aus der XT 2 mit der höheren Auflösung und Bildqualität werden nachgereicht. Auch für die XT gilt:. ein Reiseobjektiv 18-200mm gibt es bisher nicht. Das ist ein großes Manquo. Adapter für M 42, Nikon F Objektive und andere stehen zur Verfügung. Rein äußerlich unterschiedlich sich XT 1 und XT 2 nur im Schriftzug.

Vorab (2). Die Bildergebnisse bei der XT 1 sind nicht anders als bei der Fuji XE 1, XE 2 und XT 10, weil alle über dieselbe Auflösung von 16,3 Mio Pixeln und über den gleichen Sensor und dieselben Bildvoreinstellungen im Menü. Der Unterschied zur XT 2 und zur XT 20 mit jeweils 24 Mio Pixeln dürfte aber sichtbar sein. Allerdings ist der Preisunterschied immens., So ist es eine Überlegung wert, sich mit  dem zweitbesten System zufriedenzugeben, aber das muss jeder für sich entscheiden. Bei dem Tempo, das Fuji derzeit vorlegt, wird wohl in spätestens 2 Jahren das Nachfolgemodell gelouncht, und das gilt derzeit für viele Mitbewerber, allen voran Sony und Panasonic. Die Preise für die XT 1 sind zusammen-gebrochen. Bereits die Preise für die XT 2 sinken rasant. Daran sind - wie überall -die vielen Grauimporteure schuld, und auch die Modellpolitik der Hersteller.

Derzeit ist der Markt voll mit billigen gebrauchten XT 1 Bodys zu Preisen zu oder knapp unter 450 €. Der Daten-Vergleich listet die wichtigsten Unterschiede zwischen XE 2, XT 1 und XT 2. Die Preise für Fuji-Objektive sind im übrigen gleichbleibend hoch.


Fuji XT 1 mit Novoflex Adapter und Nikon AF 28-105mm
Auflagemaß und Adapter machen das Kit recht groß
Das AF 28-105 hat immerhin einen Blendenring
Kann das Objektiv Fuji XF 18-135 ersetzen? Sicher nur zum Teil.


Fuji XT 1 mit Novoflex und Sigma 18-200mm DG APO (Nikon F-Bajonett)
Auflagemaß und Adapter machen das Kit recht groß
Leider hat das AF-S keinen Blendenring (Offenblende).
Eine akzeptable Lösung? Darüber entscheidet die Bildqualität.
Die wichtigsten Unterschiede im direkten Daten-Vergleich
Die Einzelkriterien Daten bei Fuji XE 2 Daten bei Fuji XT 1 Daten bei Fuji XT 2
Auf dem Markt erschienen  November 2013 März 2014 September 2016
Neupreis bei Erscheinen 899 1.199 - 1.399 je nach Version 1.699
Sensorgröße APSC 23,6 x 15,8 APSC 23,6 x 15,8 APSC 23,6 x 15,8
Maximale Bildgröße in Pixeln 4.896 x 3.264 4,896 x 3.264  6.000 x 4.000
Sensorart X-Tans II CMOS X-Trans II CMOS X Trans III CMOS
Prozessor EXR Prozessor II EXR Prozessor II X Prozessor Pro
Cropfaktor 1,5 1,5 1,5
Pixel 16,3 Mio 16,3 Mio Pixel (effektiv) 24,3 Mio
AF Sensorpunkte 49 77 325
Kürzeste Verschlußzeit 1 / 4.000 1 / 4.000 1 / 8.000
Bilder pro Sekunde 7 Bilder/Sek 8 Bilder/Sek 14 Bilder/Sek
Sensorreinigung Ja Ja Ja
Einstellräder on Top Zeit und Belichtung Zeit, Belichtung, ISO Zeit, Belichtung, ISO
maximale ISO (Automatik) ISO   6.400 6,400 12.800 (Automatik)
Videoaufnahme Ja, über Menü und Auslöser Ja, über eigenen Videoauslöser Ja, über eigenen Videoauslöser
Videoein- und Ausgänge Audioeingang Stereo, AV Audioeingang (2,5 mm) Stereo, AV Audio Ein- und Ausgang, Stereo, AV
Mikrolautstärke regelbar regelbar regelbar
Videoformat HD / MPEG 4 HD / MPEG 4 HD / 4K / MPEG 4
Videoauflösung bis 60 P bis 60 P 24, 25, 30, 50, 60
max Videodauer 27 Min 27 Min 28 Min
Aufnahmekontrolle blinkt bei Aufnahme rot blinkt bei Aufnahme rot blinkt bei Aufnahme rot
Gewicht des Bodys 370 Gramm (betriebsbereit) 440 Gramm (betriebsbereit) 500 Gramm (betriebsbereit)
Wasser und Staubschutz nein ja ja
Dioptrie -3 bis +3 -3 bis +3 -5 bis +5
Sucher Ja Ja, größer und heller als XE 2 Ja, noch heller und schärfer
Augenerkennung Ja Ja + Manuelle Umstellung von Sucher auf permanentes Display (Live View) Ja + Manuelle Umstellung von Sucher auf permanentes Display (Live View)
+ / - Schrittweise Vergrößerung und Verkleinerung bei Bildkontrolle Ja, sehr gut Nein, aber Taste für starke Ver-größerung in der Focussierung und
zur Schärfenkontrolle
Nein, aber Taste für starke Ver-größerung in der Focussierung und
zur Schärfenkontrolle
Klappmonitor nein ja ja
Anzahl Speicherschächte 1 1 2
Speicherkarten SD (SDHC, SDXC) SD (SDHC, SDXC, UHS II) SD (SDHC, SDXC, UHS II)
Material des Bodys Magnesiumlegierung Magnesium Magnesium
Die wichtigsten Unterschied der 3 Modelle dürften sein:  1) Sensor und Prozessor,   2) Auflösung in Pixeln,   3) maximale Bildgröße im mm,  4) ISO (Automatik), 
5) Die Anzahl der AF Messpunkte,   6) Die Anzahl der Bilder/Sek im Serienbildmodus und   7) der Tonausgang bei der XT 2. Damit schlägt die XT 2 (zumindest auf dem Papier) die beiden anderen Kameras XE 2 und XT 1 in allen wichtigen Disziplinen. Zwischen XE 2 und XT 1 ist der Unterschied allerdings sehr klein. Die XT 1 hat allerdings ein Staub- und wassergeschütztes Gehäuse und 3 Einstellräder on TOP, sowie ein Klappdisplay, was die XE 2 preisbedingt alles nicht hat . Gerade die Einstellräder machen die XT 1 und XT 2 besonders, weil das excellente manuelle Bedienmöglichkeiten sind. Als einzige der 3  Modelle bietet die XT 2 eine ISO von 12.800. Auf der Reise habe ich die 12800 ISO mit Nikon D750 bereits schätzen gelernt. Gerade in Innenräumen und bei Schlechtwetter ist das von großem Vorteil, etwa um die Auslösezeit kurz zu halten.
In diesem Zusammenhang sei angeführt, dass Fuji im Oktober 2017 eine neue XE 3 auf den Markt bringt, die die bisherige XE 2s ablöst. Sie verfügt jetzt über 24,3 Mio Pixel, einen schnelleren Prozessor (X Trans III CMOS), 12.800 ISO und einen sehr viel schnelleren Autofocus. Gleich geblieben ist das fest verbaute Display, das jetzt als Touchscreen daherkommt, mit Wischfunktion, wie man sie aus dem Smartphone-Bereich kennt. Kostenpunkt (Neupraus) 899,-- (Body). Auch die XE 3 ist nicht wasserfest.
Mein erster Eindruck
Die XT 1 sieht aus, wie eine Spiegelreflex Kamera, ist es aber nicht. Sie ist spiegellos. Der Sucher geht also nur an, wenn man die Kamera auch einschaltet. Der Verzicht auf den Spiegel (das Spiegelgehäuse) und das Prisma spart Platz und Geld. Man kann diese Kameras also kleiner bauen als eine SLR, und auch preisgünstiger. Das heißt nicht, dass sie in der Praxis auch preisgünstiger sind. Die kleineren Gehäuse werden i.d. Regel mit Komponenten bestückt, die weniger Platz benötigen, und das ist nicht immer die preiswerteste Technologie.
Die XT 1 hat bereits einen gegenüber der XE 2 deutlich helleren Sucher, der auch problemlos Vergröberungen bei hohen ISO Werten darstellt. Es macht richtig Spaß, bei der Aufnahme ganz auf das Display zu verzichten, und alles mit dem Sucher zu machen. Auch das Scharfstellen beim manuellen focussieren geht über den großen und hellen Sucher richtig gut. Da man das grobe Korn bei sehr hoher ISO direkt im Sucher sieht, kann man (wenn die ISO auf Automatik steht) am Blendenring entsprechend aufblenden, um das Korn zu regulieren (und damit gleichzeitig die ISO herabsetzen), oder bewußßt als Stilmittel einsetzen, etwa in der schwarz-weiß-Fotografie. Die XT ermöglicht direkten Zugriff auf die diversen Attribute. Ansonsten empfehle ich dieselben Einstellungen, die für die XE 2 bereits beschrieben sind. Auch da haben Sie Möglichkeiten, die Farbwerte, Schärfe, Halbtöne usw. zu regulieren, wie bei der XE auch.
Der Body ist nicht wesentlich größer als bei der XE 2, aber tiefer. Insgesamt passen dadurch etwas größere und schwerere Objektive viel besser an die XT 1 (und auch an die XT 2) als an die XE 2. Auch hier gilt, was ich auf der Seite XE 2 und Novoflex beschrieben habe, dass die Bilder mit dem Novoflex-Adapter weitaus farbenreicher und lebhafter sind, als mit den beschriebenen Fuji Zooms XC 50-230 und XF 18-55. Die XT 1 passt hervorragend mit dem Nikon AF 28-105mm (mit Blendenring) zusammen, und auch mit dem Sigma 18-200 mit Nikon F-Bajonet (das leider keinen Blendenring hat). Erstaunlicherweise scheintz bei den ersten Probeaufnahmen mit dem 18-200mm Zoom von Sigma das Bild deutlich schärfer zu sein, als an der XE 2. Das muss weiter überprüft werden. Allerdings bleibt der Offenblendenmodus mangels Blendenring. Weil mit dem Sigma 18-200 sehr gut und schnell scharfzustellen ist, kann man den jeweiligen Schärfepunkt exakt bestimmen. Die ersten Testaufnahmen machen mir Hoffnung auf eine richtig gute Reisekombination, die komplett auch "nur" 1220 Gramm wiegt. Das ist immerhin 1/3 weniger als mit einer Nikon D750. Das Bildergebnis muss in der Praxis - wie gesagt - noch überprüft werden. Die nächsten Testbilder zeigen mir aber schon deutlich, dass die Offenblende keine Option ist. Die Tiefenschärfe ist bei jedem Bild einfach zu gering, so dass der Mindest-Standard für meine Reisefotografie nicht erfüllt wird. Das Nikon 28-105 mit Blendenring hingegen kann eine Option sein. Auch das wird noch einmal getestet.
Was sofort auffällt ist die kleine Griffmulde der XT 1. Damit liegt der Body zwar besser in der Hand als die XE 2, aber eine noch mehr ausgewöbtere Griffmulde wäre um vieles besser. (das gilt auch für die XT 2).
Wie an der XE 2 ist es an XT 1 und XT 2 mit Adaptern möglich, alle Festbrennweiten verschiedener. Hersteller zu verwenden, wie Canon, Nikon, Zeiss, Pentacon, Mayer-Görlitz und Leica M. Nutzen Nutzen Sie einen qualitätsmäßig guten Adapter, der fest einrastet und den richtigen Abstand zur Bildebene hat, der die Schärfe bis unendlich regelt, und über das gesamte Spektrum scharf abbildet. Bereits einige preiswerte Adapter aus China bringen gute Ergebnisse, wie etwa von K&F Concept oder Walimex.
Die deutlich höhere Zahl von AF-Messpunkten an der XT 1 und noch mehr an der XT 2 dürfte den Autofocus insgesamt schneller und genauer machen als bei der XE 2. Das gilt auch für das Sucherbild, das in der XE 2 bei schnellen Schwenks wackelnd und ruckelnd nachgeführt wird. Ansonsten sind die technischen Werte von XT 1 und XE 2 nicht sonderlich unterschiedlich. Nur gegenüber der XT 2 gibt es deutliche Unterschiede.
Das Augenmerk ist insbesonders darauf zu lenken, 1. wie ist der Umgang mit Fremdobjektiven, und wie mit den Fuji-Objektiven, 2. swie ist die Bildqualität unter gleichen Aufnahmebedingungen bei XE 2, XT 1 und XT 2 /die mir für diesen Test allersings nicht zur Verfügung steht.
Noch etwas fällt auf:  Während bei meiner XE 2 der An- und Ausschalter leicht und sauber zu betätigen ist, geht er bei meiner XT 1 Testkamera sehr schwer. manchmal hakt er. Das liegt daran, weil der Schalter insgesamt zu kurz gebaut ist und "die Nase" gegenüber dem Gehäuse keinen "Überhang" hat, so dass man den Schalter sofort ertasten und betätigen könnte. Das ist bei der XT 1 sehr fummlig. Außerdem musste an der erst 2 Jahre alten Kamera noch in der Garantiezeit die Gummierung erneuert werden, weil die angefangen hat, sich aufzulösen. Das ist bei der XT 1 wohl eine bekannte Schwäche. Warum Fuji dann nicht ein anderes Material wählt, das nicht anfängt, in der Hand zu kleben, ist schleierhaft. Von Handgriffen am Fahrrad etwa ist bekannt, dass solche sich auflösenden Gummierungen Hautkrebs auslösen können.
Beim Blitzen mit dem kleinen Fuji EF 20 Blitz fällt negativ auf, dass die Funktion einer 180 Grad-Drehung fehlt, die in der Objekt-Fotografie ganz wichtig sind, um das Objekt durch indirektes Blitzen an die Decke oder die rückwärtige Wand richtig auszuleuchten (und die ich vom Nikon Speedlight 800 gewohnt bin). 90 Grad beim EF 20 reicht nur zum Teil aus, denn das führt zu Fehlaufnahmen. Mindestens die nächsthöhere Blitzklasse ist also angebracht, um ansatzeise an die für mich gewohnte Nikon-Qualität anzuschließen. Der Fuji Blitz EF X 500 kann diese 180 Grad Drehung. Das bedeutet aber auch zusätzliche Kosten bei einem Systemwechsel, weil man dann gleich auf das Spitzenmodell zugreifen muss. Immerhin hat der EF X 500 auch Masterqualität.
Noch etwas fällt sehr schnell auf: Durch die viel größere Anzahl an AF Messpunkten ist die. XT 1 trotz des gleichen Prozessors wie in der XE 2 in Zusammenarbeit mit dem Fuji AF-Objektiv XC 50-230mm ein gutes Stück schneller und vor allem genauer geworden, aber noch immer gilt, was schon bisher gesagt wurde: ein Universelles Vario von 18-200mm fehlt an der Fuji. Dafür ist die Fuji in Verbindung mit analogen Festbrennweiten vorbildlich. Das ist schon nach den ersten Tests klar. Was für XE 1 und 2 in Sachen analoger Objektive und Adapter gilt, gilt auch für die XT 1.
 Die Schnelligkeit und der Komfort der Bedienung:
Das Fotografieren geht sowohl bei der Fuji XE, wie bei der Fuji XT sehr gut im Halbautomatik-Modus. Wer ganz manuell einstellen will, braucht für das Einzelfoto etwas länger. Die Schärfe kann punktgenau eingestellt werden, besser als jeder Autofokus das kann. Die Tiefenschärfe (und das sog. Bouquet) werden über die Blende geregelt. Während der Autofocus bei der XE 2 lahmt, ist erbei der XT 1 deutlich schneller und genauer
 Schärfe und Bildqualität

Für analoge Objektive der Serien Nikon Non-AI /AI / AIS, Canon FD / Pentacon ist die Schärfe und Bildqualität hervorragend. Bei anderen Objektiven (z.B. Zeiss, Leica) habe ich das nicht überprüfen können. Dasselbe gute Bildergebnis gilt auch für das getestete Weitwinkel von Vivitar und Walimex. (siehe zum Vergleich über getestete Objektive >>> hier)

Die analogen Festbrennweiten passen auch von der Größe und handhabung perfekt zur XT 1. Darin gibt es keinen Unterschied mit XE 1 und XE 2. Es fällt allerdings auf, dass das kleinere Auflagenmaß bei Canon erlaubt, den Adapter insgesamt kürzer zu bauen, als bei Nikon-Objektiven. Das tuzt der Einheit insgesamt gut. Die Fuji mit Canon Adapter und Canon FD Objektiven liegt statt in der Hand. Alles liegt in Reichweite und ist gut zu bedienen. Der Blendenring bei Canon läuft perfekt und auch der Schärfenring. Sehr sauber, Sehr zügig, Sehr genau. Das macht richtig Spaß. Die Bildqualität ist perfekt.
Bei den Varios von Nikon gibts Abstriche. Während das AF 28-105 von Größe und Gewicht gut passt, ist das Nikon 18-200 eine Spur zu unscharf, insbesondere wegen der Offenblende. Das ist für mich keine Option. Also entweder Nikon AF 28-105 oder gleich Fuji XF 18-55 plus XC 50-230mm. Die sind auf jeden Fall scharf.
Tonwert
Bei Fuji X kann man im Menü Farbe, Schärfe, Ton-Wert und Schattierung von -2 bis +2 varrieren. Ich selbst bevorzuge im Normalfall die Schärfe auf Normalstellung zu lassen, und die übrigen Werte auf -1 zu stellen, damit die Farben weniger grell sind, und die Schattenbereiche aufgehellt werden. In Einzelfällen macht es SInn, dieses Schema zu ändern, etwa bei Fremdobjektiven, um die Schärfe zu verbessern, oder bei Schlechtwetter, um bei Garau-in-Grau-Wetter mit den Original Fuji-Objektiven (und auch anderen) die Farben etwas mehr rauszukitzeln. Einfach mal probieren und die Ergebnisse miteinander vergleichen. Die Einstellung ist nicht mehr als ein Click mit der Taste des Wählschalters. Auch bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen lohnt sich manchmal, die Kontraste deutlich hochzusetzen, um Licht- und Schattenbereiche prägnanter zu gestalten. Um die Farben insgesamt etwas wärmer zu machen, empfehle ich, Fremd-Festbrennweiten zu nutzen. Egal ob Canon FD, Nikon, Zeiss, Leica-M, Pentacon oder Mayer-Görlitz. Achten Sie nur einen qualitativ hochwertigen Adapter, sonst ärgern Sie sich nur.
Die Videofunktion
Videos werden in HD Qualität aufgenommen. Die Videoeinstellungen werden im Menü gemacht. Dort kann man auch die Lautstärke des Micros stufenweise ändern. Aufgenommen wird über einen separaten Knopf neben dem Fotoauslöser, der rot markiert ist, und leider sehr fummlig zu bedienen ist. Mit etwas Übung geht das aber ganz gut. Das Einschalten geht recht einfach, aber das Ausschalten der Videoaufnahme durch längere Betätigung des Buttons klappt erst nach einiger Übung. Film-Wiedergabe über den Button unterhalb des Menüs (abspielen). Wie bei der XE 2 gilt auch bei der XT 1: Mit dem AF Objektiv kann man zoomen und die Belichtung direkt per Autofocus bequem steuern. Dafür bietet sich das XF 18-55m an, weil die Kombi gut in der Hand liegt. Ruckelfreie Schwenks sind möglich. Natürlich kann man auch mit (manuellen) Festbrennweiten aufnehmen, mit Steuerung der Blende am Objektiv. Benutzt man ein Stativ, so kann man über den Helligkeitsregler auch faden (fade in - fade out). Died besten Stands und Zooms wird man mit Stativ erzielen. Schwenks gehen sehr gut aus der Hand. So kann man bewegte Aufnahmen sehr dynamisch getalten. Die Kontrolle der Aufnahme hat man am besten über das Display. Als Micro empfehle ich das Fuji Mic ST 01 oder für gehobene Ansprüche und Profisound das ZOOM H6.
Auch für die XT 1 gilt, dass die Videofuknktion erstklassig ist. Leider fehlt ein Kopfhörerausgang (Buchse), aber weil der Ton insgesamt gut zu regeln ist, kann man das verschmerzen. Diese Funktion kann die XT 1 aus meiner Sicht deutlich besser als Nikon. Das Nachfolgemodell XT 2 hat denn auch die Kopfhörerbuchse, so dass man die Tonaufnahme während der Aufnahme überprüfen kann. Schön wär jetzt noch ein Schieberegler, um den Ton direkt während der Aufnahme zu regulieren und Effekte einzublenden. Aber das ist Zukunft.
Drahtlos-Kommunikation
Eine der wichtigsten Drahtlos-Kommunikationen dürfte der Austausch von Daten mit dem Smartphone sein. Ich habe nicht alles überprüfen können, aber für das iPhone gibt es eine Fuji-App, die man sich kostenlos herunterladen kann. Damit ist nun möglich, Fotos und Videos, die mit der XT 1 (oder XT 2) direkt über das iPhone zu verschicken.
 
Die Einstellräder
Besser als an der XT 1 (identisch bei der XT 2) kann man die Einstellräder nicht machen. ISO, Zeit, Helligkeit, Serienbild, Panorama und die Felder für Belichtungsmessung sind übersichtlich angeordnet und sofort manuell zu verändern. Eine adäqaute Einstellung bietet hier nur die Nikon Df, aber das ist ein riesiger Klotz. Auffälliger und schwerer gehts kaum.
Bildbeispiele
Bildqualität der XT 1 mit 16,3 Mio und zum Vergleich die Nikon D 750 (Bild 5)

Bild 1) Fuji XT 1 mit K&F Concept Nikon Adapter und Nikon AF 28-105mm. Durch den Morgennebel war der Schärfepunkt schwierig zu bestimmen, so liegt er eher bei den leichten Wellen im Wasser, als auf dem Boot. Das Bild zeigt aber, dass sich das Nikon Objektiv ganz gut schlägt

Bild 2) Chaos am Schreibtisch. Bild mit XT 1, Canon FD 24mm und Adapter von K&F Concept bei gelben Kunstlicht. Die Schärfe im Nahbereich ist gut, aber in der Verkleinerung und vor allem in Details (Ausschnitte) sieht man, dass man die Canon-Adapter mit K&F zwar gut benutzen kann, aber eine extreme Schärfe gibts nicht, was natürlich auch an der relativ langen Belichtungszeit liegen kann (moderate Verwacklung mangels Bildstabilisator möglich).
Bild 3) Fuji XT 1 mit Fuji XF 18-55mm. Die Grüntöne sind giftig, in sich wenig differenziert und sie wirken unecht. Auch die Farben des Wegs sind irgendwie "konturlos". Die Fuji kommt hier eindeutig an ihre Grenzen. Sie unterscheidet sich hierin nicht von der XE 2.. (Bild bei Sonnenschein, nachmittags geegen 17 Uhr))
Bild 4) Ein direkter Vergleich: Hier ist das Bild entstanden mit XT 1 und dem Nikon 18-70mm Objektiv an Novoflex-Adapter. Die Grüntöne sind deutlich differenzierter. Das sieht wirklich aus wie Gras und Blätter. Auch Gelb- und Brauntöne sind deutlich differenziert, wenn auch etwas "overpaced" (Gestrüpp). Das Bild ist entstanden bei Regenwetter, morgens gegen 11 Uhr. Gerade für Regenwetter ist das Ergebnis ganz erstaunlich, was das Nikon Objektiv hier an der Fuji leistet. Man muss berück-sichtigen, dass hier mit Offenblende gearbeitet wurde. Das Bild ist i.ü. bis ins Unendliche recht scharf. Da gibt es nichts zu meckern. Die Schnelligkeit des Nikon-AF-S Motors erreicht man mit der manuellen Einstellung an der Fuji mit dem Nikon Objektiv allerdings nicht. Das geht alles sehr sehr langsam, bis man richtig focussiert hat. Für Stands gut, aber nicht für bewegte Objekte. Anders ist das, wenn man ein manuelles Objektiv mit Blendenvorwahl einsetzt, etwa in der Streetfotografie. Entfernung voreinstellen, Blende voreinstellen (am besten Blende 11-22) und dann das "Objekt" einfach über den Klappspiegel verfolgen und mehrfach auslösen. Geht natürlich mit dem Fuji 18-55mm und Autofocus noch schneller. Zum Vergleich: Mit XE 1 geht das nicht so komfortabel. weil die keinen Klappspiegel hat.
Bild 5) Noch ein direkter Vergleich: Bild mit Nikon D750 und AF-S 28-300mm bei Regenwetter. Besser als die Fuji mit Nikon Lens kann es auch die Nikon kaum. Sicher. Die Grüntöne sind eine Spur weniger grell, und die Gelbtöne im Blattwerk sind deutlich schöner. Auch der Weg ist differenzierter. Wegen des geringen Lichts wurde auch hier mit ziemlich großer Belnde gearbeitet. Die Schärfe ist noch einen Ticken besser als an der Fuji. Auch die Schnelligkeit des Autofocus kann ich hier nutzen. Kamera ans Age reisen, Brennweite einstellen und dan Klack. Mit der Nikon geht das treffsicher, punktgenau und ergebnisorientiert. Auch bei heftigem Regen ein großer Vorteil, weil man die Kamera nur für kurz aus dem Regenmantel holen muss, ohne Gefahr von Schäden.
Was sagt uns das?  Die Bilder mit der XT 1 und den Nikon Objektiven sind deutlich differenzierter, allerdings muss man manuell fotografieren und mit AF-S Objektiven hat man nur die Offendlende zur Verfügung. Die Bilder mit der Nikon D750 sind im direkten Vergleich noch einmal deutlich differenzierter. Für mich bedeutet das, dass Fuji bei seinen Objektiven deutlich nacharbeiten muss. Nicht nur, dass ein 18-70, ein 18-85, ein 18-105mm Objektiv fehlen, und auch das 18-200mm Reiseobjektiv, so ist auch die Farbdarstellung bei den Fuji-Objektiven zu flach und gleichzeitig überspitzt, obwohl die betreffenden Werte im Menü alle bereits heruntergesetzt wurden. An dem schnellen Autofocus der D750 geht ohnehin nichts vorbei. Das heißt im Endeffekt: Wer die bessere Bildqualität will, der muss weiter die schwere Nikon mit sich rumschleppen und auf eine Spiegellose Nikon warten.
FAZIT   XT 1:
    Stabiles Magnesiumgehäuse
    Einstellräder für ISO, Zeit, Belichtung, Serienbild, Messfeld, usw.
    Schaltereinstellung für Bildfolge, Panorama, BKT, Belichtungs-
       messung (Auswahl Spot bis Ganzfeld) direkt an der Kamera
    Klappspiegel
    großer, heller und scharfer Sucher
    phantastische Kompatibilität mit analogen Festbrennweiten ver-
      schiedener Hersteller, wobei die getesteten Adapter von Novoflex v         vorzüglich sind.
    viel mehr AF Punkte als bei der XE 2
    Schnelle Umschaltung von AF auf manuelle Bedienung
    Gewicht sehr reisefreundlich
    Großes Ausgabeformat in cm erlaubt Detailvergrößerungen
    Rauscharmut bis 6400 ISO sehr gut
    Dynamik gut (wenn auch nicht so gut, wie bei Nikon D750)
    Gute Schärfe und Auflösung, exakt wie bei XE 2
    Akkus kompatibel mit XE 2
    Video sehr gut (besser als bei Nikon D750)
    Mikrophoneingang für Klinkenstecker
    Drahtlose Kommunikation

  Einschalter zu fummlig
  Gummierung anfällig (löst sich durch UV und Schweiß auf)
  Kein Universalobjektiv 18-200mm, kein 18-70/18-85/18-105
  Keine + / - Taste für Bildbetrachtung wie bei der XE 2
  Akku nur 1280 mAh. Die Akkus sind rasend schnell leer.
      Die Fuji XE 2 kann das deutlich besser
  Autofocus im Vergleich zu einer Nikon D300 oder D750 deutlich
     träger und ungenauer
  Bei Bildserie ist der Auslöser kaum für EInzelbild zu verwenden
      weil der Verschluss losrennt wie von der Tarantel gestochen
  Kein Kopfhörerausgang
  Farbdifferenzierung zu schwach und gleichzeitig zu grell 
     ("overpaced")


Ein Unterschied in der Bildqualität ist zwischen XT 1 und XE 2 nicht feststellbar. Beide verfügen über 16,3 Mio Pixel. Beide haben dieselben Auswahlpunkte im Menü, um Helligkeit, Schärfe, Farbe usw zu steuern. Beide sind hervorragend mit manuellen Objektiven zu bestücken, insbesondere mit Fremdobjektiven. Das macht es zu einem Vergnügen mit analogen Objektivn von Nikon, Canon, Zeiss, Leica usw. zu fotografieren. Insbesondere in der Portraitfotografie wird das von vielen Fotografen hochgeschätzt. Allerdings ist der Autofocus vergleichsweise langsam. Beide Kameras sind für schnelle Sport oder Tieraufnahmen nur bedingt einzusetzen. Die XT 1 kann das aber deutlich bessr als die XE 2, durch die größere Anzahl von Messounkten und die schnellere Bildfolge bei Serienaufnahmen.

Interessant ist aber der Vergleich zwischen der Nikon D750, und der Fuji XT 2, die beide auf einem Preisniveau liegen, nur dass die Nikon über einen Vollformatsendor verfügt. Es ist anzunehmen, dass die XT 2 kein grundsätzlich anderes Farbmanagement besitzt als die XT 1 (zunmindest habben mir das einige Testaufnahmen gezeigt). Auch hier gilt. Das Nikon System ist schon eine Weile auf dem Markt. Trotzdem ist es in der Bildqualität ausgewogener. Nikon muss hier bald etwas nachschieben, um der Konkurrenz der Spiegellosen etwas entgegenzusetzen. Vielleicht ist auch die angekündigte neue Spiegelose Premium Kamera von Nikon das, was dem Optimum sehr nahe kommt, vom (niedrigeren) Gewicht, der Auflösung, der Schnelligkeit und der Farbgebung, vor allem aber auch in der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Objektive. Wer jetzt noch bei Nikon ist, und wer noch warten kann, der sollte sich vielleicht nicht unbedingt eine nagelneue XT 2 mit allen dazugehörigen Objektiven + einem leistungsfägigen Blitz zulegen (außer er ist finanziell potent genug, um einen solchen locker wegzustecken). Noch wissen wir allerdings nicht, was Nikon uns in einigen Monaten oder spätestens zur nächsten Photokina bescheren wird. Wer jetzt noch bei Nikon ist, wird klug beraten sein, seine Objektive zu behalten. Die positiven und überzeugenden Qualitäten  der Fuji in Verbindung mit analogen Festbrennweiten bleiben wahrscheinlich das Alleinstellungsmerkmal der Fuji. Keine kann das besser.
Da Fuji kein 18-200mm Reiseobjektiv hat, und weil der Akku der XT 1 völlig ungenügend ist, kann die XT 1 meine Nikon D750 in wesentlichen Punkten nicht ersetzen. Auch der Autofocus ist im direkten Vergleich bei der Fuji XT 1 viel zu langsam. Wenn es um Festbrennweiten geht, ist die Fuji der Nikon D 750 allerdings deutlich überlegen. Auch der Einsatz als Streetkamera ist mit der XT 1 wegen ihrer relativen Unauffälligkeit und des Klappmonitors hervorragend gelöst, wahlweise mit einem 20 oder 24mm Objektiv oder dem Fuji XF 18-55, das für diesen Einsatz mit der Fuji wegen des Autofocus perfekt ist. Dazu kommt, dass die Fuji fast geräuschlos auslöst, so dass man in absolut stillen Räumen unauffällig fotografieren kann, ohne Prozeduren zu stören. Als Blitz ist für die XT 1 (und auch die XT 2) der Fuji EFX 500 zu empfehlen. Notfalls tuts auch der kleine EF 20. Der bei XT 1 und XT 2 mitgelieferte Mini-Blitz EF X8 ist nur als Aufhellung zu verwenden und scheidet damit als Empfehlung aus. Trotz aller Verbesserungen bei der XT 2 ist für mich auch dort der Mangel eines Universalobjektivs 18-200mm und die mangelnde Farbdifferenzierung das Ausscheidungskriterium gegenüber der Nikon D750. Die Fuji ist für mich auf der Reise also "nur" eine schöne Zweitkamera neben der Nikon D750, wobei es ziemlich egal ist, ob XE 2 oder XT 1, die sich in den wesentlichen technischen Merkmalen gleichen. Vorerst muss das Fuji 18-135 als Universalobjektiv reichen (entspricht 27-202,5mm) Das Nikon-AF-S-Zoom 18-200 ist wegen der Offenblende und der leichten Unschärfe aus meiner Sicht keine Option, weil man damit den Vorteile der großen Schärfe bei der Fuji wieder zunichte macht..
Was die ISO Werte anbelangt, so sieht das auf dem Papier für die XT 1 sehr gut aus, in der Praxis fällt die XT 1 aber deutlich gegen eine Nikon D 750, D500 oder gar die D 850 zurück.
Entscheidend und ausschlaggebend ist für mich die Frage nach den Tonwerten und dem Tonumfang. Egal, welche Einstellung man im Menü wählt, die Farbwerte sind irgendwie "overpaced", also recht grell, insbesondere bei Grün und rot. Das Farb-Detai-Reichtum, wie man es bei Nikon gewohnt ist, erreicht man mit der Fuji nicht, man sieht das deutlich bei Naturaufnahmen mit viel Wald, Wiese, eben mit vielel unterschiedlichen Grüntönen. Fuji hat hier deutliche Schwächen. Wer Objektfotos macht, oder im Portraitbereich unterwege ist, den wird das vielleicht nicht stören.  Mich stört das.
Die Nutzung von Fremdobjektiven ist an Fuji hingegen Weltklasse, vorrausgesetzt, man setzt einen geeigneten Adapter ein. Auch die Videofunktion ist erstklassig. Wer überwiegend schwarz-weiß fotografiert, der ist mit der Fuji auch allerbestens bedient. Was die Schnelligkeit des Autofocus hingegen anbelangt, so ist die Fuji XE 1 und 2, die XT 1 und die X-Pro 1 im Vergleich zu Nikon "eine lahme Ente". Fuji XE 3, XT 2, XT 20 und x-Pro 2 haben diesen Nachteil gegenüber der Nikon deutlich vverringert
Schon die Werte des Datenblatts zeigen, dass Fuji auch nur mit Wasser kocht. XE 2 und XT 1 sind keineswegs überragend, und das große Lob, das überall gezollt wird, muss im Kern hinterfragt werden. Möglicherweise ist da einiges an Begeisterung durch Trolle erzeugt. Überragende Kameras sind das jedenfalls nicht im Vergleich zu den Mitbewerbern von Sony oder Nikon. Allerdings punktet die XT 2, genauso wie die XT 1 durch das äußerst geringe Gewicht von 440 bzw. 500 Gramm. Die  XT 2 hebt sich positiv aus dem gesamten Fuji Angebot heraus, aber sie ist auch nagelneu, und muss zwangsläufig einige neue technologische Fortschritte beinhalten. Noch einmal zurück zur XT 1. Als Zweitkamera ist die XT 1 für manuelle Brennweiten aus analogen Serien besser als jeder Mitbewerber (mit Ausnahme der XT 2 oder XT 3), und sie wird meine Fuji X 30 ersetzen. Aber das wars auch schon. Für mich reicht das als gute Zweitkamera neben der Nikon D 750, die für mich nicht nur wegen des Universalobjektivs 28-300mm meine erste Wahl ist, sondern auch wegen des viel leistungsfähigeren Akkus. Da Nikon in absehbarer Zeit eine spiegellose Kamera nachschiebt, lohnt es für mich zu warten. Ob die dann im Bereich analoger Objektive dieselben Möglichkeiten besitzt, wie die XE oder die XT, beibt abzuwarten. Auch der Preis steht noch in den Sternen. Dann kann ich immer noch einen Wechsel zur XT 2 in Erwägung ziehen. Ich sage das hier aus meiner Sicht. Andere mögen eine andere Entscheidung treffen. Immerhin ist das niedrige Gewicht von XT 1 und XT 2 eine große Verführung. Nur die Spiegellosen von Sony, Panasonic und anderen können da in Punkto Gewicht mithalten. Solange Fuji kein Universalobjektiv 18-200mm nachgeschoben hat, ist aber ein Wechsel von Nikon zu Fuji für mich keine Option, auch nicht mit XT 2.
  Für Andere mag für eine solche Entscheidung das geringere Gewicht  der Fuji ausschlaggebend sein, für mich ist es die Kombination aus Objektiven, der  
  Fähigkeit in der Dämmerung zu fotografieren (gerade in der dunklen Jahreszeit), die Schnelligkeit des Autofocus und die Bildqualität, auch hinsichtlich
  des Farbspektrums und der Auflösung von Schattenbereichen, und außerdem ist es die Betriebsdauer des Akkus, der bei der XT 1 mit 1280 mAh völlig
  indiskutabel ist. In der Gesamtheit der Argumente da kann die Fuji (egal ob XE, XT 1 oder XT 2) nicht mit der Nikon D 750 oder der D 500 mithalten.
Zugegebenermaßen ist ein Reisezoom von 18-200mm (entspricht 27-300mm) für Hochzeits- und Portraitfotografen nicht von Bedeutung, und auch nicht die Betriebsdauer des Akkus. Es verwundert daher nicht, dass die XET 1 und vor allem die XT 2 bei dieser Berufsklasse auf große Anerkennung gestoßen ist, zumal in diesem Genre das Fuji 18-135 ebenso ausreicht, wie die Arbeit mit Festbrennweiten, egal ob von Fuji, Zeiss oder der beliebten Leica-M-Klasse. Da man in dieser Branche auch mit Videos arbeitet, könnte die Videofunktion der XT 1 deutlich komfortabler und einfacher zu bedienen sein. Tier-, Sport-, Natur-, Kriegs-, Sensationsfotografen oder das politische Genre arheiten gerne mit universellen und langen Brennweiten, einem superschnellen Autofocus und ausreichend dimensionierten Akkus. Auch da hat Fuji einen deutlichen Nachholbedarf, auch wenn die XT 2 deutlich schneller geworden ist. Wie gesagt: bei manueller Bedienung und im Umgang von Fremd-Festbrennweiten hat Fuji die Nase vorn. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat ihr bisher kein anderes System nehmen können.
Schaut man kritisch zurück, so waren es wohl genau diese guten manuellen Nutzungsmöglichkeiten, die den Nymbus der X Klasse geschaffen haben, gepaart mit guten Bildeigenschaften, einem leichten Gewicht und einem guten handling. Die Nachfolgekameras der 2017er Generation sind deutlich schneller geworden, und punkten mit einer deutlich höheren Auflösung. Das hat allerdings auch seinen Preis. Abschließend kann gesagt werden, dass die XT 1 gegenüber der XT 2 / XT 20 / X-Pro 2 oder der Nikon D750 (auch D500) die deutlich geringere Auflösung hat. Anspruchsvoller Fotografie in größeren Bild-Formaten reicht das heute nicht mehr. Die geringere Pixelzahl ist aber nicht nur nehagtiv zu werten. Die Dateien sind deutlich kleiner. Die verwendeten Speicherkarten auch. Die Verarbeitung am PC geht schneller und für hervorragende Ausdrucke in DIN A 3 reicht das allemal. Nur die ISO könnte deutlich besser sein, um in kritischen Lichtsituationen. nicht auf den Blitz angewiesen zu sein, der auch nicht alles wettmachen kann, was die Kamera nicht leistet.
  Fazit: Fujis spiegellose Systemkameras können die Nikon D300 / D700 / D750 / D810 und erst recht nicht die D 850 ersetzen, sind aber als Zweit-Kamera
  ganz hervorragend, vor allem mit Fremdobjektiven und im Einsatz für Videos. Gerade die Nutzung etwa von Pentacon Objektiven (siehe Test M42) ist 
  überzeugend (dasselbe dürfte erst recht für Zeiss-, und Leica M-Objektive gelten).

Die Themen auf den einzelnen Fotoseiten:
  Seite 1 - Das Auflagemaß
  Seite 2 - Test: Der Kipon Adapter M42 auf Nikon in Verwendung mit M42 Objektiven (Zeiss / Meyer-Görlitz / Pentacon)
  Seite 3 - Die Wahl des Objektivs. Zoom oder Festbrennweite
  Seite 4 - Test: Die Fujifilm X30
  Seite 5 - Neueste Nachrichten aus der Welt der digitalen Fotografie (wird ständig aktualisiert)
  Seite 6 - Reisefotografie
  Seite 7 - Nikon D300 versus Nikon D700
  Seite 8 - Nikon D500 und Nikon D5 (Januar 2016)
  Seite 9 - Test: Nikon D700 versus Nikon D750
  Seite 10 - Nikon D500

  Seite 11 - Test: Nikon D750 Teil 2
  Seite 12 - Ausflug zur Fuji XE - 2 ( lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji? )
  Seite 13 - Nikon Objektive mit Novoflex.Adapter an Fuji XE - 2
  Seite 14 - Fuji X mit M 42 Adapter und Objektiven von Zeiss-Jena / Mayer-Görlitz und Pentacon
  Seite 15 A- Fuji XT 1 und XT 2 ( Teil 1 )
  Seite 15 B- Fuji XT 1 ( Teil 2 )
  Seite 16 - Fuji X mit Canon-FD - Fuji Adapter und Canon FD Festbrennweiten und Zooms.

Textautor und Fotos: (c) Hans-Peter Vogt
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