Fototechnik (2.12)   Fujifilm X  (Fuji XE  /  Fuji X 30  /  Fuji XT)
Home Kontakt
       
        Hans-Peter Vogt
        vogt multimedia & tour
        Produkte, Dienste & Infos
        rund um die Fahrradtour

        www.fahrrad-dvd.de
        Erlenweg 18
        64354 Reinheim

 

Kleine Fotokunde / Kapitel Fototechnik  -  2.12. Der Ausflug in die Fuji X-Welt

zurück zu << 1. Foto-Handbuch / Basiswissen 
Kap. 2.12  -  Ausflug in die Fuji-Welt der spiegellosen Systemkameras (1)
Fuji XE  und die X 30, und ein Vergleich zu Nikon
( Stand: 21.9.2017 )
Lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji ???
Text
Version 1
Stand: 22.9.2017

Der Bereich wird succesive ausgebaut und erweitert

First Impression. Ich lerne die Fuji XE 2 kennen, sie zu vergleichen und damit zu fotografieren 
Links: für mich neu: Die Fujifilm EX 2                    -                  Rechts: damit fotografiere ich nun schon eine ganze Weile- Damit kenne ich mich aus: die Fuji X30
Größenvergleich: Bild Fuji XE 2  Silber. APSC Systemkamera mit Wechselbajonett (hier mit der Brennweite XF-R 18-55mm) und fest verbautem Display (links) und zum Vergleich die Fuji X 30 schwarz (rechts), mit 1/3 Format, und mit eingebautem Zoom 28-112. Hier im Bild ist das Zoom auf die längste Brennweite ausgefahren. Größe und Gewicht beider Kameras sind in etwa. identisch. Beide verfügen über einen hellen und scharfen Sucher, sowie eine Belichtungssteuerung am Gehäuse (Drehrad rechts außen). Die X30 hat ein Programmwählrad. Bei der XE wird das Programm über das Menü angewählt. Die XE 2 hat oben am Gehäuse die Auswahl für die Verschlusszeit angebracht. Die ISO wird im Menü festgelegt (wahlweise im Automatikmodus). Kann man aber auch auf eine FN Taste legen. Die XE 2 kann regulär bis 6400 ISO genutzt werden, im Extremfall bis 12.800 ISO (bei manueller Auswahl im Menü), bei der X30 fängt bei 1600 ISO das Bildrauschen an. Der 1/3 Sensor ist nun mal größenbedingt nicht so leistungsfähig wie der viel größere APSC Sensor der XE 2. Dafür hat die X30 ein Klappdisplay. Die Menüs und Anzeigen beider Kameras erschließen sich nach einigem Gebrauch von selbst. Am Anfang muss man lernen. Dabei stellt man schnell fest, dass die XE 2 für das Fografieren mit  manuellen EInstellungen und Festbrennweiten optimal gerüstet ist, wie kein anderes System sonst (bei Nikon kann man nur die fd nennen, aber die ist klobig und schwer). Die XE 2 ist hingegen klein, handlich und leicht, und sieht auch noch gut aus, geht aber (wegen des Objektivs) in keine Jackentasche mehr.
Die spiegellosen Premium-Fujis der X-Serie gelten als Legende, wenn nicht sogar als das non-plus-ultra,
jedenfalls räubern sie ordentlich unter den Verkaufszahlen der Mitbewerber.
Hier geht es in erster Linie um die schon "älteren" Modelle XE 1 und XE 2 (2012/2013) mit 16 Mio Pixeln, weil die derzeit sehr günstig zu haben sind,
und sich als Einstiegsmodelle in Fujis spiegelloses System hervorragend eignen. Der aktuelle Nachfolger (XT 20) kann alles noch einmal
zwei Stufen besser und schneller als die XE 2- Er hat  24 Mio Pixel, ist aber mit rund 1000 € Neupreis deutlich teurer als die gebracuhte XE 2.
Anmerkung: Ganz neu erscheint dieser Tage die XE 3, diesmal mit 12.800 ISO, 24 Mio Pixeln und deutlich schnellerem Autofocus. 
Sie hat allerdings immer noch ein fest verbautes Display und sie besitzt ein Touch Screen mit Wischfunktion wie beim Smartphone.
Die Ausgangslage und die Aufgabenstellung:
Hochgelobt wegen Gewicht, Bedienung und Bildqualität. Mit der X-Serie ist Fuji groß geworden. Angefangen hat das mit der X100 und der X-Pro, gefolgt von der X10 und der XE1. Heute sind die Spitzenkameras die XT2 und die X-Pro 2. Vollformat gibt es nicht. Aber e gibt das Mittelformat bei der GFX, Bis auf den 2/3 Bildsensor der X10-X30-Reihe und die GFX verwendet Fuji das APSC Format und hat den Anspruch (fast) genausogut zu sein wie das Vollformat. Nun ja. Geredet wird viel, und die Fangemeinde ist fleißig dabei viel Gutes zu erzählen. Leider ist das recht undifferenziert und manchmal von der Mode und dem Zeitgeist abhängig. Ich will es deshalb wissen. Positive Erfahrung hatte ich bereits mit der X10 und X30. Beim viel größeren APSC Format - so muss angenommen werden - sollte an Bildqualität noch deutlich mehr drin sein. Wegen des Lobes (auch von Berufsfotografen) kommt die Fuji XE gleich in einen Vergleich zu Nikon D300 / 700 / 750,  die eigentlich alle eine Klasse höher rangieren
Man findet nicht viele Gebrauchte X-Fujis der X10-X30 Serie und der 100er Serie im Netz, und wenn, dann zu Preisen, die kaum unter dem Neupreis liegen und lange stabil sind. Das galt lange auch für die XE 1 / 2 und die XT 1. Erst mit der Einführuing der XT 20 / XT 2 ond X-Pro 2 sind die älteren Systemkameras deutlich im Preis gesunken. Jedenfalls ist Fuji aktiv, wie nie zuvor. Ständig werden neue Modelle der X-Serie in allen Preisklassen nachgeschoben, wobei auch schon die Einsteigermodelle eine sehr gute Figur machen, weil die Bildqualität nicht anders als bei den höherpreisigen Fuji-Modellen ist. Nur die Ausstattung ist dann insgesamt preisbedingt unterschiedlich, wie etwa beim Sucher, oder beim Staub- oder Regenschutz.
Fangen wir mit der in dpi gemessenen Auflösung an. Fuji verwendet als Ausgangsformat 72 dpi. Das ist Internetqualität, aber keine Druckqualität. Allerdings sind die Bildmaße in Zentimetern etwa bei der XE2 mit 115 x 173cm gewaltig. Man kann solche Ausgabeformate gut auf 300 dpi für die Druckausgabe konvertieren. Bei Nikon hingegen wird grundsätzlich mit 300 dpi Ausgangsformat gearbeitet. Sehr professionell. Bei der effektiven Auflösung bieten die XE 1, XE 2, XT 1 und x-Pro 1  jeweils 16 Mio Pixel. Das können heute fast alle SLR Mitbewerber besser. So haben auch die XT 20, die XT 2  und die X-Pro 2 bereits eine deutlich feinere Auflösung von 24.000 Pixel.
Ich selbst komme eigentlich von der Nikon (D70s>D200 >D700>D300 und zuletzt der D750) und finde das Nikon-System nahezu unübertroffen, sowohl von der Bedienung, wie der Robustheit, den natürlichen Farben, der Farbtiefe und dem Tonumfang (Tondifferenzierung), sowie von der Bandbreite an hervorragenden Objektiven. Dann habe ich mir eine kleine Fuji zugelegt, sozusagen als Pocket- und Streetkamera, die X10 für die Jackentasche, die ich nach einem Jahr durch die >>  Fuji X 30 erneuert habe (Bild oben rechts). Guter Sucher, Klappdisplay, knackscharfe Aufnahmen. Schön, schön, und nur mit wenigen Schwächen. Der Brennweitenumfang von 28-112mm ist perfekt. Könnte kaum besser sein. Gewicht, Größe? Für mich noch grade richtig, weil das immer in die Brusttasche meiner Weste passt. Bildqualität? Gut. Die Farbwerte (Brillanz) sind etwas überzeichnet. Beim rausvergrößern kommt man bei der X30 an die Grenzen. Ausdrucke in DIN A 4 sind sehr gut, und DIN A 3 auch noch gut. Das reicht im Normalfall sogar für professionelle Anwendungen. Vielen andern Usern ist die X30 als Pocketkamera aber bereits zu klobig und zu schwer (433 Gramm), was u.a.dem stabilen Gehäuse geschuldet ist. Auch hat sie kein hautomatisch herausfahrbares Zoom, was die effektive Größe eben vergrößert, wenn die Kanera aufnahmebereit ist ( siehe Bild oben). Ich selbst nutze sie seit fast 3 Jahren, und sie ist auch für Buchveröffentlichungen geeignet. (siehe Test) / siehe mein Buch GO SLOW. An die D 300 oder die D750 kommt die Fuji X 30 in der Bildqualität nicht ran, und besonders nicht im Rauschverhalten. Alles das sollte bei der hoherpreisigen Fuji XE besser sein.
Als störend empfinde ich bei der X 30 das Einschalten am Objektiv (zeitraubend). Ein Drehschalter am Auslöser wäre perfekt, so wie das bei der XE 2 oder der XT 20 ist. Was auch stört ist die Auslöseverzögerung bei der X 30. Es dauert einfach zu lange vom Betätigen des Schalters bis zum Klick des Verschlusses. Die ISO ist bis ISO 800 gut brauchbar, erst dann fängt das Bildrauschen an. ISO 1600 geht grade noch so. Die angegebenen ISO 12.800 sind ein Phantasiewert (lach lach). Der Videomodus ist ok, aber nicht wirklich brauchbar, auch wenn die Tonqualität mit Zusatzmikro sehr gut ist. (Meine Nikon kann das besser und liegt viel ruhiger in der Hand) Sehr schön ist bei der Fuji X30 der Klappspiegel. Das hat nicht mal die Fuji XE 2 . Schön ist der Liveview-Modus. Alles in allem ist die X 30 eine schöne Streetfotografie-Kamera, sehr unauffällig. Geeignet für die Ausgabe in Printmedien. Die Frage ist? geht das bei gleichem Gewicht besser? Ein kleines spiegelloses System, aber schnell und mit noch besserer Bildqualität und ISO. Also: womit kann ich die X 30 durch eine handliche kleine und leichte Kamera optimal ersetzen, und gleich auch die D300 mit, die ich bisher als Zweitkamera benutze? In diesem Fall muss ich bei Fuji auf eine Systemkamera mit Wechselobjektiven zugreifen, weil mir eine Festbrennweite (wie bei der X 100) nichts bringt.
Bei der Nikon ist leider auch nicht alles das Gelbe vom Ei. Bedienung super. Schnelligkeit und Sucher super. Objektivangebot super. Aber - und jetzt  kommt das Aaaaber.... Alle Bilder bei der Nikon sind ziemlich dunkel, speziell bei der D750, optimiert für eine Betrachtung am TFT Monitor. Das erfordert bei jedem Bild Nacharbeit. Nicht unbedingt fürs Internet, aber für die Printmedien. Das ist sehr nervig !!! Auch wenn der Dynamikumfang nichts zu wünschen übrig lässt, so dass das Aufhellen mit Lightroom oder Photoshop unbedenklich ist. Außerdem sind die Geräte sauschwer (D750 mit 28-300mm rund 1800 Gramm, D300 mit 18-200mm etwa ähnlich, bei Nikon D800/810 oder gar der D 5 wird das richtig viel Gewicht). Das ist bei der Reise eine Dauer-Belastung für den Fotografen. Das Gewicht nervt. Leider hat Nikon auch noch keine Premium-Spiegellose im Angebot, obwohl in diesen Tagen durchgesickert ist, dass Nikon an einem Spiegellosen System arbeitet, das alle Modelle der Konkurrenz in den Schatten stellen soll. Naja. Werbung ist vollmundig, und bei neuen Modellen wird der Mund immer sehr voll genommen. Über einen Termin wird sich bei Nikon ausgeschwiegen. Details über die Pläne werden nicht bekannt gegeben.
Ich habe alternativ zur Fuji XE 2 mit der Nikon D500 spekuliert. Kenne die aus Testaufnahmen. Das Handling ist bekannt. Die D500 hat aber dasselbe Problem der dunklen Bilder wie die D750 (wenn auch geringer.). Ich hätte die D500 sogar gegen das Vollformat der D750 getauscht, aber sie ist für mich noch ziemlich teuer. Man ann doch nicht jedes Jahr eine neue Kamera kaufen. Also dient die schon etwas ältere und gebrauchte EX 2 für mich zunächst einmal für Testzwecke. Kann man ja auch wieder verkaufen. Was also kann die Fuji Premium-Serie wirklich?  Eine gebrauchte XE 2 tut bei der derzeitiogen Preislage auf dem Gebrauchtmarkt auch nicht sehr weh. Also: Wie macht sie sich in der Auflösung, den Farben, bei Schlechtwetter (diffuse Farben), Handling, und natürlich auch im Gewicht? Fragen, die viele User beschäftigen, eben auch viele Profis, die für Shootings oft mehrere Bodys mit sich rumschleppen müssen. Bei Fuji ist das Gewicht kein Problem. Sie sind klein und verhältnismäßig leicht (soweit man das für einen Metall-Body sagen kann). Die wichtigste Vorraussetzung ist: Die Auflösung, die Schärfe und die Bildqualität muss stimmen. Die Schärfe stimmt schon mal. Das erkenne ich schon nach den ersten Testaufnahmen mit der XE 2. Schon die Fuji X 30 kann die Schärfe besser als die Nikon D300. Nur die D750 und die D500 haben gegenüber der D300/D700 deutlich an Schärfe zugelegt und sind eindeutig im Vorteil. Man sieht diesen Qualitätsschub der Nikon D500/D750 auch im direkten Vergleich mit der Fuji EX 2. Entscheidend für einen Systemwechsel zu Fuji wird (neben der Bildqualität) auf Dauer sein, ob Fuji ein 18-200 nachschiebt, oder ob man das Sigma oder Nikon DX 18-200 mit Novoflex-Adapter alternativ und verlustfrei an Fuji benutzen kann (entspricht 27-300 beim Vollformat). Für die Reisefotografie ist ein großer Brennweitenumfang entscheidend, so dass während der Reise kein Objektivwechsel notwendig wird, bei dem das "Objekt" längst das Weite gesucht hat. (Bei Vollformat (FX) ist das Nikon-Objektiv 28-300 adäquat). Nur im extremen Weitwinkelbereich muss man auf der Reise dann noch ein Zusatzopbjektiv mitschleppen (ab 12mm). Da ist aber der Einsatz beschränkt auf wenige Objekte, wie z.B. bei Architekturaufnahmen. Deshalb ist auch hier wichtig, das Gewicht für die Reise klein zu halten, etwa durch eine Festbrennweite. Was für Nikon gilt, gilt auch für Fuji. Gleichzeitig soll die Neue (wenn man sich denn für Fuji entscheidet) klein, unauffällig und leicht sein, so dass sie in der Streetfotografie gut einzusetzen ist. Eine Kamera, die Wechselobjektive verwendet (und das ist ja die XE 2) passt allerdings nicht mehr in die Brusttasche. Leider. Soviel zu den Voraussetzungen und meinen Überlegungen.
Abschließend lassen Sie mich sagen, dass ich bisher nur sehr selten eine nagelneue Kamera gekauft habe. Zwar gelten die aktuellen Modelle aus das Neueste und leistungsfähigste auf dem Markt, aber die etwas älteren Modelle der vorherigen Modellreihen sind kaum schlechter. Der Preisunterschied ist gewaltig. Der Wertverlust einer Kamera auch. Schon nach 3 Jahren sackt der Preis in sich zusammen. Gerechtfertigt ist das nach meiner Ansicht nicht. So ist eine Nikon D300 heute immer noch eine der besten Kameras, obwohl sie bereits 2008 auf den Markt kam. Das sind nun schon fast 10 Jahre her. OK. Die ISO ist verbesserungswürdig, und die Auflöung wurde mittlerweile verbessert, aber in der Praxis macht das wenig Unterschied. Jedenfalls nicht für einen ambitionierten Amateur oder einen Anfänger, und auch nicht für die meisten Bereiche der gewerblichen Fortografie. Tatsächlich kann ich mich erinnern, wie mir mein örtlicher Händler noch vor 4 Jahren die Fuji EX 1 in den höchsten Tönen empfohlen hat, ich solle doch von Nikon D 700 zu Fuji XE 1 wechseln. Für mich damals keine Option. Die Verhältnismäßigkeit stimmte für mich nicht. Mein damaliges Modell Nikon D700 war einfach um Klassen besserr. Gehe ich heute zu diesem Händler, hat er nur verächtliche Worte für die Fuji XE 1. Nun ja. Er will eben das aktuelle Modell verkaufen. Da muss man Emotionen und Begehrlichkeiten des potentiellen Kunden schüren. Nüchtern betrachtet ist das Quatsch, aber so läuft das Geschäft mit den Neumodellen. Wir sind nun mal Konsumenten, und das Neue ist angeblich immer um so vieles besser als das althergebrachte, auch wenn es erst 2 Jahre alt ist.
Und damit sind wir bereits bei der Fuji XE 1 und 2
(Bild oben links / wahlweise auch bei dem Vorgängermodell XE 1)
Mit dieser Kamera habe ich schon lange geliebäugelt. Das Risiko eines Systemwechsels war mir aber inclusive der Anschaffung neuer Objektive zunächst zu teuer. Gegenüber meiner damaligen Nikon D700 fiel die EX 1 deutlich ab. Eine längere Fotostrecke konnte ich auch nicht machen, aber natürlich hatte ich sie mehrfach in der Hand und habe Testbilder gemacht, genauso wie die spätere XE 2 und dann die XT 2. Was mich schon bei den ersten Kontakten mit diesem Fuji-System gestört hat, das war, dass Fuji kein Reisezoom anbietet, das die ganze Bandbreite von Weitwinkel bis zu Tele abdeckt. Auf der Reise ist ein ständiger Objektivwechsel ein Now Go.  Die Bildqualität habe ich indes mit den wenigen Testaufnahmen, die ich machen konnte nicht vergleichen können. Das soll jetzt anders sein.
Inzwischen sind die Gebrauchtpreise für die älteren Fuji-X-Modelle deutlich geschmolzen. Der Ruf der XE eilt ihr sogar vorraus. Mit dem aktuellen Gebrauchtpreis wird die XE 1 / XE 2 wirklich attraktiv, zumindest schon mal als Zweitkamera - wenn sie denn hält, was sie verspricht. Der Body ist etwa gleich groß wie bei meiner X 30. Nur die X 30 konnte mir bisher das erfüllen, was ich mir von einer Zweitkamera erhoffte, die ich ständig mit mir rumtragen konnte, ohne mich zu behindern, und die gleichwohl sehr gute Fotos machte, die ich professionell verwenden konnte.
XE 1 und XE 2 haben das APSC-Sensor-Format der Nikon DX, aber sie sollen angeblich genausogut sein wie das Vollformat, oder zumindest fast, sagen die Fans. Aha. Jedenfalls ist das Netz voll solcher Juchhu-Schreie. Echt, oder alles nur Drohnen-Gewäsch??? So oder so. Die XE 1 / XE 2 zaubert scharfe Fotos (jedenfalls auf den ersten Blick schärfer als eine Nikon D300) und stilistisch lehnt sie sich an das klare Leica Design an. Das ist einfach eine schöne kleine handliche Kamera. Auch das Belichtungsrad und das Rad für die Auslösezeiten oben am Gehäuse, ermöglicht eine komfortable Arbeit und manuelle Bedienung, die für mich stets wichtig war. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich immer bedauert habe, dass Nikon seine guten manuellen Bedienmöglichkeiten der D700 bei der D750 abgespeckt hat)..
Also habe ich mir kurzerhand eine gebrauchte XE1 und eine XE2 zugelegt, zum Vergleich. Kann man ja wieder verkaufen, wenn man nicht ganz zufrieden ist. Für das Spitzenmodell XT-2 hat das Geld nicht gereicht. Die liegt gebraucht mit rund 1200 € - 1500 €  für den Body gewaltig über den derzeitigen Gebrauchtpreisen einer XE1 (um 200,--) / XE2 (350-500,--), (Stand August 2017). Ergänzt habe ich den Body durch die Standard-Brennweite XF-R 18-55 und das Standardzoom XC 50-230mm, die man zum Anschaffungspreis hinzurechnen muss. Man bekommt sie auf dem Gebrauchtmarkt vereinzelt im Kit mit einem Body. So war das bei mir. Die Objektive sollte man in jedem Fall durch einen UV Filter schützen.Das Filtergewinde ist in beiden Fällen 58mm. Der Einzelpreis von Fuji Objektiven ist vergleichsweise hoch, auch gebraucht.
Fuji Objektive:
Es gibt bei Fuji 4 aktuelle Objektiv-Serien. Die XC Objektive 16-50 und 50-230mm werden als Kit-Objektive verkauft. Sie sind die unterste Preisklasse bei Fuji, wenn auch im Vergleich zu Nikon oder Canon mehr als doppelt so teuer. Sehr leicht, sehr scharf, sehr sauber verarbeitet, und ohne Blendenring. Die XF Objektive liegen schon 1-2 Preisklassen darüber und haben einen Blendenring. Auch die die XF R - Reihe hat einen Blendenring. Die XF WR (oder XF - R - WF) Objektive sind die Flagschiffe und sind wasserresistent (WR). Auch sie haben einen Blendenring. Die XF WR Brennweiten haben zum Teil einen Blendenaufdruck. Es gibt auch ältere Baureihen, die man verwenden kann, aber die werden bei Fuji nicht mehr gelistet. Eine gute Übersicht aller derzeitig verfügbaren Fuji-Objektive mit Neupreisangaben gibt es hier  >> ( Stand 2017).
Immer noch stört mich der ständige Objektivwechsel bei Fuji mangels eines Reiseobjektivs von 18-200mm. Das 18-55mm hat ja leider eine sehr kleine Brennweiten-Spanne. Das ist auf der Reise völlig ungenügend. Ein 18-70mm oder ein 18-85mm Zoom gibt es nicht. Ein 18-200mm gibt es für Fuji auch nicht !!! Auch nicht von den Fremdanbietern. Das schränkt die Reisetauglichkeit der Fuji deutlich ein. Es gibt zwar ein 18-135 XF WR von Fuji (entspricht 27-200 mm beim Vollformat) und das könnte eine Alternative sein, aber was ich bei "Digitalkamera-Test" über das Objektiv lese, hat mich zunächst nicht überzeugt. 
Ich zitiere aus dem Testbericht von Digitalkamera zur Fuji 18-135mm Linse: "Sowohl auf dem Papier als auch an der X-T1 macht das Fujifilm XF 18-135 mm F3.5-5.6 R LM OIS WR zunächst eine gute Figur. Die Verarbeitung des 800-Euro-Objektivs stimmt, die Ausstattung mit Spritzwasserschutz, Bildstabilisator, Blendenring, Fokusring und Zoomring sowie der Lieferumfang mit Schutztasche und Streulichtblende wissen zu überzeugen. Auch das Handling an der X-T1 ist wunderbar. Die Schattenseiten sind, wie bei allen größeren Zooms, bei der Bildqualität zu finden. Im Weitwinkel stört die starke Verzeichnung, bei kurzer und mittlerer Brennweite nimmt die Auflösung zum Bildrand hin stark ab und in Telestellung stören die Farbsäume. Dennoch erreicht das Objektiv insgesamt eine gute bis sehr gute Auflösung über den gesamten Zoombereich, die beste Bildqualität erhält man leicht abgeblendet bei mittlerer Brennweite". Oh je.
Ken Rockwell, der für viele als Guru in der Testbewertung von Linsen gilt, kommt allerdings zu ganz anderen Ergebnissen als "Digitalkamera". Er wertet das Objektiv als sehr gut, sehr scharf und sehr farbtreu. Nur bei langer Brennweite kann es leichte Unschärfen in den Ecken geben, auch sehr geringe Farbsäume, die aber nicht stören, sagt er.
Eigene Testbilder des 18-135mm Fuji-Objektivs im Vergleich mit dem Fuji 50-230 (bei 135mm) und Vergleichsbilder mit dem Nikon AIS 135mm und dem Novoflex-Adapter an Fuji XE 2 zeigen kaum einen Unterschied zwischen den drei Objektiven - was die Schärfe und Auflösung anbelangt . In den Farben ist das Nikon (an Fuji) am detailreichsten. Es ändert aber nichts daran, dass der Bereich von 18-135 (sprich 27-202,5) auf der Reise für mich nicht ausreicht.
Das Nikon AIS 135mm und das Fuji Objektiv 50-230 haben sich als sehr scharf herausgestellt. Bei unterschiedlichen Blenden schneidet auch das Fuji 18-135 sehr gut ab. Vielleicht ist es sogar noch einen Ticken schärfer als die beiden anderen, aber das ist Krümelsucherei. Von Randunschärfen kann ich beim Fuji 18-135 nichts feststellen, auch nicht von Farbsäumen. Allerdings - und jetzt kommt das allerdings: Das XF WR 18-135mm ist im Vergleich zu dem XC 50-230mm Fuji ziemlich schwer und vor allem ähnlich klobig wie ein 18-200mm Sigma oder Nikon. Es passt von Größe und Gewicht nur bedingt mit der leichten und kleinen XE 2 zusammen. Der Preis von 800 € ist ja auch nicht gerade ein Schnäppchen. Immerhin ist die Linse wasserfest, hat einen Blendenring (was für manuelle Aufnahmen nur von Vorteil ist), und einen stabilen Metallring als Anschluss.

Es ist eine Überlegung wert, sich 2 Bodys zuzulegen, und die "Standard-Objektive" XF 18-55 (oder XC 16-50) und XC 50-230 parallel zueinander zu nutzen. (Profi-Fotografen machen das ja auch). Eine schnelle Sport- und Tierkamera ist nicht die Sache der XE 2 (und schon garnicht der XE 1). Für mich schneidet die Fuji XE 2 (und erst recht die XE 1) deshalb als ideale Reisekamera (trotz ihres kleinen Gewichts) aus. Mit 2 Bodys zu reisen macht für mich auch keinen Sinn, weil man da mit der Nummerierung und der Zuordnung der Bilder zu Reisepunkten durcheinanderkommt. Die Buchführung über die Zuordnung jedes einzenen Fotos wäre ein Alptraum.

Die 18-135mm Linse bleibt so oder so eine recht teure, wenn auch gute Investition, und sie ist wasserresistent. Für die XE 1 und 2 scheidet sie aus meiner Sicht aus.

Was gibts im Brennweitenbereich 18-200mm alternativ??    Bekanntlich stellt Sigma keine Objektive mit Fuji-Anschluss her, und das wird auch in Zukubft wohl so bleiben, wie Fuji auf eine Anfrage mitteilt. Allerdings gibts Sigma Obketive für die Nikon. Stellt sich die Frage, ob man die Sigma oder Nikon Linsen mit einem Adapter an Fuji effektiv nutzen kann, ohne Bildqualitätsverluste in Kauf zu nehmen. Adapter gibts schon für 20,-- beim Chinesen, der hochgelobte Novoflex-Adapter  Nikon-Fuji kostet zwischen 150 und 180 €. Es gibt weitere Hersteller. Erzielt man damit die erwünschte Bildqualität oder muss man Verluste in Kauf nehmen ???. Bei Verwendung von AF-S-Objektiven muss man mangels Blendenring auf eine manuelle Blendeneinstellung verzichten. Aufnehmen kann man hier nur mit Offenblende. Nur AF-Zoom-Objektive aus den 90er Jahren haben einen Blendenring, und auch die alten AI/AIS Festbrennweiten haben das. Die sind also an Fuji ideal zu nutzen, wenn denn die Bildqualität stimmt. Das ist zu untersuchen.

Adapter für alte analoge Fremdobjektive mit verschiedenen Kameraanschlüssen und neue Fremdobjektive mit Fuji X Bajonett:
Das Auflagemaß der Fuji ermöglicht es, Objektive einer ganzen Reihe verschiedener Hersteller zu adaptieren. Vele Fremdobjektive können verlustfrei genutzt werden. Manche mit einem phantastischen Bouquet, andere sehr scharf und sehr hochaufgelöst. Manche Adapter und manche Objektive sind eher ungeeignet. Es war schon immer nicht ganz einfach einen Adapter herzustellen, der verlustfrei arbeitet, und bis unendlich scharf stellen kann. Die Schärfeebene muss eben bei jeder Linsenstellung genau die Oberfläche des Sensors treffen. Das ist nicht zuletzt auch eine Frage der Produktion, der Endkontrolle, und damit auch des Preises. Es verwundert deshalb nicht, dass einige der Adapter weit über 100 € kosten. Es stehen Adapter für 5 verschiedene Marken zur Verfügung.
Es sind:
1. Adapter Nikon-Fuji: Non-AI/AI/AIS-Objektiven kann man mit dem Novoflex-Nikon-Fuji-Adapter an der Fuji sehr gut verwenden. Es gibt Festbrennweiten und Varioobjektive, wie das AIS 80-200mm mit Blendenring. (siehe Sonderseite Novoflex-Nikon-Fuji). Sie können mit dem Novoflex-Adapter auch Nikon AF uns AF-S Objektive anschließen. Solche Adapter gibts auch von anderen Herstellern (Quenox / K & F Concept).
2. Adapter M42 an Fuji: Es gibt einen weiteren Adapter für das M 42-Gewinde, (ich empfehle Novoflex, rund 90 €. Weitere sind: K&F Concept, rund 22 €, Kiwi, rund 30 €, und Quenox, rund 20 €). Man kann damit ältere Zeiss-, Mayer-Görlitz, Pentacon- und ähnliche M 42-Objektive manuell nutzen.( Siehe Sonderseite M42 )
3. Canon FD - Fuji: Ausserdem gibt es einen Adapter Canon FD - Fuji mit dem Sie die alten Canon FD Objektive an Fuji verwenden können (K & F Concept). Interessant sind auch L-Objektive, die auf dem Gebrauchtmarkt sehr hoch gehandelt werden. Die stehen mir leider für einen Test nicht zur Verfügung. (siehe Sonderseite Canon FD - Fuji)
4. Adapter für Leica M-Objektive an Fuji, (ich empfehle den Fujifilm-Adapter, rund 150,-- / weitere Anbieter: K&F Concept, rund 22 €, und Quenox, rund 20 €). Die alten Leica M-Objektive sind legendäre manuelle Festbrennweiten, die von einigen Portrait-Fotografen an der Fuji wegen ihrer Fähigkeit hoch gelobt werden, um ein großes Spektrum an Haltönen abzubilden, und die eine sehr gute Schärfe und Auflösung haben. Sie sind allerdings sehr selten, und sie sind hochpreisig. Vor allem Portrait-Fotografen schätzen sie wegen ihrer erstklassigen Abbildungsqualität.
5. Adapter Sony - Fuji. Damit lassen sich Sony und Minolta Objektive an Fuji adaptieren (Novoflex rund 165 €).
Des weiteren gibt es nagelneue Mayer-Görlitz und Walimex / Samyang - Festbrennweiten mit Fuji Bajonett. Die sind also ganz ohne Adapter zu verwenden. Dauzu gehört beispielsweise die 12mm Linse von Walimex. Die kann ich sehr empfehlen. Man kann sie auf Fotomessen kostenlos ausprobieren, wie auf der Fotokina Köln oder der Multimediale Darmstadt. Einfach mal austesten.
     Mit der Objektivwahl können Sie die Brillanz, die Schärfe und die Halbtöne in vielen Fällen deutlich steigern, aber nicht immer. Das ist abhängig
     vom jeweiligen Objektiv und vom Adapter. Die Fuji bietet Ihnen da ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten, besser als jedes andere System.
Zunächst komme ich zu den Original-Fuji-Objektiven zurück:
Fuji Festbrennweiten, die alle einen sehr guten Ruf haben, stehen mir zur Zeit leider für Testzwecke nicht zur Verfügung, nur  die beiden Variobejektive XF 18-55 und XC 50-230
Beide Fuji-Objektive XC 16-50 / XF 18-55 und XC 50-230 sind von hervorragender Qualität.Sie unterscheiden sich preislich von den Billigobjektiven, die in diesen Brennweitenbereichen sonst bei Kits mit der Kamera angeboten werden (egal ob Canon, Nikon oder sonstige). Das XF 18-55 hat einen Blendenring. Leider steht da keine Blende drauf. Die wird nur im Sucher / Display eingespiegelt. Das 50-230 ist im Preis ein Stück niederiger und verzichtet deshalb ganz auf einen Blendenring.
Das XF 18-55mm ist ein sehr geringer Brennweitenumfang. Dafür ist die Linse klein und leicht, und sehr sauber verarbeitet, und auch sehr scharf. 18-85mm wären deutlich Benutzerfreundlicher gewesen, gibt es aber nicht.
Das XC 50-230 hat einen sehr schönen Brennweitenumfang, der sich deutlich von den sonst üblichen Kit-Objektiven 80-200mm unterscheidet, sowohl nach oben, wie nach unten. Es ist sehr leicht. Auch das ist angenehm. Es passt deshalb hervorragnend zu der leichten XE 2.
18-55 und 50-230mm sind beide sogenannte "Standard-Brennweiten". Ähnliches findet man auch bei anderen Anbietern. Der Unterschied von XC und XF findet sich u.a. in der Aufnahme.. das Bajonet der XF Reihe besteht aus einem stabilen Metallring, bei XC ist das Bajonett aus Kunststoff gefertigt. Bei dem leichten Gewicht der XC Reihe ist das aber nicht nachteilig. Fujis XF Reihe ist insgesamt stabiler und aufwendiger gebaut. Die Bildergebnisse sind bei den Zooms der XF Reihe aber nicht wirklich anders als bei der XC Baureihe. Auch der Blendenring bei der XF Baureihe ist ein großer Vorteil, weil nur er eine manuelle Aufnahmetechnik mit Blendenvorwahl sinnvoll ermöglicht. Viele Fotografen schätzen das, und haben sich genau aus diesem Grund für Fuji entschieden. Das XC 50-230 hat leider zwei gravierende Nachteile: a) Der Autofocus ist nicht hinreichend schnell und genau, und b) stellt man die Schärfe manuell ein, so ist das per Hand recht mühsam und dauert ziemlich lang.
Zum Vergeich: Sowohl die Sigma Linse 18-200 und die Nikon Linse 27-300 sind an Nikon sehr schnell und sehr genau, und sie sind es bei manueller Bedienung auch, wenn man sie mit einem Adapter an die Fuji anschließt. Die mangelnde schnelle Schärfestellung ist bei den beiden Fuji Objektiven ein echter Nachteil. Selbst beim dem aufwendiger gebauten und viel teureren Objektiv Fuji XF 18-135 WF ist die Schnelligkeit des Autofocus nicht wesentlich besser gelöst.
Man muss als Objektivbauer keine hohe Kunst anwenden, um Standard-Brennweiten (18-55 / 50-230) in guter Qualität zu konstruieren, und kann auch kaum was schiefmachen. Das gilt auch für die von Fuji angebotenen Festbrennweiten, die jetzt keine übergroßen Blendenöffnungen haben, so dass dies eine Konstruktion bei gleichzeitiger Randschärfe schwierig machen würde. Die Technik ist über viele Jahrzehnte hinweg gereift und ausgefeilt, selbst bei relativ großen Blenden bis 1,8. Einzig und allein lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweiten (1,4 / 1,2) und das Weitwinkelzoom 10-24 mm stechen hier von der technischen Anforderung heraus. Das Weitwinkel-Zoom hat einen hervorragenden Ruf (ähnlich einem Nikon 12-24mm), ist verzerrungsarm, und ist mit rund 800 € im Vergleich zu anderen Anbietern sogar nicht mal so teuer. An der oberen Brennweitengrenze gibts von Fuji auch noch ein Zoom von 100-400mm (entspricht 150-600mm). Das reicht auch für Tier- und Sportaufnahmen. Im Zweifelsfall kann man einen Brennweitenverlängerer nehmen (1,2, 1,4, 2,0) Somit ist bei Fuji eine Abdeckung  fast der gesamten Brennweitenbreite vorhanden. Ich empfehle solche Brennweiten allerdings eher mit Fuji XT einzusetzen, als mit der XE.
Will man nicht mit 2 Bodys arbeiten, und will man nicht den ständigen Objektivwechsel bei nur einem Body, so führt an Fujis 18-135mm Linse aus meiner Sicht kein Weg vorbei, bei der ja das komplette Blendenspetrum zur Verfügung steht.
Die große Anfangsblende der 18-55mm Linse von 2,8 erlaubt schöne Unschärfen, die man kontrolliert einsetzen kann. Der klare und helle Sucher der XE 2 macht das bei der Aufnahme bequem kontrollierbar. i.ü. hat der Sucher der XE 2 eine Augenerkennung, Die Kamera schaltet sich also von selbst von Display auf Sucher um, geht man mit dem Auge an den Sucher, und umgekehrt. Das ist sehr praktisch. Kritisch muss ich anmerken, dass der Sucher der Nikon ein gutes Stück besser und heller ist.
Wasserfeste Objektive: Es gibt bei Fuji wasserfeste Objektive (nach dem Vorbild von Pentax). Das wiederum ist für die Reise und für Reportagen hervorragend. Der Einsatz sollte aber mit XT erfolgen (weil nur die ein wasserfestes Gehäuse hat. Bei XE 2 ist das nicht notwendig). In strömendem Regen oder dichtem Schneetreiben hab ich bisher ohnehin nur mit Schirm und / oder Schutz-Hülle fotografiert. Das Licht ist bei Regen schwierig. Eine verregnete oder zugeschneite Linse macht keinen Sinn, aber - und jetzt kommt das aber - ein plötzlicher und heftiger Regenschauer ist für eine Digitalkamera meist tödlich. Nicht so bei XT und wasergeschützten Objektiven, die i.ü. auch gegen Staub abdichten, also etwa bei Fotostrecken am Strand, in der Wüste, bei Bauarbeiten. Also macht es letztlich Sinn, sich doch eine XT anzuschaffen, wenn man unter extremen Bedingungen arbeitet. (PS. Die Nikon Objektive sind zwar auch nicht wasserdicht, aber der Body der D750 ist abgedichtet. Ich habe das schon oft genug ausprobiert. Die Nikon bietet hier unglaublich gute Dienste.)
Das Gewicht für den Fuji Body + 2 Linsen (18-55 + 50-230) ist mit rund 1300 Gramm zwar kein Fliegengewicht, ist aber doch erheblich leichter als die Nijkon D750 mit der 28-300mm Linse (rund 1,75 Kg). Ein großes Manquo ist hingegen das fest verbaute Display der XE 2. Ein Klappdisplay würde die Kamera vollständiger machen. Die Fuji XT 1 oder 2, und auch die nagelneue Fuji X20 können das besser als die XE 2. Also bleibt noch die Frage nach der Handhabung, der Serienbildschnelligkeit, der Autofocusschnelligkeit und der Bildqualität bei der XE 2.
Die Bildqualität 
(XE 1 und XE 2 sind in dieser Disziplin identisch)
Grundlegendes:
Das Bild erscheint mir zunächst nicht wesentlich besser als bei der X30 zu sein (die allerdings für ihre gute Bildqualität berühmt ist). Leider sind die Aufnahmen auch nur in 72 dpi, so dass für einen Ausdruck im Papierformat (Druckerei) immer eine Nacharbeit notwendig wird. Und die Farben? Es gibt 5 Einstellungsstufen. Bereits in der Stellung "Normal" sind die Farben overpaced. Also ziemlich grell. Je nach Wetter kann man also zwischen "normal" und "- 1" und "- 2" variieren, das geht im Menü schnell und bei einer Reduzierung bringt das dann auch viel bessere Ergebnisse in Richtung natürlicher und weicherer Farben. Außerdem gibt mehrere sogenannte Filmsimulationsmodi.  Provia-Standard ist eben die Standardeinstellung, wie der Name schon sagt. V ist "lebendig" (also in den Farben hochgepuscht, z.B. für Aufnahmen bei Schlechtwetter), Astia ist weich (muss ich noch austesten, was das bringt), dann gibt es noch diverse schwarz-Weiß-Modi und diverse Spielereien. Die Helligkeit der Bilder stimmt. Da muss nichts groß nachbearbeitet werden. Die Schärfe: Zoomt man in das Bild hinein, also macht man einen Bildausschnitt, so kommt das Bild der XE2 ähnlich schnell an seine Grenzen zur Unschärfe, wie bei der X30, und das obwohl der APSC-Sensor (16 Megapixel) um vieles größer ist als der 2/3 Sensor bei der X30. Aber seien wir ehrlich: Bei Druck-Ausgabebildgrößen von 115 x 172 cm (bei 72 dpi) ist das kein Problem, einen Bildausschschnitt zu machen, ohne großen Schärfeverlust. Dafür hat die XE2 eine erfreulich kurze Auslöseverzögerung, und eine schnelle Serienbildfolge. Letztlich ist  die Auflösung in der Praxis nicht viel anders als bei einer Nikon D300, aber dafür ist die Schärfe sichtbar knackiger als bei der Nikon D300. Man merkt das auch in der Ausdruckgröße von DIN A 3.
Bildgröße:   

Während die Bilder der Nikon D750 (mit 300 dpi) rund 18 -25 MB groß sind (cm Ausgabegröße 50,94 x 34cm) sind die Bilder der EX 2 (mit 72 dpi) nur rund  5.4 MB groß. Das spart sehr viel Speicherplatz, so dass man mit kleineren Speicherkarten auskommt. Ausgabegröße 173x115cm. Rechnet man das auf 300 dpi um, so ergeben sich allerdings gewaltige 63,5 MB. Rechnet man das wiederum auf das Ausgabeformat der Nikon in cm um, so ergeben sich 10 MB für 50,94 x 34cm. Das ist deutlich unter der Größe der Bilder der D750 und ergibt sich aus der Pixelzahl von 16 Mio bei der Fuji, gegenüber den 24 Mio Bildpunkten beim Vollformat der Nikon D750. Die XT 2 hat dann auch schon 24 Mio Pixel, wie die Nikon.Fazit: Die Ausgabegröße in cm gemessen ermöglicht also einen sehr guten Einsatz für den Printbereich, auch, wenn es um Ausschnittsvergrößereungen geht. Das gilt für die XE 2 mit ihren 16 Mio Pixeln genauso, wie die XT 2 mit ihren 20 Mio Pixeln (wahlweise die Fuji XE 20 oder die x-Pro 2).

Das Spiel mit überzogenen und natürlichen Farbwerten...
... kann man händeln, wie oben beschrieben. Es läßt sich bei der Umwandlung in den CMYK Modus und für kleine Internet-JPGs sogar sehr gut handhaben und das bekommt sogar dem Erscheinungsbild als "lebhaft, kontrastreich und farbenfroh" zugute, also als sommerlich freundlich und gute Laune machend, so dass die Betrachter sagen können "das ist ein schönes Bild". Dabei sind die Tiefen durchaus strukturiert und fließen nicht zu. Farbunterschiede (Farbspektrum) sind deutlich da, wenn auch nicht so umfangreich wie bei der Nikon D750 (was durch das Vollformat bedingt ist) oder bei Sony. Das kann die Fuji XE 2 aber schon deutlich besser als die X30, und insgesamt ist das Farbspektrum und der Tonumfang als gut zu bewerten. Im Schwarz-Weiß-Modus kann man sogar verschiedene Filter (rot,gelb, grün..) hinzuschalten, um die Hauttöne schöner darzustellen (Grünfilter) oder den Himmel satter zu machen (Rotfilter). Mit solchen Zusatzfunktionen können Sie die verschiedenen Bildergebnisse in verschiedenen Aufnahmesituationen deutlich verbessern. Auch einen Modus Sepia gibt es. Grundsätzlich ist es immer besser, das Bild schon so gut zu machen, dass man es hinterher im Fotoshop nicht oder nur gering nacharbeiten muss. Die dafür notwendigen Einstellungen benötigen aber Zeit und Erfahrung im Umgang mit den Einstellungen. Die Standard-Einstellungen sind aber für die meisten Situationen perfekt.
Ganz anders sieht das aus, wenn Sie Nikon-Festbrennweiten und AI/AIS Zooms (auch AF/AF-S) an der Fuji verwenden (mit Novoflex-Adapter). Die Nikon-Objektive haben ein komplett anderes Farbmanagement und ein viel größeres natürliches Farbspektrum. Dann wird die Fuji richtig gut. (Siehe Sonderseite Novoflex-Nikon). Noch besser - habe ich mir sagen lassen, gelingt das Farbmanagement und auch die Auflösung und die Schärfe mit Leica M-Objektiven, aber die sind leider sehr teuer, auch die alten analogen Linsen.
Nachdem ich die Fuji bei einer Reise in direktem Vergleich mit der Nikon D750 testen konnte, muss ich allerdings feststellen, dass die Farbpalette bei Fuji insgesamt recht flach ist. Die Grüntöne bei Naturaufnahmen sind zu grell, ebenso die Rottöne. Das wirkt irgenwie overpaced. Eine Nachbehandlung wird notwendig, geht aber bei Fuji längst icht so gut wie bei Nikon mit dessen vielgerühmter Dynamik. Für mich ist das letztlich ein K.O. - Kriterium, trotz aller Vorteile, die Fuji in manchen Disziplinen bietet. Dazu komme ich gleich..
Verschlusszeit, Filter, Blende, Iso, Serienbildfunktion, Handhabung:
Die Verschlusszeit kan man am Drehrad (oben auf dem Gehäuse einstellen, oder "Automatik" wählen (Programmmodus). Für die Blendenverstellung muss man in den manuellen Modus wechseln. (Schieberegler vorn am Gehäuse - Schalter von A auf Blende stellen). Die Blende kann man dann per Hand am XF 18-55mm Objektiv einstellen (der hintere Drehring am Objektiv, von dem man zunächst annimmt, dass er für die Schärfe da ist). Leider hat der Blendenring beim XF 18-55 keine Blendenmarken (Fuji hat hier gespart). Das ist schon sehr ärgerlich, aber die Blende wird im Display und / oder im Sucher angezeigt. Der Schärfe-Ring befindet sich vor dem Zoom-Ring. Bisschen fummlig klein!!
Filter kann man über die "Drive"-Taste einstellen. Schwarz-weiss (auch mit verschiedenen Farbeinstellungen, wie schwarz-weiß + rot) und die Farbe "Sepia" kann man über den Menüpunkt "Filmsimulation" einstellen. ISO kann man problemlos bis 3200 nutzen. Auch bis ISO 6400 ist das noch gut machbar. Das hilft bei wenig Licht. Mehr ist nicht möglich. (Nun ja. Im Menü kann man auch 12.800 ISO einstellen, aber dann rauscht das Bild).
Die Serienbildfunktion ist mit fast 7 Bildern/Sek gut, aber man muss das erst am Menü einstellen. Auch nervig. Kein Knopf zum spontanen Umschalten von EInzelbild zur Serie. Schnell ist was anderes. Hat man die Serienbildfunktion aber einmal eingeschaltet und drückt auf den Auslöser, rattert der Verschluss los wie ein Maschinengewehr. Kaum beherrschbar. Das Feingefühl fehlt, das man bei einer D300 oder gar einer D500 hat. Dort ist es im Serienbildmodus sehr gut möglich, Einzelbilder zu schießem, einfach durch die Länge des Andrucks auf den Auslöser. Überhaupt. Vieles in der Bedienung ist an der XE 2 zunächst einmal ungewohnt und wirkt zunächst umständlich. Man sollte sich als Einsteiger also zunächst auf die meistgenutzen Grundeinstellungen im AF-Modus reduzieren, wenn man anfängt zu fotografieren, und dann langsam das Spektrum erweitern. Im AF Modus ist die Kamera auch im täglichen Einsatz recht flott.

Natürlich kann man auf Teilautomatik oder manuell stellen. Das empfiehlt sich besonders, wenn man die Tiefenschärfe und den Schärfepunkt beeinflussen will. Heute sagt man ja neumodisch Bouquet dazu. Für die manuelle Bedienung braucht man Übung, weil das immer mehrere Handgriffe erfordert, die sich am Anfang nicht sofort erschließen, und auch dann, wenn man verschiedene Modi, wie z.B. Filter nutzen will. Nach ein paar Tagen intensiver Beschäftigung hat man dann das ganze Spektrum im Griff. Die Kamera fängt dann an Ihnen richtig Spaß zu machen.

Der Autofocus der XE 2 ist recht flott, aber er reicht bei weitem nicht an die Nikon D300 oder gar die D750 heran. Eine schnelle Sportkamera ist die XE 2 nicht. Bei manueller EInstellung spielt das alles aber keine Rolle, wie bereits ausgeführt.
Kommen wir zum Thema Blitz (A) und zum Thema Video (B):
A) Blitzen geht am besten mit einem Zusatzblitz, z.B. dem kleinen Fuji EF20. Größere und effektivere Blitze sind denkbar, aber der EF20 passt von der Größe und dem Gewicht exakt zur Kamera. Der eingebaute Blitz ist ein Scherz, aber zum Aufhellen langt das. Das geht nicht nur im Autofocus-Modus, sondern auch mit manueller Einstellung, wenn Sie die Verschlusszeit und die ISO auf Automatik stehen haben. Das hilft sehr. Der kleine EF20 macht das sehr gut. EF 42 oder EFX 500 sind weit leistungsfähiger und passen besser zum Aufhellen ganzer Räume oder bei Portraits. Aber das Blitzen mit Studioblitz ist ein eigenes Kapitel. Muss ich hier nicht weiter ausführen.
B) Über das Menü kann man in den Videomodus wechseln. Einen Schalter am Gehäuse gibt es nicht. Video geht am besten mit einem aufgesetzten Mikrofon, z.B. dem Fuji MK ST 01. >>  Dazu muss man das Mikro mit dem Klinkenstecker einstecken und die Synchronisation zwischen Kamera und Mikro bestätigen. Das ist ja kein Akt. Dann kann man die Aufnahme problemlos am Auslöser starten und durch einen zweiten Click wieder stoppen. HD Qualität als Quick Time Video. Weil die Kamera sehr gut in der Hand liegt, kann man mit dem 18-55 hervorragend schwenken. Wahlweise vom Stativ mit Stands, ohne jeden Wackler. Die Lautstärke kann man an der XE 2 nicht einstellen. Die Tonaufnahmen gelingen trotzdem sehr gut. Die auomatische Lautsärkenregelung funktioniert. Das geht sogar noch komfortabler als bei der Nikon D750 !! Die XE 2 hat allerdings keine Kopfhörer-Buchse zum Kontrollieren des Tons während der Aufnahme. Das können die XT 2 und auch die Nikon D750 besser. Natürlich kann man wahlweise auch mit dem Xoom-Micro für High-End-Tonaufnahmen arbeiten, das hat viel mehr Möglichkeiten, die Tonaufnahme zu beeinflusen. Eine separate Ton Aufnahme ist bei hohen Ansprüchen empfehlenswert. Dann kann man auch zwei Micros parallel zueinander benutzen, um die Synchronisation zu gewährleisten. Filmen mit der XE 2 macht in jedem Fall richtig Spaß. Auch deshalb, weil das ein- und Ausschalten wirklich punktgenau am Auslöse-Schalter erfolgt, so dass man keine Überhänge braucht (es sei denn man will überblenden - 4 Sek sind für Schnitte üblich). Das geht fast besser als mit einer großen Videokamera. Nachbearbeitung z.B. mit Adobe Premiere ist kein Problem.
Für Videos können Sie die Varios genausogut nehmen, wie Festbrennweiten. Schwenks aus der Hand sind unproblematisch und sauber durchzuführen wenn Sie ein Weitwinkel oder ein Normalobjektiv benutzen. Fahrten (also die Nutzung des Zooms während der Aufnahme) führen ohne Stativ und ohne Stick an der Schärfenregulierung zu heftigen Wacklern. Das können richtige Videokameras viel besser, egal, ob die Brennweite mit der Hand oder mit einem Motor ausgeführt wird. Es bietet sich in jedem Fall an, den Film aus kurzen Sequenzen mit feststehenden Bildern zusammenzusetzen. Das bringt auch viel Ruhe in den Film. Viele Filmspezialisten haben mit der Canon 5D schon lange vorgeführt, wie das geht. Das Netz ist voll von solchen Videofilmen, vor allem im Bereich Werbung und Musikvideo.
Die Verwendung von Nikon-Objektiven (Non-AI, AI / AIS / AF / AF-S) an der Fuji mit dem Novoflex-Adapter. 
Den ausführlichen Bericht gibts auf meiner Sonder - Seite   >>> hier
Kurzbericht:  Mit dem Novoflex-Adapter kann man Non-Ai, Ai, AIS, AF und AF-S Objektive an die Fuji anschließen. Egal ob von Nikon oder einem Drittanbieter. Hauptsache F-Mount. Das geht ganz hervorragend. Mit Nikon AI/AIS(AF/AF-S sind die Bildergebnisse sehr gut. Sehr scharf, und die Nikon Objektive zeichnen die Farbtöne viel weicher und differenzierter auf als die beiden o.g. Fuji-Zooms. Dadurch gewinnen die Bilder deutlich an Qualität, etwa bei monochromen Landschaftsaufnahmen oder bei Portraits (Hauttöne). Die Bedienung ist denkbar einfach. Die Schärfe wird von Hand punktgenau eingestellt. Bei Objektiven mit Blendenring wird die Blende am Objektiv eingestellt. Bei AF-S Objektiven kann man die Helligkeit am Wählrad der Kamera einstellen. Die Zeit kann wahlweise auf Automatik oder Zeit stehen, Die ISO kann auf Automatik stehen. Zeit und ISO können von der Kamera also automatisch errechnet werden. Sehr gut. Auch lange Brennweiten lassen sich hervorragend nutzen, etwa das Sigma 150-600 (entspricht bei APSC 225-900mm) oder das Nikon non-AI 300mm... Bei Novoflex kann man alle Nikon-Objektive anschließen. Bei K&F Concept sollte man den Adapter für Nikon G-Mount nehmen, der ist baugleich mit dem Novoflex..
Natürlich gibt es auch Festbrennweiten für die Fuji von Fremdanbietern. Samyang und Walimex (was beides im Prinzip dasselbe ist) und auch die wiedererstandene Mayer-Görlitz bieten hervorragende Systeme an.

Im Prinzip unterscheidet sich die XE 1 (2012 mit CMOS-Sensor) nicht allzusehr von der XE 2 (Dezember 2013 mit X-trans II CMOS-Sensor), aber die XE 1 ist ein gutes Stück langsamer als die EX 2. Die Bedienknöpfe sind etwas anders angeordnet. Der Sucher ist bei der XE 2 deutlich verbessert. Der Sensor ist aber gleich groß, und die Bildqualität ist auch die gleiche. Wer also sparen will, greift zur gebrauchten XE1. Der gegenwärtige Gebrauchtpreis ist schon verführerisch. Man bekommt man eine sehr gute Kamera für sehr wenig Geld. Auch kann man mit Fremd-Objektiven und Adapter arbeiten. XE 1 und XE 2 sind beide gut. Im Vergleich zur XT 1 / 2  verzichten die XE 1 / 2 allerdings auf ein ISO Rad und auf viele bequeme manuelle Einstellmöglichkeiten direkt am Gehäuse. Schön ist das Unter- / Überbelichtungskorrektur-Rad (+3 bis -3) der X-Serie. Überzeugend ist die Verarbeitung und das stabile Metallgehäuse im Retro-Design. Das Gesamturteil für XE 1 und XE 2 ist "gut".  Stellt man das in Relation zum Gebraucht-Anschaffungspreis, und nutzt man noch sehr gute Fremd-Objektive, dann lautet das Urteil sogar sehr gut.

Vorläufiges Fazit:
Die XE2 ist zunächst einmal sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man von einem anderen System kommt, und das, obwohl ich mich mit der X 30 bereits einfotografiert habe. Die zahlreichen Funktionen der XE 2 erschließen sich nicht sofort. Man muss das Handbuch ausführlich studieren, wobei die Beschreibung sehr umständlich und auch nicht gleich verständlich ist. Ralphs-Foto-Bude (www.rralphs-foto-Bude.de) bietet meiner Meinung nach auf den ersten Kontakt eine viel bessere Beschreibung als das Fuji Handbuch, das man sich von der Fuji-Seite kostenlos herunterladen kann.
Man muss schon sehr vertraut mit der Kamera sein, um die wichtigsten Funktionen richtig zu nutzen. Man vergisst die Details am Anfang schnell, vor allem, wenn parallel noch ein anderes System nutzt, wie z.B. Nikons Vollformat. Dafür ist die XE 2 klein, leicht, und liegt gut in der Hand, was sich durch den Zusatzgriff noch verbessern lassen würde. Wenn man nicht dauernd mit der Fuji XE 2 arbeitet, sollte man sich eine gescheite Bedienungsanleitung ausgedruckt ins Auto legen. Ganz ehrlich: Die viel ältere Nikon D300 (November 2007) ist bedeutend schneller. Man bekommt die Nikon D300 (Body) etwa zum selben Geld wie eine XE 2 (Body), aber die Nikon ist robuster und bietet in Punkto Objektive die viel bessere Auswahl !!! Die Nikon-Zooms bekommt man inzwischen auch sehr günstig. An eine Nikon Vollformat kommt die Fuji XE 2 von der Bildqualität ohnehin nicht ran. Bei weitem nicht. Aber für sehr hohe Amateuransprüche reicht das allemal. Wie gesagt. anders wird das, wenn man Nikon, Zeiss oder gar Leica-Objektive verwendet. Die Dynamik einer D750 (z.B.) ist selbst in dem großen Markt der Anbieter und Produkte kaum zu übertreffen, aber die XE 1 und die XE 2 ist in dieser Disziplin auch nicht so übel. Die Bedienung und die Schnelligkeit der D300/D750 in der Praxis ist um vieles besser als bei der EX 2. Motiv entdecken, Kamera ans Auge reißen, dabei einschalten, Zoom in etwa einstellen und clack-clack-clack..... Was eine Nikon D300 oder D750 schafft, das schafft die Fuji EX 2 nie. Aber. Nun kommt also wieder das Aaaaber:   1) Die XT 2 kann das deutlich besser als die XE 2.   2) während die Nikon (vor allem die D750) gerne viel zu dunkle Bilder produziert, sind die Bilder der Fuji im Tonwert / Helligkeitswert fast immer genau richtig.  Auch die Videofunktion der XE 2 ist aus meiner Sicht überzeugend und übertrifft sogar die Nikon D750. Zudem ist die Kamera viel leichter und kleiner als eine Nikon D300 / D750, und die Fuji ist sehr handlich. Das sind bedeutende Pluspunkte.
Die XT 2 (welche die schnelle Auslösung in Sekundenbruchteilen schaffen könnte) ist im Vergleich zur XE 1 / XE 2 noch sehr teuer (etwa der Preis der Nikon D750), und hat natürlich dasselbe Objektiv-Problem wie die XE 2 auch. Kein eigenes 18-85 und kein 18-200 (wahlweise 18-270), auch nicht von Drittanbietern. Da muss Fuji wohl noch ein paar wirklich gute Objektive nachschieben, um gegen Nikon oder auch gegen Sony im Bereich Objektivangebot aufzuholen. Dafür ist die Nutzung von Fremdobjektiven im Bereich Festbrennweiten sehr gut.
Es ist also kein Wunder, dass die XE 2 oder die XT 2 sowohl im ambitionierten Hobbybereich und bei vielen Hochzeitsfilmern eingesetzt wird (die fast immer denselben Abstand vom Objekt - also dem Hochzeitspaar - haben). In jedem Fall erscheint der Umstieg von der Nikon auf das Fuji-System zunächst als eine attraktive Alternative, auch wenn man sich 1 oder 2 Adapter und ein Superweitwinkel zulegen muss. Für alles andere kann man Fremd - Objektive verwenden.
Wenn man den Wechsel zu Fuji will, dann muss man sich ganz auf Fuji einstellen. Die Einstellräder an der Fuji erlauben eine sehr bequemere Nutzung. Im Amateurbereich für gehobene Ansprüche ist die XE 2 kaum zu übertreffen. Das bedeutet im weiteren auch, dass man sich das passende Zubehör zulegt (Blitz usw)
I.ü.ist der aktuelle Nachfolger der Fuji XE 2 die XE2s (Body rund 700 €). Die Firmware der XE2s kann man aber auch auf die XE2 aufspielen. Die XT 10 (Body rund 450 €  + / -) und die XT 20 (rund 1000 €) sind hingegen abgespeckte Modelle der XT 1 und 2. Auch gut.
Ich bin der Meinung, man muss nicht immer das Neueste vom Neuesten haben, zumal sich die Versprechnungen der Industrie oft nur als eine Verbesserung in kleinen Schritten erweisen, und dies durch hohe Anschaffungskosten erkauft werden muss. Die preisbezogene Halbwertzeit der Kameras ist erschreckend gering, wie die aktuellen Gebrauchtpreise zeigen. In jedem Fall zeigen sich die XE 1 und XE 2 von ihrer besten Seite, besonders mit den getesteten Adaptern und den Nikon- und Pentacon-Obkeltiven.
Bildbeispiele Fuji XE 2
 
Bild mit Fuji XC 50-230mm an EX 2. Manuelle Scharfeinstellung mit der Schärfe auf den Blättern des Baumes. Zeit/Blende/ISO automatisch. Schönes Bouquet. Leichter Dunst gut zu sehen. Farbtöne nach meinem Dafürhalten etwas zu überspitzt (das was man im Photoshop als Farbbrillanz bezeichnet) und sehr kühl. In den dunklen Bereichen läuft der Tonwert etwas zu. Gut "zu verkaufen" weil scharf und lebhaft. Vielleicht kann an den Einstellungen im Halbtonbereich noch etwas feilen. Das Bild wurde in Photoshop nicht nachgearbeitet.

Bild mit Fuji XC 50-230, diesmal an XT 1. Manuelle Scharfeinstellung. Verhaltener Sonnenschein. Zeit/Blende/ISO automatisch. Das Bild zeigt, dass die Fuji viel bessere Ergebnisse bringt, wenn das Bild nicht monochrom ist. Lebhaft, fröhlich. So soll es sein. Bei XE wäre das Bild nicht anders, weil derselbe Sensor in der Kamera werkelt, und dieselben Einstellungen möglich sind. Brennweite 230mm (entspricht 335mm beim Vollformat).

Bild mit Novoflex-Adapter und Nikon AF 28-105mm, das einen Blendenring hat, so dass das komplette Blendenspektrum zur Verfügung steht . Entspricht 42-157,5mm beim Vollformat. Schöne, warme, lebhafte Farben, was typisch für die Nikon-Objektive ist. Das Objektiv zeichnet zudem äußerst scharf, mit blendenabhängigem Bouquet. Die manuelle Scharfeinstellung gelingt sehr schnell und sauber. Das Nikon 18-105 kann das Fuji Reiseobjektiv 18-135mm aber vom Brennweitenumfang nicht ganz ersetzen. An der Untergrenze sollte man also eine 18, 20 oder 24mm WW-Festbrennweite mit sich führen (entspricht 27, 30 oder 36mm). Leider gibt es kein Nikon AF mit Blendenring ab 18mm. Das Bild wurde in der Aufnahme durch Wählrad leicht abgedunkelt. Das Halbtonspektrum ist umfangreich. Dunkle Bildbestandteile laufen nicht zu, wo sie nicht sollen.
Noch einmal zum Thema Farben. Bei einer Reise durch den Schwarzwald konnte ich die Farbgebung der Fuji ausführlich testen. Mit XF 18-55 sind die Farben deutlich grell. Mit Novoflex und Nikon 18-70mm, wie auf diesem Bild, sind die Farben insgesamt umfangreicher und nicht ganz so grell, aber immer noch deutlich overpaced, wie an den Grüntönen zu sehen ist. Auch rot (hier im Braun des Bodens oder im Holz der Hütte) wirken recht unnatürlich. Die sonstigen Farbtöne wirken vergleichsweise flach. Das Bild ist zwar mit XT 1 entstanden, aber das Farbmanagement unterscheidet sic nicht von der XE 1 oder XE 2.
Abschließendes Urteil XE 2 auf einen Blick:
  sehr gute manuelle Bedienung
   Klein, handlich, leicht und sauber verarbeitet
   Großes Display und guter heller Sucher
   16 Mio Pixel reichen aus
   Sehr guter Einsatz von Adaptern mit Fremdobjektiven von
     Canon, Nikon, Pentacon, Zeiss, Leica M usw.
   Blitzen geht sehr gut. Der eingebaute Blitz ist schwach. man sollte
     auf einen Aufsteckblitz updaten, das gilt aber für alle Hersteller
   Der HD Videomodus ist sehr gut
   Die Tonaussteuerung ist sehr gut
   Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut
   Schönes Design
   In der Streetfotografie sehr unauffällig
   sehr leise Auslösung (hilft in kritischen Situationen, weil man dann 
     nicht als Fotograf wahrgenommen wird)
   Sehr schneller Umschalter von AF auf manuell
   Einstellräder on TOP sehr praktisch
   Selbstabschaltung zum Batteriesparen
   übersichtliches Menü
  Sehr gute Festbrennweiten von Fuji / Walimex / Samyang /
     Mayer-Görlitz und Zeiss mit Fuji Bajonett
  Die Akkus von XE 1 / XE 2 und XT 1 sind identisch.
  Drahtlose Kommunikation

  Der Autofocus ist nicht wirklich schnell
  Der Autofocus ist nicht wirklich genau
  Für sportlichen Einsatz und für schnelle Tierfotografie zu langsam
    in der Bedienung
   der Serienbildmodus ist zu unsensibel in der Bedienung
  Fest verbautes Display / Kein Klappspiegel
  Die Farbwerte sind bei FC und FX Objektiven überzogen. Dadurch
     wirken die Bilder bei monochromen Objekten zu eindimensional.
     Besser wird das mit Fremdobjektiven, bleibt aber insgesamt zu grell
  Ein 18-200mm Reiseobjektiv von Fuji gibt es nicht
  Fremdzooms für Fuji gibt es nicht (weder Sigma, noch andere)
  Das Fuji 18-135 ist für die XE zu klobig, und bei manueller Scharf-
    stellung zu träge (Schneckengewinde nicht fein genug)
  Die XT 20 / XT 2 haben eine deutlich verbesserte Auflösung
    von 24 Mio Pixeln
  Der Handgriff-Mulde könnte besser ausgeformt sein
  Wie üblich bei Spiegellosen gibt es kein Sucherbild ohne
    Einschaltung der Kamera
  Der Akku W 126 ist mit 1260 mAH sehr schwach auf der Brust.
    Man sollte also stets einen Zweitakku mit sich führen.
  Kein Kopfhörerausgang (Klinkenstecker)

Abschließendes Urteil XE 2 im Detail:
Die Fuji XE 2 ist ein gutes und relativ günstiges System. Schön Leicht, mit guter Videofunktion und sehr guter Schärfe. Urteil: Ganz gut, und mit Fremdobjektiven (Festbrennweiten) hervorragend. Der Autofocus ist etwas lahm im Vergleich zu XT 1 / XT 2 und erst recht im Vergleich zur Nikon D300 oder D750 (das gilt auch für die Nikon der 7000er Reihe) Im Einzelnen:
Die XE 2 ist eine schöne leichte und handliche Kamera, wenn man die Bedienung erst einmal verinnerlicht hat, aber wirklilch schnell ist sie nicht. Die Farben sollte man in der Voreinstellung genau einstellen, um grelle Farben weitgehend zu vermeiden. Das gelingt aber nicht ganz. Aus meiner Sicht ist das wenig befriedigend. Die Schärfe ist mit sehr gut zu bewerten. Die Nikon Objektive (in Verbindung mit dem Novoflex-Adapter) zeichnen die Farben mit einem größeren Farbspektrum auf als die Fuji-Objektive, vor allem bei monochromen Objekten. Siehe auch Novoflex-Test. Wer mit Autofocus arbeitet, der wird bei schnellen Einstellungen nicht  glücklich. Die Fuji XE 2 hat aber viel weniger Gewicht als eine Nikon D300 oder D700. Das macht sie sympathisch. Die beiden Basisobjektive (16-50 / 18-55 und 50-230) sind ausgesprochen leicht, aber stabil gebaut und sauber verarbeitet. Auf der Reise ist das niedrige Gewicht ein großer Vorteil. Die Bildqualität ist bei Fuji ähnlich wie bei Nikon, nur etwas schärfer. Sehr gut ist der HD-Videomodus bei der XE 1 / 2. Besser sogar als bei der Nikon D750. Wer höhere Ansprüche hat (schnellerer Autofokus, Klappspiegel), sollte zur XT 2 oder zur XT 20 greifen. Ein Wehrmutstropfen ist das fehlende 18-200er Reiseobjektiv bei Fuji. Das Fuji 18-135 ist gut, aber im Umfang nur bedingt ausreichend. Das Sigma 18-200 DG (adaptiert an die Fuji) ist ganz passabel), aber das Feintuning in der Schärfe fehlt, und das Gewicht macht die Kamera vorderlastig. Unpassend.
Gegen eine Nikon D750 kommt die XE 2 nur bedingt an. Zwar ist das Gewicht viel freundlicher, aber die Nikon hat die viel größere Auflösung, der Farbumfang ist größer, sie ist schneller und verfügt über ein großes Angebot an guten Reiseobjektiven. Schade, dass Nikon mit der Entwicklung von spiegellosen Premium-Kameras nicht so recht voran kommt. Da hat Nikon bisher den Trend verschlafen.
Wer besonders detailreiche Landschaftsaufnahmen, oder besonders weiche Hauttöne bei Portraits wünscht, dem empfehle ich, mit der XE 2 die Nikon-Festbrennweiten zu wählen (mit Novoflex-Adapter). Die sind recht günstig zu haben. Da bietet sich das 20mm AIS, das 24mm AIS (entspricht 30-36mm) oder das 50mm AIS (entspricht 75mm) an. In der Streetfotografie würde ich lieber das original Fuji 18-55mm wählen, wegen des Autofocus. Eine XT 2  oder eine XT 20 ermöglicht mit ihrem Klappdisplay eine bessere Ausgangssituation für die Streetfotografie als die EX 2 mit ihrem fest verbauten Display. Im Vergleich zur X 30 hat die XE 2 die besseren Einstellmöglichkeiten und eine höhere Auflösung. Sie passt zwar nicht in die Jackentasche, ist aber ansonsten sehr unauffällig.
Für die Tier- und Sportfotografie ist die XE 2 kaum einzusetzen, Sie ist letztlich im Autofocus nicht schnell und nicht genau genug. Leider ist der Auslöser im Serienbildmodus auch nicht ganz so sensibel nutzbar, wie etwa bei der Nikon D300 oder D750.
Wer ausschließlich mit Nikon Objektiven und dem Novoflex-Adapter arbeiten will, und wer auf den Autofocus verzichten kann, der kann problemlos die Fuji XE 1 nehmen. Da geht das genauso gut wie an der XE 2. Von der Bildqualität unterscheiden sich die EX 1 und die EX 2 nicht. Die Einstellungen sind i.e. dieselben, nur die Bedienung ist geringfügig anders. So. hat die XE 1 keinen Augendetector. Da muss man zwischen Sucher und Display per Knopf hin- und herschalten. Wer etwas mehr Geld hat, kann natürlich auf die XT 2 upgraden.
Alternative: Wer stattdessen auf Sonys Spiegellose (wahlweise Vollformat oder APSC) zurückreifen will, muss sich dann auch einen völlig neuen Objektivpark zulegen. Das geht bei Sony richtig ins Geld. Bei Fuji kann man immerhin Fremd-Objektive nutzen, wie mehrfach beschrieben. Allerdings läuft Sony den Mitbewerbern bezüglich von Innovationen und Bildqualität gerade davon. Dafür ist die Ausstattung der Fuji-X Reihe mit Wählrädern in dieser Konsequenz bisher unübertroffen. Fuji verfügt hier über ein Alleinstellungsmerkmal, das bei Fotografen hoch geschätzt wird.
Fazit: Die Fuji XE 2 ist eine schöne kleine und leichte Kamera mit viel Schärfe. Im Farbmanagement (Farbumfang und Farbdifferenzierung) fällt sie weit hinter Nikon zurück. Trotzdem: Auch wenn die XE 1 und XE 2 einige Schwächen hat, so kann man sich richtig in diese Kamera verlieben, schon deshalb, weil sie wunderbar in der Hand liegt und ein Gefühl von solider Verarbeitung vermittelt, und ein schönes klassisches Design hat. So eine Kamera liebt man ja auch, weil sie perfekt aussieht. Die Videofunktion der XE 1 und der XE 2 ist überzeugender als die Videofunktion bei der Nikon.
Auch wenn die XE 2 im Vergleich zu den neuesten Kameras (von XT 20 und XT 2 über Sony's Spiegellose über die Nikon D500 bis zur nagelneuen Nikon D 850) als ziemlich veraltet angesehen werden muss, so bleiben die Stärken dieser 4-Jahre-alten Kamera (November 2013) voll bestehen (siehe Vergleichsblatt), und die sind: ein sehr kleines und leichtes Gehäuse. Ein guter Sucher. Eine für 16 Mio Pixel sehr gute Auflösung und Schärfe, vor allem aber ihre Fähigkeit in der Fotografie mit manuellen Objektiven fast aller anderen Hersteller zu glänzen, und das ist ihr größter Vorteil. Außer Fuji bietet das kein anderer Mitbewerber.
Was die ISO Werte anbelangt, so sieht das auf dem Papier für die XE 2 sehr gut aus, in der Praxis fällt die XE 2 aber deutlich gegen eine Nikon D 750, D500 oder gar die D 850 zurück. Ähnlich verhält es sich mit der Dynamik. Die ist bei Nikon deutlich größer.
16 Millionen Pixel sind schon eine ganze Menge, vor allem, wenn sich das auf das halbe Kleinbildformat verteilt. Aus meiner Erfahrung mit Fuji reicht das. Mehr ist besser, aber 16 Mio reicht.
Noch gibt es kein 18-200mm Universalobjektiv für die Fuji, weder von Fuji selbst, noch von keinem Drittanbieter. Die entsprechenden Objektive von Nikon und Sigma mit Adapter an Fuji sind hier zwar nicht schlecht, aber letztlich nicht überzeugend. Nur das AF 28-105 und das 28-300 können hier punkten.
Eigentlich fehlt gar nicht so viel, um die XE 2 zu einer fantastischen Kamera zu machen. Größe und Gewicht stimmen. Bedienung und Finish sind überzeugend. Das Design ist zum verlieben. Insgesamt ist die Fuji EX 2 eine schöne, leichte und handliche Kamera. Wenn der Autofocus schneller wäre, wenn die ISO mit 12.800 rauschfrei wäre, wenn es ein Klappdisplay, einen Kopfhöreranschluss und ein leistungsfähiges leichtes 18-200mm XC Objektiv gäbe, dann wäre die XE 2 wirklich perfekt. All das ist ein Grund, um sich mit der XT 20 zu beschäftigen.
Schaut man kritisch zurück, so waren es wohl genau diese guten manuellen Nutzungsmöglichkeiten, die den Nymbus der X Klasse geschaffen haben, gepaart mit guten Bildeigenschaften, einem leichten Gewicht und einem guten handling. Die Nachfolgekameras der 2017er Generation sind deutlich schneller geworden, und punkten mit einer deutlich höheren Auflösung. Das hat allerdings auch seinen Preis.

Die Themen auf den einzelnen Fotoseiten:
  Seite 1 - Das Auflagemaß
  Seite 2 - Test: Der Kipon Adapter M42 auf Nikon in Verwendung mit M42 Objektiven (Zeiss / Meyer-Görlitz / Pentacon)
  Seite 3 - Die Wahl des Objektivs. Zoom oder Festbrennweite
  Seite 4 - Test: Die Fujifilm X30
  Seite 5 - Neueste Nachrichten aus der Welt der digitalen Fotografie (wird ständig aktualisiert)
  Seite 6 - Reisefotografie
  Seite 7 - Nikon D300 versus Nikon D700
  Seite 8 - Nikon D500 und Nikon D5 (Januar 2016)
  Seite 9 - Test: Nikon D700 versus Nikon D750
  Seite 10 - Nikon D500

  Seite 11 - Test: Nikon D750 Teil 2
  Seite 12 - Ausflug zur Fuji XE - 2 ( lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji? )
  Seite 13 - Nikon Objektive mit Novoflex.Adapter an Fuji XE - 2
  Seite 14 - Fuji X mit M 42 Adapter und Objektiven von Zeiss-Jena / Mayer-Görlitz und Pentacon
  Seite 15 A- Fuji XT 1 und XT 2 ( Teil 1 )
  Seite 15 B- Fuji XT 1 ( Teil 2 )
  Seite 16 - Fuji X mit Canon-FD - Fuji Adapter und Canon FD Festbrennweiten und Zooms.

Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
   <   reload                                                                                                                > next