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Version 1
Stand: 30.6. 2016
Der Bereich wird succesive ausgebaut und erweitert
Bild 1
Das Bild zeigt eine hervorragende Schärfe und einen schönen Umgang mit Tages- und Kunstlicht. Die Halbtöne sind sehr getroffen. Es gibt deutliche Schwärzen und im Tageslicht - bereich gibt es die tyypischen Ausfressungen, die aber sehr minimal ausfallen. Erfreulich ist der neutrale Ton im Umgang mit Kunstlicht. Im Nahbereich gibt es Unschärfen, die der großen Blende geschuldet ist. Das zeigt, dass die D500 für Aufnahmen mit Bouquet hervorragend geeignet ist.
Bild 2
Auch das Bild 2 zeigt den phantastischen Umgang mit Kunstlicht. An einigen Stellen sind die Spitzlichter ausgebleicht, aber das tut der Wirkung keinen Abbruch. Die Farben sind hervorragend getroffen
Bild 3
In Bild 3 schwenkt die D500 automatisch in einen neutralen Farbton bei Tageslicht. Die Schattenbereiche sind hervorragend neutral und frei von Bläue. Die Schattenbereiche sind gut durchgezeichnet, nur die Spitzlichter fressen etwas aus. Dieses Bildergebnis soll eine andere Kamera aber  erst mal nachmachen
Bild 4
Bild 4 zeigt aber deutlich die Schwächen im Umgang mit sehr starken Kontrasten und bei Gegenlicht. Hier sollte man das Active D-Lightning aktivieren und eine passende Einstellung finden. Der Himmel wirkt etwas zu blass. Auch das Rotkreuzfahrzeug wirkt leicht ausgebleicht. Eine schwie-rige Aufnahme, bei der man indi-viduell in die Gestaltung eingreifen muss, etwa durch Wahl der manuellen Belichtungseinstellung, oder durch einen geänderten Blickwinkel. Ansonsten zeigt sich auch hier der neutrale Bildton, der schon immer das Markenzeichen Nikons war. Trotz des ansonsten langweiligen Bildes ist dieser neutrale Farbton hervorzuheben. Im Muster der Steine zeigen deutliche Strukturen.
Bild 5
Das letzte Bild schließlich zeigt den hervorragenden Umgang mit Unschärfen. Auch hier wurde das Sigma 18-200mm eingesetzt. Die Große Blende (5,6) macht den Hintergrund weich und unscharf. Mit Festbrennweiten und Blende 2,8 geht das noch einmal besser. Die Bildelemente im Vordergrund sind hingegen sehr scharf, und das trotz ISO 12.800. Die Hautfarbe ist hervorragend getroffen
Bild 5A
Schaut man sich diesen Bild-ausschnitt an, so zeigen sich deutlich die Stärken der Nikon D500. Jedes einzelne Haar ist deutlich sichtbar, obwohl das Bild mit 12800 ISO aufgenommen und auf 72 dpi verkleinert wurde. Man könnte das durch manuelle Einstellung der Schärfe sogar noch einmal etwas verbessern. Auch bei 300 dpi ist das Bild-ergebnis noch einmal deutlich besser. Das zeigt, das die D500 den direkten Vergleich mit der D750 nicht scheuen muss. Ganz im Gegenteil. Man muss das in dieser starken Ausschnitts-vergrößerung erst einmal nachmachen !!!. Im Ergebnis zeigt sich die D500 der D750 sogar überlegen. Lediglich bei der Verwendung von Weitwinkel-objektiven ist das Vollformat unschlagbar, aber ein 12-24mm-Objektiv bioetet an der D500 ja auch schon beachtliche 18mm. Das reicht für die meisten Zwecke.

Musterbilder mit 12.800 ISO aufgenommen, finden sie weiter unten (Scroll down). Das ist ein ISO Bereich, bei dem die meisten Kameras längst schlapp gemacht haben. Auch die Nikon D750 kommt da nicht ran (gute Bildergebnisse bis max ISO 8.000), erst recht nicht die D300, die bei der ISO 2500 -Grenze ausgereizt ist.

Zudem zeigt sich die Pixelzahl der D500 mit 20.Mio Pixeln als erfreulich fein, und die D500 bietet dennoch Dateigrößen, die für die Speicherkarte und den Rechner gut beherrschbar sind. Sie liegen etwa auf halbem Weg zwischen einer D700 und der D750, im Bereich von 11 bis max 13.000 MB pro Bild gegenüber den weit über 20.000 MB pro Bild bei der D750..

Fototechnik (2.10)   Nikon D500 Test
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Kleine Fotokunde / Kapitel Fototechnik  -  2.10. Nikon D500 Test

>> Infoseiten Foto-Handbuch / Basiswissen 
2.10  Die Nikon D500 im Test
Alternative zur Nikon D750 FX ??
Endlich ist sie da, die heißersehnte Nikon D500 (DX), doch kaum auf dem Markt, gibts schon wieder Lieferschwierigkeiten, weil die Produktionsstätten in Thailand immer noch vom letzten Tsunami 2015 schwer in Mitleidenschaft gezogen sind, wie man vereinzelt im Netz nachlesen kann. Dies betrifft auch die Produkte bei Sony. Die beiden Firmen schweigen zu diesem Thema.
Es ist mir gelungen, am 29.6.2016 endlich eine dieser begehrten Kameras in Händen zu halten, und einem Test zu unterziehen. Hier lesen Sie das Ergebnis. Es ist schließlich was anderes, als sich einfach nur die Werte und die von Nikon zur Verfügung gestellten Filme anzusehen. Bitte studieren Sie zunächst die Einführung, bevor Sie diesen ergänzenden Testbericht lesen.



Die Nikon D500 (DX), ist die direkte Nachfolgerin der D300 (s) Nun hat Nikon bei den (semi)professionellen Modellen lange komplett auf das Vollformat gesetzt, und hat die Kunden enttäuscht, die eine aktualisierte D300 gefordert haben. Andererseits ist die D750 bisher das Erfolgsmodell bei Nikon gewesen, an der Schwelle von der gehobenen Amateurkamera zur Profiklasse. Im Gegenzug sollte die D500 wieder eine reine Profikamera werden, allerdings im (schon totgesagten) DX Format.
Der D500 wurden deshalb einige wesentliche Features mitgegeben. Da ist zunächst der Klappspiegel, den auch die D750 hat, dann gibt es Video in 4K, der Chip ist von 12 auf 20.Mio Pixel angewachsen, die Kamera liefert im Serien-bildmodus jetzt mehr als 10 Bilder, und sie soll bis 12800 ISO völlig rauscharm sein. Wahrlich beeindruckend. Deshalb ist die D500 einmal an der D300 und zum anderen an der D750 zu messen.
Hält man die D500 erstmals in der Hand, dann fällt auf, dass der Body nicht kleiner geworden ist, als bei der D300. Auch das Gewicht ist in etwa gleich. Nur die Griffmulde ist etwas stärker ausgeprägt. Die Anordnung der Buttons hat sich hingegen deutlich verändert. So gibt es jetzt 2FN Tasten, die man mit Funktionen belegen kann. Es gibt einen Schalter für Foto bzw. Video. Es gibt neben den Fotoauslöser einen zusätzlichen Filmausloser (wie bei der D750 auch), und die Wippe ist gegenüber der D300 deutich kleiner und entspricht der Wippe bei der D750. Bei dem Testmodell habe ich allerdings an der Wippe bemängeln müssen, dass sie häufig Dinge tut, die ich nicht will. Bei der D750 ist mir das nicht aufgefallen. Ergebnis ist, dass die D500 sich in punkto Gewicht (und in Punkto Reisetauglichkeit) von der D300 nicht unterscheidet. Allerdings bietet sie jetzt neben Video auch den Klappspiegel.
Als Micro kann man das Original Nikon Micro nehmen (Bild), oder wahlweise ein Micro der eigenen Wahl.Es gibt auch einen Anschluss für ein Headset zur Überwachung des eingehenden Tonsignals.
Erfreulich ist, dass man bei der D500 die Auswahl der manuellen Objektive jetzt schnell und sicher über die FN Taste steuern kann, wie bei der D300 oder der D700. Diese Funktion war bei der D750 eingespart worden. Schade.
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Der Klappspiegel ist gegenüber der D750 etwas größer geworden. Wie bei der D750 kann man den Live-View jetzt direkt über die LV Taste aktivieren. Der Liveview funktioniert stotterfrei.
Die Auswahl der ISO kann man direkt über einen Button mit dem Wählrad steuern. Die Programm-Modi bei der D750 sind hingegen weggefallen. Braucht man bei einer Profikamera nicht.
Bei der D500 gibt es nun 2 Speicherkartenschächte. Einen für normale SD Karten, und einen für die größeren SDHC Karten, um der Schnelligkeit der Kamera Genüge zu tun. Ich habe mit einer SD Karte Class 10 getestet. Das reicht. Für 4K sollte man allerdings die SDHC Karte wählen. Erfreulich ist, dass man anstelle von 4K (was aufgeblasen große Dateien liefert) auch in den Full HD Modus wechseln kann. Das reicht. Dann kann man sich auch mit SD Karten begnügen.
Handhabung: Das Menü ist gleichgeblieben, aber die Anordnung der Knöpfe erfordert eine Eingewöhnung. Nutzt man die Kamera in Ergänzung zur D750, so muss man immer ein wenig umdenken. Man sollte sich also möglichst auf ein System konzentrieren. FX oder DX.  Entscheidend ist die Frage nach der Bildqualität, und die überzeugt. Gegenüber der D750 vermisse ich da rein garnichts.
Bildqualität:  Ich habe bewußt mit ISO 12.800 aufgenommen. Das sind knackscharfe Bilder. Vergrößert man allerdings im Fotoshop von 0,25 auf 200 fache Vergrößerung, so zeigen sich bei ISO 12.800 leichte Störungen. Man kann das vernachlässigen, und das Bildergebnis ist insgesamt besser als bei der D750, obwohl die Vollformat hat. In der Auflösung, Schattenzeichnung und Farbe überzeugt die D500. Die Bildergebnisse in Innenräumen und in Schattenbereichen sind hervorragend. Der Umgang mit Kunstlicht ergibt erstaunlich neutrale Farbtöne anstelle von violett, gelb oder rot dominerten Bildern. Lediglich im Umgang mit starken Kontrasten (sehr heller Himmel und sehr tiefen Schatten) ist die D500 gegenüber der Der D300, D700/D750 nicht besser geworden. Da muss man schon zu einer D3X, D4s oder D5 greifen, um das perfekt zu lösen. Die unten angehängten Bilder zeigen die gute Bildqualität bei ISO 12.800.
Fazit: Aus meiner Sicht ist die D500 der D750 überlegen. Die Bildergebnisse und die ISO-Ausreizung sind etwas besser, die Serienbildschnelligkeit ist gewaltig gewachsen und sie glänzt bei schnellen Sportaufnahmen. Mit dem von mir verwendeten Sigma 18-200 ist die D500 sehr zufrieden. Der Autofocus ist blitzschnell, die erhöhte Zahl der Messzellen ergibt eine verbesserte Belichtung. Mit diesem Objektiv ist sie auf der Reise zudem leichter als die D750 mit dem kopflastigen 28-300mm. Nur in Punkto Festbrennweiten ist die D500 dem Vollformat im Weitwinkelbereich deutlich unterlegen. Ergebnis: Ein hervorragender Allrounder, der sehr gut in der Hand liegt.
Der Neupreis von rund 2300 € für den Body tut zunächst einmal weh, wenn man vergleicht, dass man eine gute D300 gebraucht für 350 € bekommt, aber die Leistung der D500 überzeugt. Vergleicht man den gegenwärtigen Neupreis der D750 (rund 1800 € für den Body), so muss man allerdings in Rechnung stellen, dass man im DX Format an den Objektiven deutlich spart gegenüber den DX Linsen.
Probebilder bei ISO 12.800. Anzuführen ist, dass die Bilder fürs Web deutlich verkleinert wurden und auf 72 dpi runtergerechnet wurden. Im Druck sind die Bilder allemal besser und schärfer. Aber auch so sind die Bilder von einer beeindruckenden Schärfe, Farbneutralität und Feinkörnigkeit. Nur das Bild 4 zeigt deutliche Schwächen, die es bei anderen Mitbewerbern aber in solchen Situationen und Bedingungen auch gibt. Mindestens so viel. Von daher zeigt sich die D500 auch als wirklich gute Alternative zur D 750. Sie nutzt zwar den kleineren DX Sensor, ist ein Stück teurer als die D750, aber sie hat die schönere Bedienung, die noch bessere Farbgebung, die größere Schnelligkeit bei Serienaufnahmen und durch die Nutzung vob FX Objektiven auch ein insgesamt besseres Preis-Leistungsverhältnis. Damit ist die D500  eine wirkliche Konkurrentin zur D750.
Die Themen auf den einzelnen Fotoseiten:
  Seite 1 - Das Auflagemaß
  Seite 2 - Test: Der Kipon Adapter M42 auf Nikon in Verwendung mit M42 Objektiven (Zeiss / Meyer-Görlitz / Pentacon)
  Seite 3 - Die Wahl des Objektivs. Zoom oder Festbrennweite
  Seite 4 - Test: Die Fujifilm X30
  Seite 5 - Neueste Nachrichten aus der Welt der digitalen Fotografie (wird ständig aktualisiert)
  Seite 6 - Reisefotografie
  Seite 7 - Nikon D300 versus Nikon D700
  Seite 8 - Nikon D500 und Nikon D5 (Januar 2016)
  Seite 9 - Test: Nikon D700 versus Nikon D750
  Seite 10 - Nikon D500

  Seite 11 - Test: Nikon D750 Teil 2
  Seite 12 - Ausflug zur Fuji XE - 2 ( lohnt sich ein Wechsel von Nikon zu Fuji? )
  Seite 13 - Nikon Objektive mit Novoflex.Adapter an Fuji XE - 2
  Seite 14 - Fuji X mit M 42 Adapter und Objektiven von Zeiss-Jena / Mayer-Görlitz und Pentacon
  Seite 15 A- Fuji XT 1 und XT 2 ( Teil 1 )
  Seite 15 B- Fuji XT 1 ( Teil 2 )
  Seite 16 - Fuji X mit Canon-FD - Fuji Adapter und Canon FD Festbrennweiten und Zooms.
Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
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