Kleine Fotokunde (1) - Seite 2 Kameratypen (Unterscheidung)
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Kleine Fotokunde (1) - Seite 2

>> Fototechnik (analoge und digitale Fotografie) 
Kleine Fotokunde - Seite 2 - Basiswissen
Handy, Pocketkamera, Sucherkamera, Kompaktkamera oder Spiegelreflex?
Elektronisches Abbild oder Ausdruck auf Papier/Fotobuch?
Wasserfest und Stoßfest?
GPS?
A) Beliebt sind Handys mit eingebauter Kamera und Internetanschluß (etwa das Smartphone), weil sie erlauben, das Bild oder das Video sofort nach der Aufnahme an Freunde zu verschicken oder ins Internet zu stellen (Bildtausch - Informations-tausch). Bilder von Ereignissen können auf diese Weise in Sekundenbruchteilen um die Welt gehen, etwa über MMS, Twitter, Facebook oder andere Online-Datenbanken, und sie können das Geschehen der Welt nachhaltig beeinflussen. Die Bildsensoren sind baubedingt sehr klein, aber die Pixelzahlen liegen inzwischen bei mehr als 6 Mio.und die Bildqualität ist erstaunlich gut, so lange die Bilder nicht stark vergrößert werden. Außerdem ist die Videofunktion äußerst beliebt. Etwa beim Aufstand in Ägypten und in anderen Krisengebieten hat sich diese Methode zur schnellen Informationsverbreitung gegen staatliche Zensur bewährt. Einen Sucher gibt es beim Handy nicht, aber einen Monitor, über den alle Funktionen einstellbar und abrufbar sind. Das Handy bietet meist nur interne Speicher, selten auch die Speicherung auf einsteckbaren Minispeichern (Mini-SD). Handys bieten auch Zooms mit begrenztem Umfang. Ein gutes Handy kosten zwischen 300 und 800 Euro zuzüglich der vielen Apps und der Kosten für den Netzbetreiber. Dafür haben Smartphones meist auch ein GPS eingebaut. So oder so. Ein Smartphone gilt als Hype und besonders das iPhone. Relativ neu sind soge. Android-Smartphones auf der Basis von Windows Betriebssystemen, die technisch genausogut sind wie Apples iPhone. Die Wahl der Verbraucher hat aber oft mit dem Preis und der gerade gängigen Mode zu tun.
Die Pocket- oder Kompaktkamera liefert noch bessere Bilder als das Handy. Sie ist klein und leicht und sie besitzt meist einen deutlich größeren Sensor als das Handy. Man kann sie überall mit hin nehmen. Sie ist unauffällig. Sie bietet Serienaufnahmen und Video. Sie bietet meist eine deutlich höhere Auflösung und damit eine bedeutend bessere Bildqualität, die auch ausgedruckt auf Papier bis 18x24cm gut aussieht. Solche Kameras arbeiten über den LCD Monitor. Einen Sucher gibt es meistens nicht mehr. Auch Pocketkameras verfügen über kleine Bildsensoren, um Platz zu sparen. Der Betrieb erfolgt heute meist über einen wiederaufladbaren Akku. Es werden raumsparende Speicherkarten verwendet (SD/SDHC/SDXC oder Mini SD). Die Pocketkamera verwendet i.d. Regel fest eingebaute Objektive mit einem beschränkten optischen Zoom, und einem digitalen Zoom (der aber recht unscharfe Bilder erzeugt). Nur selten werden Festbrennweiten eingesetzt. Der Trend ist, solche Kameras auch mit Wechselobjektiven und Bajonett zu bauen, weil das die Bildqualität verbessert. Es gibt einfache Pocketkameras unter 100 Euro und hochwertige Hochleistungs-Modelle bis über 1000 Euro. Vorteile hat die Pocket dann, wenn man mit der großen und auffälligen SLR Kamera das Geschehen "stört", oder als gar als aufdringlich empfunden wird. Sie ist leise und unauffällig. Manche Fotografen befürworten deshalb eine duale Lösung: SLR + Pocket für sensible Momente.
Die Sucherkamera greift auf ein Konzept aus der analogen Fotografie zurück. Sie übermittelt das Bild optisch in den Sucher. Zwar gibt es einen LCD, aber der Sucher übernimmt Hauptaufgaben und spart Strom. Leider ist die Bildqualität im Sucher bei einfachen Kameras oft sehr schlecht, und die Bildqualität an den Displays ist umso besser. Solche High-end-Kameras sind erstaunlich teuer. I.d. Regel zwischen 300 und 1800 Euro (bei Spitzenmodellen wie der Fuji X1-Pro). Aus Platzgründen werden SD/SDHC/SDXC Karten verwendet. Meist wird ein sehr kleiner Bildsensor benutzt. Immer mehr Modelle griefen allerdings schon auf große Bildsensoren im Format (ca) 15-23mm oder das APSC Format zurück und bieten eine hervorragende Abbildungs-leistung, besonders dann, wenn es eine Sucherkamera mit Wechselobjektiven ist, etwa die Modelle der X-Serie von Fujifilm, oder die Sony alpha 7, die sogar einen Vollformatsensor verwendet.
Die Bridgekamera ist der Spiegelreflexkamera am nächsten. Sie ist ähnlich groß, verwendet Sucher und LCD und das Bild gelangt elektronisch in den Sucher. Das spart Platz und Gewicht. Auf ein Pentaprisma wird also verzichtet. Meist werden werden fest eingebaute Objektive verwendet, mit oft gewaltigen Zoom-Bereichen vom extremen Weitwinkel bis zum Supertele. 18-500mm sind keine Seltenheit, wie bei der Panasonic DMC-FZ1000. Der Sucher ist allerdings manchmal in der Leistung sehr beschränkt und das Universalzoom hat deutliche Schwächen in der Schärfe, wenn man starke Vergrößerungen hat. Eine gute Lösung für jede Situation, aber nicht die beste, wenn man in Punkto Bildqualität hohe Ansprüche stellt. Für Geschäftsleute oft die beste Lösung (etwa Makler, Unfallsachverständige oder auch die Polizei und Feuerwehr bei der Aufnahme von Schäden). Solche Kompaktkameras liegen i.d. Regel zwischen 400 und 900 Euro. Kaum ein Hersteller verzichtet auf dieses Segment.
Die Spiegelreflexkamera ist zwar die größte und schwerste Kamera von allen hier aufgeführten Lösungen, aber sie bietet auch die beste Bildqualität. Verantwortlich dafür sind die verhältnismäßig großen Sensoren, die hohe Bildauflösung (Pixel pro Inch) und die Qualität der verwendeten Objektive. Auch der Sucher ist perfekt. Videoaufnahmen sind meist möglich. Serienaufnahmen mit bis zu 8 Bildern/Sek. und mehr erlauben die Auswahl des besten Bildes, gerade bei bewegten Bildern. Die Bildqualität in Punkto Farbdarstellung, Halbtöne / Tonumfang, Schärfe und Bildrauschen ist die SLR beeindruckend. Dabei gibt es Modelle, die durchaus leicht sind, wie etwa die Canonn 1100 D oder die Nikon D 3200, und sie kosten auch nur irgendwo um die 5-600 Euro, inclusive Objektiv. Es gibt All-round-Objektive mit großem Zoomumfang, etwa 18-300mm, und die Spiegelreflex ist in der Bedienung sehr bequem und schnell. Schneller als jede Pocketkamera. Nachteile hat die SLR dann, wenn man mit der Kamera "stört". Sie ist laut und auffällig. Sie verleitet zum Diebstahl.
Elektronisches Bild oder Ausdruck auf Papier?
Die Frage stellt sich für viele Nutzer nicht mehr. Sie nutzen beide Möglichkeiten. Im Internet gibt es inzwischen viele Anbieter, mit externen Datenbanken, wo man Bilder auch tauschen kann. Das spart Platz auf dem heimischen Rechner. Es gibt Anbieter, die für relativ kleines Geld das Fotobuch fix und fertig gebunden als Papierausdruck liefern, so dass der Urlaub, die Geburt des Kindes, die Familienfeier, das Klettern in den Felswänden oder die Party in einem Buch festgehalten werden, das man sich gerne anguckt, und auch immer wieder darauf zurückgreift. Das ist völlig unabhängig von der Wahl der Kamera, aber die besten Ergebnisse liefert auch hier stets die SLR und wahlweise die Sucherkamera.
Wasserfest, stoßfest, temperaturabhängig?
Anders als bei früheren analogen Kameras ist die Elektronik der digitalen Kamera wasser- und stoßempfindlich.Gegen Stöße kann man die Kamera gut schützen, wahlweise in der Handtasche oder der Fototasche. Gegen Regen und hohe (tropische) Luftfeuchtigkeit, extreme Kälte, das Beschlagen des Objektivs und auch gegen den Fall in den Fluss oder auf den Boden kann man die Kamera nur schwer schützen. Es gibt wasserdichte Beutel gegen Regen, die den Betrieb bei Regen garantieren. Es gibt Unterwasserbeutel, die bis 30 Meter Wassertiefe dicht sind und es gibt Kameras, die mit Dichtungen im Body und in den Objektiven weitgehend gegen Wasser geschütz sind, etwa bei Pentax. Nahezu alle professionellen Modelle sind wenigstens am Body gegen Spritzwasser und leichten Regen, sowie hohe Luftfeuchtigkeit geschützt. Das gibts bei Canon, Nikon, Olympus, Sony und natürlich bei Pentax. Während alle Modelle bis etwa 40 Grad Celsius problemlos laufen, ist der betrieb unter der Null Grad Grenze manchmal problematisch. Das kann zu Aussetzern und Störungen führen. Die meisten Hersteller haben deshalb als Temperaturwahl 0-40 Grad Celsius angegeben. Es gibt aber Modelle, die auch bei Minus 30 Grad problemlos funktionieren.
GPS ?
Einige Sony Modelle bieten das GPS bereits fest eingebaut. Auch die neue Canon 6D ist damit fest ausgestattet und andere Modelle bieten zumindest den Anschluss an einen externen GPS Sender (Canon Pro-Modelle und 7D), (Nikon ab D 3100). Das gibts auch für viele Modelle bei Olympus, Ricoh, Samsung, Hasselblad, Fuji, Leica, Panasonic.
GPS Sender an der Kamera werden über den Kameraakku betrieben. Sie verbrauchen Strom, so dass man den Akku viel öfter aufladen muss als im Normalbetrieb !!! Auf der Reise muss man also unbedingt ein Ladegerät mitnehmen. Wenn man das GPS nicht braucht, etwa im Alltagsbetrieb oder Zuhause, sollte man den GPS Sender ganz abnehmen.
Beim ersten einloggen in den Satelitten brauchen diese kleinen Sender oft viel Zeit. Manchmal bis zu einer Stunde. Das unterscheidet sie von sog. Outdoor Geräten, die das in ein paar Sekunden oder bis max 2 Minuten hinbekommen (oder gar dem Autonavi). Auch Outdoor Geräte kann man über einen Slot anschließen (wenn die Kamera das vorsieht), oder aber über Bluetooth oder Infrarot, sie sind aber i.d. Regel zu voluminös, um sie an der Kamera mit sich rumzuschleppen. Deshalb sind Minisender im Dauerbetrieb zu empfehlen, zumindest auf der Reise. Sie kosten zwischen 120 und 250 € (wobei die teureren Modelle Zusatzfunktionen, wie z.B. einen Kompass besitzen, was man als Amateur nicht wirklich braucht)
Die Vorteile des GPS: Durch die gespeicherten GPS Daten haben Sie auf jedem Bild direkt die Koordinaten gespeichert. Auf Reisen macht man oft 500 oder viel mehr Aufnahmen, und eine spätere Zuordnung der Einzelbilder zu den einzelnen Locations ist dann oft schwer. Man vergißt das einfach. Wurde das Bild in ... gemacht oder in ... ? Steht der Palast oder die Kirche in ... oder in ...?  Ist die Silhouette der Stadt nun in ... oder in ...? Ist das der Strand in... oder in ...? Auch die Routen werden per GPS aufgezeichnet, und sind am heimischen PC als Reiseroute zu speichern. Als GPX File kann die aufgezeichnete Route auch weitergegeben werden, an Freunde, welche die gleiche Tour machen wollen, oder etwa an einen Verlag. Sie kann im Internet getauscht werden. Das ist ein nützliches Extra, das sogar Leben retten kann, etwa bei einer Autopanne in Australien, beim Klettern oder Mountain Biken in den Bergen oder beim Segeln in küstennahen Gewässern. Im Ernstfall sagt dir das Display, wo du gerade bist (Koordinaten), so dass du über das Handy Hilfe anfordern kannst, und du kannst auf der Papierkarte auch nachsehen, wo du gerade bist. Deine Route ist über Satellit nachzuverfolgen. Dann wirst du allerdings auch "gläsern", und wirs von Menschen oder Institutionen gefunden, denen du nicht trauen kannst.
Wer ein externes GPS verwenden will, muss bei Canon zur 7D greifen (wahlweise alle Vollformat Kameras ab 5D Mark II). Nikon ist da flexibler. Die D 3200, D 3300, D 5200 können das. Bei Pentax können das die K30 und die K5
Textautor: (c) Hans-Peter Vogt
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Text
Version 1.4
Stand: 9.1. 2015
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das ist der Ausgangs-punkt für die Fotografie.
Dennoch haben wir in diesem Teil auf Bilder vorerst völlig verzichtet, um Platz und Zeit zu sparen. Dadurch wird der Text leider arg kopflastig.
Wir bitten das zu entschuldigen. Wenn wir mehr Zeit haben, werden wir das erweitern