Kleine Fotokunde (1) - Seite 5 - Aufzeichnungsformate, Bildbearbeitungssoftware
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Kleine Fotokunde  -  Seite 5  -  Aufzeichnungsformate (JPEG, RAW, Mov, usw)
Browser, Betriebssystem und Bildbearbeitungssoftware
Aufzeichnungsformate (JPEG, RAW, TIFF, Mov, usw):
Ihre Digitalkamera zeichnet Bilder entweder im Modus JPEG oder RAW auf. Einige professionelle Kameras stellen auch TIFF zur Verfügung.
RAW  ist ein unkomprimiertes Format, das sehr große Dateien erzeugt. Sie sind allerdings vom Tonumfang und von den Farbwerten und in der Schärfe unübertroffen. RAW Dateien lassen sich allerdings nur digital darstellen. Im Druck lassen sich die Feinheiten des RAW Bildes nicht wiedergeben. Dennoch verlangen einige Druckereien RAW Bilder, wenn es um besonders hochwertige Drucke geht, weil das Ausgangsmaterial entscheidend für  das Ergebnis ist. Im Bereich der Amateurfotografie kann man das eher vernachlässigen. RAW Bilder sehen am PC Bildschirm nun mal besser aus als JPEG Bilder. Im Bereich der Internet-Fotografie sind ERAW Bilder aber untauglich. JPEG ist hier das Standard-Format.
RAW ist kein festgelegtes Standard-Format. Jeder Hersteller hat sein eigenes RAW. Canons RAW kann nur mit Canon Programmen gelesen werden, Nikons RAW (sog. NEF Dateien), kann nur mit Nikons Softsware gelesen werden, usw. Adobes Photoshop ab Version CS 3 kann allerdings alle RAW Dateien lesen. Die herkömmlichen kostenlosen Bildbearbeitungs-programme aus dem Internet können das i.d. Regel nicht. Nikon hat sogar eine eigene Bildbearbeitungssoftware auf dem Markt, die dem Photoshop von Adobe in der Bearbeitungsqualität und den Funktionen sehr vergleichbar ist. Das wird aber nur kostenpflichtig abgegeben
JPEG ist ein Standardformat das überall auf der Welt gilt. Es ist ein Nebenprodukt von Adobes Photoshop, egal, ob es sich dabei um große Dateien (large) oder kleine Dateienhandelt (in Format und Pixelzahl reduziert) . In der Regel nimmt man im Format JPEG immer in der größten Auflösung auf, um die besten Basis-Bildvorraussetzungen zu haben
RAW oder JPG? Das ist eine Gretchenfrage. JPEG large ist hervorragend und kommt dem RAW sehr nah. Bei Kameras, die Bilder mit 300 dpi aufnehmen, wie etwa einer Nikon D 300s oder eine D800 kann man i.d. Regel auf RAW verzichten. Die meisten Consumerkameras - oder wenn Sie wollen - Amateurkameras nehmen Bilder im JPEG Modus allerdings nur in 72 oder 150 dpi auf, und dann erhalten Sie deutlich reduzierte Bilder in Größe und Auflösung. Wenn Sie volle Leistung wünschen, sollten Sie auf jeden Fall im verlustfreien RAW Format fotografieren.
TIFF braucht nur, wer professionell arbeitet. Das sind Datei-Formate, die sich besonders gut in Zeichenprogrammen (wie Adobe Illustrator) oder in Montageprogrammen (wie Quark Express) einbinden lassen, um perfekte Bildergebnisse zu erzielen.
MOV ist ein Format, das meist für das Aufzeichnen von Video mit der Digitalkamera verwendet wird. MPEG hingegen (was ein Standardformat bei digitalen Videokameras ist) wird nur selten bei videofähigen Fotoapperaten benutzt.
Browser, Explorer und Betriebssystem:
Die Kamerahersteller legen ihren Kameras i.d. Regel eine CD bei, die für ein bestimmtes Betriebssystem vorgesehen ist. Man sollte das beachten, wenn man eine Kamera kauft. Was haben Sie für ein Betriebssysten? Windows 2000, XP, Vista, win 7 oder win 8 oder doch Mac OS?  Eigentlich ist das egal, aber die Software des Herstellers, mit dem Sie RAW Dateien lesen können, ist für ein bestimmtes Betriebssystem vorgesehen. Oft gibt es später die Möglichkeit, Updates von der Seite des Herstellers runterzuladen, aber nicht immer.
Wenn Sie auf die abgespeckten Bildbearbeitungsprogramme der Hersteller verzichten und Photoshop ab Version CS 3 verwenden, dann können Sie ihre RAW Bilder öffnen und bearbeiten, egal ob Canon RAW oder Nikon RAW. JPEG-Bilder können Sie mit jedem Kraut- und-Rüben-Bildbearbeitungs-programm öffnen und bearbeiten.
Die Kamera bietet die Möglichkeit über Kabel, Bluetooth oder Infrarot mit dem PC zu kormmunizieren. Am stromsparendsten und schnellsten sind Kartenleser mit USB 3, die es entweder extern oder im PC eingebaut gibt.
Sie können die Bilder auf der Kamera/Speicherkarte über einen Browser wiedergeben, egal ob den Windows Explorer oder Mozilla Firefox (im Offline Betrieb), und meist auch im Windows Media Player, wahlweise in anderen Bildbetrachtungs-programmen, wie z.B. ACDC, Quicktime, oder z.B. Uleads Photo Explorer. Auch die Kamerahersteller bieten ihre eigenen Browser/Explorer an und liefern sie bei Kauf mit.
Bildbearbeitungssoftware:
Adobes Photoshop hat fast alles von Markt verdrängt, was an sehr guten Bildbearbeitungsprogrammen einmal da war, wie z.B. Paint Shops Power Suite Pro. Das ist Vergangenheit. Geblieben ist nur Adobes Erzfeind Corel, und das Programm DRAW wird in vielen Druckereien und Büros eingesetzt. Im Bereich der Heimanwender ist das eher selten anzutreffen. Adobes Photoshop gibt es in Voll- und Lightversion zu ganz unterschiedlichen Preisen. Die übrigen Bildbearbeitungsprogramme sind mal mehr, mal weniger gut und eignen sich nur für den RGB Farbraum. Recht gut ist z.B. der kleine Mitbewerber Ulead mit seiner Fotobearbeitungssoftware, aber die kostet ein paar Euro.
Was an Bildbearbeitungssoftware kostenlos ist, hat nur Grundfunktionen, wie Aufhellen, Rahmen setzen, rote Augen entfernen u.ä., aber keine wirklich nützlichen Werkzeuge, um Bilder ausgiebig zu bearbeiten. Wer als Amateur fotografiert, den sollte das nicht weiter kümmern. Selbst die kostenlosen Programme stellen alle Grundfunktionen so zur Verfügung, dass Sie gut und schnell Bildergebnisse bekommen, mit denen Sie zufrieden sind. Anspruchsvolle Amateure greifen ohnehin zu Adobes Photoshop oder Nikons Capture NX2 (nur für Nikon). Selbst Online-Druckereien (die Ihnen Fotobücher anbieten), stellen Ihnen für wenig Geld eigene Bildbearbeitungsprogramme zur Verfügung. Die Auswahl ist ziemlich verwirrend. Mitunter lädt man sich mit der Herumsucherei im Netz nach kostenlosen Programmen auch Schadware auf den Rechner. Studenten nutzen gern die Vorteile zu preisreduzierten Angeboten bei Adobe. Ältere Programm-Versionen sind auch übers Internet gebraucht recht preiswert zu haben.
Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das ist der Ausgangs-punkt für die Fotografie.
Dennoch haben wir in diesem Teil auf Bilder fast völlig verzichtet, um Platz und Zeit zu sparen. Dadurch wird der Text leider arg kopflastig.
Wir bitten das zu entschuldigen. Wenn wir mehr Zeit haben, werden wir das erweitern
Text
Version 1.4
Stand: 9.1. 2015